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Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Deutschland
Stand: Dezember 2011
Politische Beziehungen
Die diplomatischen Beziehungen zur Republik Kongo werden seit 2004 von Kinshasa aus wahrgenommen. Der deutsche Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo ist in der Republik Kongo nebenakkreditiert. Die deutsche Botschaft in Brazzaville wurde 1997 geschlossen, nachdem sie in Folge des Bürgerkriegs geplündert worden war.
Der Afrikabeauftragte des Auswärtigen Amts, Botschafter Walter Lindner, besuchte Brazzaville am 5. Februar 2011. Im Oktober 2011 besuchte eine Delegation der Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags für die französischsprachigen Staaten West- und Zentralafrikas unter Leitung von MdB Hartwig Fischer Brazzaville.
Die Stadt Brazzaville ist mit Dresden verschwistert. Deutschland ist mit einem Honorarkonsul in Pointe Noire vertreten; die Einrichtung eines Honorarkonsulbüros in Brazzaville ist bei den kongolesischen Behörden angefragt.
Wirtschaftliche Beziehungen
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Republik Kongo sind schwach. Nur vereinzelte deutsche Investoren sind in der Republik Kongo tätig. In letzter Zeit ist das Interesse aber gestiegen.So betreibt die Lufthansa seit November 2010 eine Flugverbindung Pointe Noire – Frankfurt, und eine Wirtschaftsdelegation des Afrikavereins hat das Land im Frühjahr besucht. Deutschland importiert Rohöl und Holz und liefert Maschinen, Fahrzeuge, Eisen- und Haushaltswaren sowie chemische Erzeugnisse. Wichtige, die Wirtschaftsbeziehungen betreffende Abkommen sind:
- Wirtschaftsabkommen (1962)
- Protokoll über Schifffahrts- und Luftfahrtsbeziehungen (1962)
- Investitionsförderungsvertrag (1967, Nachfolgeabkommen im November 2010 unterzeichnet, aber noch nicht in Kraft getreten)
Im Zuge des Bürgerkriegs wurde 1997 die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und der Republik Kongo eingestellt. 2004 wurde im Rahmen eines PPP-Projekts (Public-Private Partnership) mit einem Forstunternehmen die Erstellung eines umweltgerechten Bewirtschaftungsplanes flankiert. Über den Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) werden die Bereiche Makroökonomie, Straßenbau und Aufbau des Rechtsstaates unterstützt. Die Republik Kongo erreichte 2010 den Vollendungspunkt der Schuldenerlassinitiative für hochverschuldete arme Länder. Die Bundesrepublik hat dem Land daraufhin die letzten bilateralen Schulden (ca. 94 Millionen US-Dollar) erlassen.
Kulturelle Beziehungen
Nachdem die Botschaft 1997 wegen des Bürgerkriegs geschlossen wurde, blieb für kulturelle Zusammenarbeit wenig Spielraum. In begrenztem Umfang erfolgt eine Nachbetreuung ehemaliger Stipendiaten und die Beratung von Studenten, die in Deutschland studieren möchten, über die zuständige Botschaft in Kinshasa (viele Kongolesen haben in der DDR studiert). Es gibt Kontakte zwischen Theatermachern aus Köln und dem Kongo sowie eine Kooperation mit Sprachwissenschaftlern aus Köln.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
