Hauptinhalt

Dänemark

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Oktober 2014

Kulturpolitik

Dänemark hat in seiner Geschichte einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Kultur geliefert. Schriftsteller wie die Brüder Ernst, Edvard und Georg Brandes, Ludvig Holberg, Hans Christian Andersen und Karen Blixen, der Philosoph Søren Kierkegaard, die Maler Peter Severin Krøyer, Asger Jørn, Per Kirkeby, Anna und Michael Ancher, die Designer und Architekten Arne Jacobsen, Poul Henningsen, Jørn Oberg Utzon und Olafur Eliasson sowie die Komponisten Carl Nielsen und Michael Bojesen stehen beispielhaft für die Kulturnation Dänemark. Das Land betreibt eine engagierte staatliche Kulturpolitik. Auf Regierungsebene wird diese zentral durch das Kulturministerium wahrgenommen. Der dänische Staat fördert das vielseitige Kulturleben durch die im Kulturministerium angesiedelte Kunstbehörde. Dazu gehört auch die Förderung dänischer Künstler im Ausland: über 300 dänische Künstler leben allein in Berlin.

Darüberhinaus wird das dänische Kulturleben durch private Initiativen und Aktivitäten gestaltet. Diese privaten Kulturträger werden  oftmals von großen Stiftungen wirtschaftlich unterstützt.

Dänemark verfügt über eine hervorragenden Ruf im Kulturbereich. Museen wie die Neue Carlsberg Glyptothek oder das Louisiana Museum für Moderne Kunst haben ebenso internationale Bekanntheit erlangt wie das Opernhaus der Stadt Kopenhagen. Architektonisch hervorzuheben sind außerdem die Königliche Bibliothek („Schwarzer Diamant“), das Königliche Schauspielhaus und das Konzerthaus des Dänischen Rundfunks. Aber auch außerhalb der Hauptstadt findet sich ein breites Angebot an Museen, Theatern und musikalischen Angeboten. Alljährlich werden in Dänemark eine Vielzahl von Film- und Musikfestivals veranstaltet. Zu den bekanntesten dieser Veranstaltungen gehören das Copenhagen Jazz Festival, das Roskilde Musikfestival sowie die Aarhuser Festwoche, die jedes Jahr im Sommer stattfinden.

Bildungspolitik

Dänemark bemüht sich intensiv um eine Modernisierung des Bildungssystems, insbesondere die Förderung der Fachlichkeit im Schulunterricht. Die Pisa-Studien ergaben für Dänemark ein schwächeres Gesamtbild als in den skandinavischen Nachbarländern und auch international liegt Dänemark im Mittelfeld. Das dänische Schulsystem sieht traditionell eine ungegliederte neun- oder zehnjährige Gesamtschule (Folkeskole) und eine daran anschließende dreijährige gymnasiale Oberstufe vor. Finanziell, organisatorisch und dienstrechtlich liegt die Verantwortung für das Schulwesen in Dänemark bei den Kommunen.

Ein Schwerpunkt wird auf die Verbesserung des Kenntnisstands in Mathematik und in der dänischen Sprache gelegt und eine Anhebung des fachlichen Niveaus, ein früherer Schulstart von Englisch und einer weiteren Fremdsprache, eine konsequentere Schul- und Studienberatung sowie eine bessere Vorbereitung der Schüler auf die Universität  sind 2014 eingeführt worden. Auch wird ein Schwerpunkt auf die Vermittlung der Naturwissenschaften und Lehrerausbildung gelegt.

Dänemark strebt an, dass bis 2020 mindestens 60 Prozent eines Jahrgangs eine weiterführende Ausbildung im tertiären Bildungssektor aufnimmt, wobei hierzu sowohl „kurze“ dreijährige Fachhochschulausbildungen wie auch „lange“ akademische Universitätsstudiengänge gezählt werden.

In mehreren Reformen seit 2003 wurde die Eigenverantwortung der Universitäten durch finanzielle Anreize gestärkt. Gleichzeitig wurden die Führungsgremien der Universitäten gestrafft und professionalisiert.

Durch Fusionen von Hochschulen mit staatlichen Forschungsinstituten sollen international wettbewerbsfähigere Einheiten geschaffen werden. Dänemark verfügt nun über acht Universitäten und Handelshochschulen sowie 12 Berufshochschulen und Ingenieurhochschulen.

2013 hat Dänemark 1,1 Prozent (20,9 Mrd. DKK) des BNP für öffentlich finanzierte Forschungsprojekte ausgegeben. Der Förderung der Forschung in den Bereichen Bio-, Nano-, Informations- und Kommunikationstechnologie gilt weiterhin ein erhöhtes Augenmerk. Dänemark bemüht sich intensiv um eine internationale Ausrichtung seines Landes als Wissenschafts- und Hochschulstandort.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere