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Diplomaten mit Perspektive

Sie sind jung, engagiert und weltoffen. 23 Diplomatinnen und Diplomaten aus vier Kontinenten sind zurzeit im Rahmen des 34. Internationalen Diplomatenlehrgangs in Berlin zu Gast. In Seminaren, bei Informationsbesuchen und Studienreisen erhalten sie die Möglichkeit, sich in Themen der Bereiche Politik, Wirtschaft, Recht und Medien fortzubilden. Auch in praxisnahen Übungen, wie Rhetorik und internationalem Verhandlungstraining erwerben die Teilnehmer wichtige Grundlagen für ihre weitere berufliche Laufbahn.

"Es ist sehr reizvoll, Diplomaten aus anderen Ländern kennenzulernen, um eine neue Perpektive zu erlangen", sagt Naoyoshi Yoneyama. Der Japaner zeigt sich sehr dankbar für die Möglichkeiten, die ihm durch den Lehrgang geboten werden. Ab Sommer 2011 wird er in einem deutschsprachigen Land an einer japanischen Vertretung arbeiten und kann so im Vorfeld seine Sprachkenntnisse verbessern. Während seiner diplomatischen Laufbahn möchte er in erster Linie die japanische Kultur im Ausland bekannter machen und den Menschen näher bringen, betont er.

"Hervorragendes Programm"

"Hervorragendes Programm"
© AA

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"Hervorragendes Programm"

Patricia Gabriela von Wartenberg Salgado und Mary Mweneni Shiweda im Gespräch

"Hervorragendes Programm"

Vielfältiges Programm

Der anspruchsvolle Lehrgang in deutscher Sprache bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern u. a. interaktive Seminare zu internationaler Politik und Völkerrecht, praktische Übungen zur diplomatischen Rede und interkulturellen Kompetenz, Simulationskonferenzen zur Europäischen Union und den Vereinten Nationen, sowie Studienreisen nach Brüssel und Wien. In einem abwechslungsreichen Rahmen- und Freizeitprogramm gibt es aber auch Gelegenheit zu verschnaufen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

"Das Programm ist hervorragend", sagt Patricia Gabriela von Wartenberg Salgado. Die Mexikanerin schätzt die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu erlangen. Die 31-Jährige arbeitet in der Botschaft ihres Landes in Südafrika im Bereich Kultur und Kommunikation. Nachdem sie früher schon mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat, findet sie es nun sehr interessant, das Land aus einer anderen Perspektive wahrnehmen zu können.

Auch Mary Mweneni Shiweda aus Namibia zeigt sich sehr zufrieden. Der 29-Jährigen imponiert vor allem die Vielfältigkeit des Programms. Jeden Tag stehen unterschiedliche Themen im Fokus und ermöglichen die eigenen Kenntnisse auf einer breiten Basis zu erweitern.

Sowohl führende Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, als auch hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fungieren dabei als Dozenten und geben so ihre Expertise und praktischen Einblicke an die Teilnehmer des Lehrgangs weiter.

Internationale Vernetzung

Das zweimonatige Programm verfolgt das Ziel, junge Diplomaten aus Partnerstaaten mit den Grundpositionen der deutschen Europa- und Außenpolitik vertraut zu machen und untereinander zu vernetzen. Damit sollen die Grundlagen für eine zukünftig kooperative Außenpolitik geschaffen werden.

Die zahlreichen Fachgespräche und Diskussionen unter Berufskollegen sind für die Netzwerkbildung der jungen Diplomaten mit Vertretern des deutschen Auswärtigen Dienstes von großer Bedeutung. Das findet auch Oleg Yakimovich aus Russland. Er schätze vor allem die Möglichkeit mit Diplomaten aus verschiedenen Ländern in Kontakt zu treten und interessante Diskussionen zu führen. Darüber hinaus zeigt er sich sehr beeindruckt von Deutschland. "Es ist ein sehr dynamisches und attraktives Land, mit vielen Möglichkeiten für junge Menschen und einer sehr guten Zukunftsperspektive", sagt der 31-jährige, der auch schon in Äthiopien und Dschibuti gearbeitet hat.

Über 700 Diplomaten aus 34 Ländern haben den Internationalen Diplomatenlehrgang bereits durchlaufen und stärken den Netzwerkcharakter der Diplomatie. Staatssekretäre, Botschafter und Gesandte gehören heute zum Kreis der Ehemaligen, von denen sich viele als Alumni zusammengefunden haben.


Der Internationale Diplomatenlehrgang ist nur eines von zwölf Programmen im Rahmen der Internationalen Diplomatenausbildung. Sie alle bieten flexible, aktualitätsbezogene und sich an die Nachfrage anpassende Qualifikationsprofile. Mit der Internationalen Diplomatenausbildung der Akademie Auswärtiger Dienst  hat das Auswärtige Amt seit 1992 bei wachsender Nachfrage ein berufspraktisches Weiterbildungsprogramm für junge Diplomatinnen und Diplomaten aus über 160 Ländern aufgebaut.


Stand 31.03.2011

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