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Senegal

Außenpolitik

Stand: März 2014

Grundlinien der Außenpolitik

Senegal ist traditionell eng mit den westlichen Demokratien verbunden, insbesondere mit Frankreich. In einer von Krisen erschütterten Region ist es ein Stabilitätsanker und wichtiger Meinungsführer, auch in den Regionalorganisationen ECOWAS und Afrikanischer Union. Senegal engagiert sich aktiv auf multilateraler Ebene in zahlreichen internationalen Organisationen und Konferenzen. So wird das nächste Gipfeltreffen der Organisation für Frankophonie im November 2014 in Dakar stattfinden.

Größte multilaterale Geber von Entwicklungshilfe sind die Europäische Union, die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank (BAD). Unter den bilateralen Gebern steht Frankreich an erster Stelle. Zur Gruppe größerer bilateraler Geber gehören ferner die Vereinigten Staaten, China, Japan, Kanada, Spanien, Deutschland.

Afrika-Politik

Wichtigstes afrikapolitisches Anliegen Senegals ist die westafrikanische Integration. Die Mitarbeit in der Regionalorganisation ECOWAS/ CEDEAO (Communauté Economique des Etats de l’Afrique de l’Ouest) ist ein zentraler Pfeiler senegalesischer Außenpolitik. Darüber hinaus setzt der Senegal auf den Ausbau der 1994 gegründeten Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA (Union Economique et Monétaire Ouest-Africaine). Diese hat eine Zollunion eingerichtet und strebt einen gemeinsamen Markt nach EU-Vorbild an. Außerdem ist es Senegal ein Anliegen, die kontinentale Integration im Rahmen der Afrikanischen Union zu vertiefen.


Beziehungen mit den Nachbarstaaten

Die Krise in Mali verfolgt Senegal aufmerksam. Es beteiligt sich mit etwa 680 Soldaten und Polizisten an der Operation MINUSMA der Vereinten Nationen

Die Beziehungen mit Gambia und Guinea-Bissau wurden in den vergangenen Jahren immer wieder durch den Konflikt in der Casamance im Süden des Senegals belastet. Grenzgebiete der Nachbarländer dienten den Rebellen als Rückzugsgebiete.

Das Verhältnis zu Gambia ist zudem dadurch getrübt, dass dort im August 2012 zwei zum Tode verurteilte Senegalesen hingerichtet wurden.

Seit seinem Amtsantritt bemüht  sich der senegalesische Präsident Macky Sall darum, die bilateralen Beziehungen zu Banjul zu verbessern.

In Guinea-Bissau beteiligen sich 200 senegalesische Soldaten an der ECOWAS-Stabilisierungsmission. Senegal unterstützt eine Transitionsphase, die bis zu Neuwahlen von Parlament und Präsident im April 2014 laufen soll.

Im Verhältnis zu Mauretanien bemüht sich die senegalesische Regierung um gute Beziehungen und darum, mögliche Konfliktpunkte, zum Beispiel in Fragen der Fischerei, Migration und beim kleinen Grenzverkehr zu vermeiden.


Beziehungen zur islamischen Welt

Die Beziehungen zur islamischen Welt haben sich in den letzten Jahren intensiviert. Das gilt insbesondere für Katar, Kuwait, Marokko, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Senegal hatte zwischen 2008 und 2013 den Vorsitz der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und war im Jahr 2008 Gastgeber des Gipfeltreffens der Organisation.

Senegal und Israel haben im Jahr 1994 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Israel ist in Dakar durch einen Botschafter vertreten, für Senegal ist der Botschafter in Kairo zugleich in Israel akkreditiert.


Engagement in den Vereinten Nationen

Senegal setzt sich für eine Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen ein, und unterstützt die Bemühungen um eine Reform der Vereinten Nationen einschließlich des Sicherheitsrates.

Senegal ist in den Vereinten Nationen bei verschiedenen Aktivitäten traditionell engagiert. Das gilt im klassisch-diplomatischen Sinne (z. B. Einsatz gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder in bewaffneten Konflikten) wie auch bei Friedensmissionen der Vereinten Nationen: Senegalesische Truppen sind gegenwärtig an MINUSMA in Mali und an Einsätzen (aktuell in der Demokratischen Republik Kongo, Côte d’Ivoire, Sudan und Haiti) beteiligt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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