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Eric Lartz

Geboren bin ich in Gabun, mein Kindergarten war in Kanada, eingeschult wurde ich in China, meine mittlere Reife erlangte ich in Amerika und mein Abitur machte ich in Deutschland.

Im Auswärtigen Amt bezeichnet man eine Person wie mich als „Amtskind“.

Mein Name ist Eric Ho San Lartz. Ich bin 25 Jahre alt und bin seit 2009 ein Mitglied des Lehrgangs der Regierungssekretäranwärter „RSA09“.

Wie bereits zu Beginn angedeutet ist mein Vater Beamter im Auswärtigen Amt und so hat sich schnell abgezeichnet, dass ein Leben im Ausland auch für mich ein Ziel wird. Das war jedoch nicht der Grund, warum ich mich beim Auswärtigen Amt beworben habe.

Nach meinem Abitur verfolgte ich zunächst eine Laufbahn im IT- und kaufmännischen Bereich, bis ich durch Zufall ein Praktikum an der Botschaft in Dhaka / Bangladesch absolvieren durfte. Hier hatte ich meinen ersten offiziellen Kontakt zur internen Struktur und zu den Arbeitsweisen einer deutschen Botschaft im Ausland. Es heißt ja nicht umsonst „dabei sein ist alles“.

Aufgrund dieses neuen Einblicks habe ich mich schließlich dazu entschlossen, meine Leidenschaft für das Ausland mit einem Beruf, der mich interessiert, zu kombinieren und habe mich beim Auswärtigen Amt beworben. Nach Absolvierung eines anspruchsvollen Auswahlverfahrens werde ich seit April 2009 für die Laufbahn des mittleren Auswärtigen Dienstes in der Akademie des Auswärtigen Amtes ausgebildet.

Das hieß für mich, dass ich von Köln nach Berlin gezogen bin, um mich dort 2 Jahre lang für meine Auslandsverwendung vorzubereiten. Angefangen mit einem Einführungslehrgang wurden meine Kollegen und ich in vielen verschiedenen Rechtsbereichen, wie z.B. Ausländer-, Zivil- und Staatsangehörigkeitsrecht, vorbereitet. Zum Glück, denn im Anschluss an den Einführungslehrgang in der Akademie folgte unser erstes Praktikum in der Zentrale des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Im Dezember 2009 ging es dann richtig los. Unser neunmonatiges Auslandspraktikum in einem fremden Land begann. Dieses habe ich am Generalkonsulat in Breslau absolviert. Obwohl die Distanz zwischen Berlin und Breslau nur ca. 350 km beträgt, ist der kulturelle Unterschied zwischen Polen und Deutschland nicht zu unterschätzen.

Durch die Erfahrungen, die ich in Breslau machen durfte, war ich mir absolut sicher, die richtige Entscheidung mit meiner Tätigkeit beim Auswärtigen Amt getroffen zu haben. Die Kollegen am Generalkonsulat haben mich in ihr Team aufgenommen und mich auf die alltägliche Arbeit des mittleren Dienstes vorbereitet.

Ich war schon sehr häufig im Ausland, dennoch war es für mich eine komplett neue Erfahrung, als selbständiger „Diplomat“ ins Ausland zu gehen. Polen wird für mich immer eine besondere Erinnerung sein.

Mit viel praktischer Erfahrung kehrte ich im August 2010 zurück nach Berlin und befinde mich seitdem im Schlusslehrgang und somit im Endspurt in Richtung meiner Laufbahnprüfung.

Dann heißt es: „Bon Voyage!“


Stand 10.12.2010