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Mosambik

Außenpolitik

Stand: Oktober 2015

Außenpolitik

Schwerpunkte der mosambikanischen Außenpolitik sind der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen weltweit, die Pflege der Beziehungen zu den traditionellen OECD-Geberländern der Entwicklungszusammenarbeit sowie die Kooperation mit den Nachbarn im südlichen Afrika und Ländern der Lusophonie. Dabei verwendet Mosambik zunehmend eine deutlichere, eigenständigere und selbstbewusstere Sprache.

In der Region hat Mosambik insbesondere durch die Mission der Entwicklungsgemeinschaft im südlichen Afrika (SADC) von Ex-Präsident Chissano zur Beilegung des Konfliktes in Madagaskar gute Dienste geleistet. Chissano vermittelt ebenfalls im Grenzstreit zwischen Tansania und Malawi. Die Afrikanische Union hat ihn vor kurzem zum Sonderbeauftragten für den Konflikt um die Westsahara ernannt. Das Land hat durch seine Vermittlertätigkeit an Respekt und außenpolitischer Statur gewonnen.

Wichtigster bilateraler Partner Mosambiks ist Südafrika. Zwischen beiden Ländern hat sich seit Ende des Apartheid-Regimes ein reger Handels-, Meinungs- und Besucheraustausch etabliert. Durch die Rohstofffunde und den derzeitigen Wirtschaftsboom in Mosambik wandelt sich das bisher von Südafrika dominierte Verhältnis zwischen beiden Ländern hin zu mehr Partnerschaft. Die Beziehungen Mosambiks zur früheren Kolonialmacht Portugal sind eng und freundschaftlich, wenngleich häufig nicht spannungsfrei. Ein reger Strom hochrangiger Besucher aus und nach Portugal sind dafür ebenso Beweis wie das deutlich zunehmende Engagement portugiesischer Unternehmer in und die Zuwanderung von Portugiesen nach Mosambik, nicht zuletzt auch aufgrund der Wirtschaftskrise in Europa.

Die Beziehungen zu Brasilien, China und Indien werden weiter ausgebaut. Chinesische Firmen sind insbesondere in Infrastrukturprojekten sehr engagiert. Indien spielt, nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Zahl seit Generationen ansässiger indisch stämmiger Mosambikaner, zunehmend eine wirtschaftliche Rolle und beteiligt sich an den großen internationalen Konsortien zum Abbau der mosambikanischen Rohstoffe. Für Brasilien gewinnt Mosambik im Rahmen der Süd-Süd-Kooperation zunehmend an Bedeutung, bietet es doch für Brasilien die Möglichkeit, sich auch auf dem afrikanischen Kontinent wirtschaftlich und entwicklungspolitisch zu betätigen. Brasilianische Firmen investieren massiv im Rohstoffbereich. So betreibt die Firma Vale das größte Kohle-Bergbauprojekt in Mosambik. Gas soll durch eine US-amerikanische und eine italienische Firma gefördert werden, was insbesondere Italien zur Intensivierung seiner Politik in Mosambik nutzt.


Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Mosambik ist Mitglied der Afrikanischen Union. Besonderes Gewicht legt Mosambik auf die regionale Zusammenarbeit und Integration im Rahmen der Southern African Development Community (SADC). Mosambik ist seit 1994 Mitglied der Islamischen Konferenz (OIC), seit 1995 auch des Commonwealth sowie seit 2006 Beobachter der Frankophonie.

Mosambik beteiligt sich auch an einer Vielzahl von Treffen im Rahmen der Gemeinschaft portugiesischsprachiger Länder (CPLP) sowie der Vereinigung afrikanischer Staaten mit portugiesischer Amtssprache (PALOP).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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