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Deutsches Archäologisches Institut

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) arbeitet weltweit in internationalen Forschungsprojekten. Seine Wissenschaftler sorgen mit verschiedenen Projekten für ein vertieftes Verständnis der Kulturen untereinander. Damit sind sie ein wichtiger Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

1829 wurde das DAI in Rom von einem Freundeskreis aus Wissenschaftlern, Künstlern und Diplomaten gegründet. Zunächst hatte es seinen Sitz auf dem Kapitol in der Villa Caffarelli, dem Haus des damaligen deutschen Gesandten Christian Karl Josias von Bunsen.

Seit 1833 hat es seinen Hauptsitz in Berlin. Neben seinen drei großen Kommissionen in Deutschland gibt es die Abteilungen in Rom, Athen, Madrid, Istanbul und Kairo. Es ist zudem mit Außenstellen in Bagdad, Teheran, Sanaa, Damaskus und seit 2010 in Peking sowie mit Forschungsstellen in Amman, Jerusalem, Lissabon, Madrid und Ulan Bator präsent.

Das DAI ist als Forschungsinstitution dem Auswärtigen Amt direkt nachgeordnet. Seine Mitarbeiter führen gemeinsam mit ihren deutschen und internationalen Partnern zahlreiche Gemeinschaftsvorhaben auf dem Gebiet der Archäologie und ihrer Nachbarwissenschaften durch. Mit ihren weltweit anerkannten Expeditions-, Ausgrabungs- und Publikationsprojekten tragen die Wissenschaftler des DAI zur Erschließung des kulturellen Erbes anderer Länder und damit auch zum Dialog und Austausch im Rahmen der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik bei.

Das DAI pflegt die Beziehungen zur internationalen Wissenschaft und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Zahlreiche bedeutende Fachwissenschaftler aus aller Welt sind dem Netzwerk des DAI als Ordentliche und Korrespondierende Mitglieder verbunden. Das DAI veranstaltet Kongresse, Kolloquien und Führungen und macht die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich.

2011 wurde Prof. Dr. Friederike Fless in Nachfolge von Prof. H. J. Gehrke und Prof. H. Parzinger als Präsidentin an die Spitze des DAI gewählt.

Beitrag zum Dialog der Kulturen

Archäologie gilt in vielen Ländern als nationale Angelegenheit; die Erforschung der eigenen Vergangenheit besitzt als Mittel kulturgeschichtlicher Identitätsfindung und Selbstdarstellung einen hohen politischen Stellenwert. Die Wissenschaftler des DAI sorgen für ein vertieftes Verständnis der Kulturen untereinander, leisten einen wesentlichen Beitrag zum Dialog der Kulturen und mehren dadurch das Ansehen Deutschlands in der Welt. Sie sind nicht nur in den klassischen Ländern der Archäologie, sondern auch in Krisengebieten und Konfliktzonen unterwegs.


Stand 23.01.2013

Ausgrabung des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes

Das DEI

Als Brückenbauer sehen sich die Archäologen des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) in Jerusalem und Amman. Die Experten erforschen die Jahrtausende alten Kulturen im Nahen Osten. Getragen wird das DEI von der Evangelischen Kirche und dem Auswärtigen Amt.