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Deutsches Archäologisches Institut

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist die weltweit führende Forschungsinstitution im Bereich der Archäologie und Altertumswissenschaften. Seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sorgen in über 300 internationalen Projekten für ein vertieftes Verständnis der Kulturen untereinander. Damit sind sie ein wichtiger Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

1829 wurde das DAI in Rom von einem Freundeskreis aus Wissenschaftlern, Künstlern und Diplomaten gegründet. Seit 1833 hat es seinen Hauptsitz in Berlin und ist seit 1874 als Forschungseinrichtung dem Auswärtigen Amt direkt nachgeordnet.  
Neben drei großen Kommissionen in Deutschland (Bonn, Frankfurt, München) gibt es Abteilungen in Rom, Athen, Madrid, Istanbul und Kairo. Es ist zudem mit Außenstellen in Bagdad, Teheran, Sanaa, Damaskus und seit 2010 in Peking sowie mit Forschungsstellen in Amman, Jerusalem, Lissabon, Madrid und Ulan Bator weltweit präsent.

Aufgaben und Ziele

Zu den Aufgaben und Zielen des DAI gehören die weltweite archäologisch-altertumswissenschaftliche Forschung, der Erhalt des kulturellen Erbes und die Unterstützung beim Erhalt und der Pflege kultureller Identität in den Gast- und Partnerländern. Dazu werden entsprechende Infrastrukturen bereit gehalten, die der internationalen Wissenschaft zur Verfügung stehen (z. B. Bibliotheken, Archive, Fototheken). So trägt das DAI zum Aufbau internationaler Wissenschaftsbeziehungen bei, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und ist ein wesentlicher Akteur der Außenwissenschaftspolitik sowie der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Das Deutsche Archäologische Institut fördert das Verständnis früher Kulturen der Menschheitsgeschichte mit ihrer oft bis in unsere Zeit hineinreichende Bedeutung. Es vermittelt Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen und populären Publikationen, in Gastländern häufig in der Landessprache, erschließt und stellt analoge und digitale Wissensarchive für die internationale Forschung bereit und vermittelt Forschungsergebnisse in Ausstellungen. Site Management und Maßnahmen des Kulturerhalts gehören ebenso zu den Aufgaben des DAI wie die regionale Wirtschaftsförderung durch die touristische Erschließung antiker Plätze sowie – im Sinne eines lokalen Capacity Building – die Einrichtung von Bauhütten als Grundlage für eigenständige Maßnahmen zum Kulturerhalt.

Darüber hinaus beteiligt sich das DAI an Studiengängen in Deutschland und im Ausland, seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betreuen Bachelor- und Masterarbeiten, Promotions- und Habilitationsvorhaben, aber auch Workshops und Summerschools zur Aus- und Weiterbildung in den Gast- und Partnerländern. Hier wird das DAI in vielfältiger Weise auch beratend tätig, ebenso wie in der Politik oder für die UNESCO .

Beitrag zum Dialog der Kulturen

Archäologie gilt in vielen Ländern als nationale Angelegenheit; die Erforschung der eigenen Vergangenheit besitzt als Mittel kulturgeschichtlicher Identitätsfindung und Selbstdarstellung einen hohen politischen Stellenwert. Das DAI sorgt für ein vertieftes Verständnis der Kulturen untereinander, leistet einen wesentlichen Beitrag zum Dialog der Kulturen und mehrt dadurch das Ansehen Deutschlands in der Welt. Es ist nicht nur in den klassischen Ländern der Archäologie, sondern auch in Krisengebieten und Konfliktzonen unterwegs.


Stand 06.07.2015

Magazin "Archäologie Weltweit"

"Archäologie Weltweit" ist das Magazin des Deutschen Archäologischen Instituts für eine breite interessierte Öffentlichkeit. Es berichtet zwei Mal im Jahr über die Arbeit des DAI und erzählt darin Geschichten über die Fähigkeit der Archäologie, alte Rätsel zu lösen, aber auch darüber, wie Erkenntnisse über die Antike für Gegenwart und Zukunft nutzbar gemacht werden können – mit oft überraschenden Ergebnissen. Mehr dazu:

www.dainst.org/archaeologie-weltweit

Sonderausgabe "Review-Prozess. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik weiter denken" (PDF, 2 MB)

Sonderausgabe "Welterbe. Wissenschaft und Grundlagenforschung" (PDF, 3 MB)

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