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Konflikte um Ressourcen besser managen
Der Bericht der Transatlantic Academy
Wichtige Ressourcen wie Wasser, Land, Energie und Mineralien werden immer knapper. Dies liegt am Bevölkerungswachstum, der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern - aber auch am Fehlen geeigneter Plattformen zur Konfliktlösung und zum Ressourcenmanagement. Ein Bericht der 'Transatlantic Academy' geht diesem Problem nach. In einer gemeinsamen Veranstaltung des Auswärtigen Amts, der Transatlantic Academy und des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen wurde er am 6. Juni in Berlin vorgestellt.
Der Bericht der Transatlantic Academy greift eine Reihe aktueller und potentieller Konflikte auf, die auf die Verknappung von Ressourcen zurückgehen: Wasserprobleme im Nahen Osten, im Nilbecken und in Asien, bewaffnete Konflikte zwischen Sudan und Südsudan um die Nutzung der Ölquellen, mögliche Konflikte über die Ausbeutung von Öl und Gas aus der Arktis, Mineralienabbau in der Demokratischen Republik Kongo, um nur einige zu nennen. Sie können sich verheerend auf die Lebensbedingungen der örtlichen Bevölkerung und auf das friedliche Zusammenleben von Völkern auswirken. Nicht umsonst gelten gewaltsame Auseinandersetzungen um Ressourcen als eines der größten Sicherheitsrisiken des 21. Jahrhunderts.
Der "Ressourcen-Nexus"
Ölforderung führt zu Konflikten zwischen Sudan und Südsudan - und zu Umweltschäden
© picture-alliance/dpa
Als eine Konfliktursache werden Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Ressourcen herausgestellt ("Ressourcen Nexus"). Beispielsweise kann ein höherer Bedarf an Lebensmitteln zu steigendem Wasserverbrauch in der Landwirtschaft und schließlich zur Verknappung von Trinkwasser führen. Wichtig ist dabei, dass aus Sicht der Autoren nicht einmal die Verknappung der Ressourcen an sich die entscheidende Rolle spielt, sondern die fehlenden internationalen Strukturen, um Ressourcen besser zu managen und Konflikte zu lösen.
Staatssekretärin Haber eröffnet die Veranstaltung
© AA
Staatssekretärin Emily Haber, die die Veranstaltung im Auswärtigen Amt eröffnete, sagte: "Es ist in der Tat eine gute Idee, über multilaterale Plattformen für den Dialog, Vertrauensbildung und das gemeinsame Management knapper Ressourcen nachzudenken." Sie verwies auch auf regionale Initiativen wie etwa die "Wasserinitiative" des Auswärtigen Amts für Zentralasien.
Die Autoren des Berichts schlagen vor, dass die transatlantische Gemeinschaft die Führung übernimmt und Vorschläge zu Stärkung des institutionellen Rahmens entwickelt. Dabei sollten die Partner auf beiden Seiten des Atlantiks auch andere wichtige Akteure wie Indien und China einbinden.
Die 'Transatlantic Academy' wurde 2007 in Zusammenarbeit des German Marshall Fund of the United States und der ZEIT-Stiftung gegründet. Weitere Partnerinstitutionen kamen später hinzu. Die Academy erhielt eine Anschubfinanzierung durch das Programm der Bundesregierung für Transatlantische Begnung. Ziel der interdisziplinären Forschungseinrichtung ist es, für die transatlantischen Partner gemeinsame Herangehensweisen an langfristige Herausforderungen zu entwickeln.
- Bericht der Transatlantic Academy: "The Global Resource Nexus" als Download (Englisch) PDF | 11 MB
- Website der 'Transatlantic Academy' (Englisch)
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Rede von Staatssekretärin Haber zur Vorstellung des Berichts der "Transatlantic Academy" zu Ressourcenkonflikten
Stand 06.06.2012
