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Kongo Demokratische Republik Kongo

Beziehungen zu Deutschland

Stand: August 2016

Politische Beziehungen

Deutschland hat unmittelbar nach der Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Kongo am 30. Juni 1960 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Seit dem Ende der Kongo-Kriege 2002 und dem Beginn der Übergangsphase (2002 bis 2006) hat Deutschland gemeinsam mit seinen europäischen Partnern und der internationalen Gemeinschaft den politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbauprozess maßgeblich unterstützt. 

Die Bundeswehr unterstützte die Sicherung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2006 und stellte mit ca. 800 Soldaten rund die Hälfte der europäischen "EUFOR"-Mission. Deutschland trug außerdem zur Einsatzführung der Mission bei. Staatspräsident Joseph Kabila besuchte Deutschland 2002 und 2004. Der damalige Bundesminister Niebel besuchte die Demokratische Republik Kongo im Januar 2010.  Im Februar 2015 reiste Bundesaußenminister Steinmeier mit einer 80 Personen starken Delegation nach Kinshasa und Goma. Der Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Müller besuchte Kinshasa im März 2015.

Außerdem werden lebendige Kontakte auf Länder- und kommunaler Ebene sowie informell im humanitären und kirchlichen Bereich gepflegt.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist ein wichtiges Partnerland der Demokratischen Republik Kongo. Aus deutscher Sicht ist das Land wichtigster Empfängerstaat in Afrika. Im Rahmen von 2015 in Berlin durchgeführten Regierungsverhandlungen hat die Bundesregierung der DR Kongo 153,4 Millionen Euro für die Fortsetzung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren zugesagt.

Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind:

  • Management natürlicher Ressourcen (Umwelt/Forst und mineralische Rohstoffe),
  • Trinkwasser- und Sanitärversorgung
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Deutschland und die DR Kongo haben zudem vereinbart, ihre Zusammenarbeit beim Schutz des Tropenwaldes auszubauen. Zusätzlich zu 39 Millionen Euro für die Fortführung des Biodiversitäts- und Waldschutzprogramms stellt Deutschland 10 Millionen Euro für ein neues Aufforstungsprojekt zu Verfügung.

Deutschland finanziert außerdem einen Friedensfonds zur Stabilisierung der Lage im Ostkongo (20 Millionen Euro) sowie Vorhaben zur Reintegration von Binnenflüchtlingen (15 Millionen Euro).

Deutschland leistet in erheblichem Umfang humanitäre und entwicklungsorientierte Struktur- und Übergangshilfe sowie Unterstützung für Konfliktbearbeitung, Krisenprävention und Friedenserhaltung.

Wirtschaftbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo sind gering ausgeprägt.

Die Bundesrepublik führte 2015 Waren (hauptsächlich KfZ, Maschinen, Elektronik) im Wert von 149 Millionen Euro (Rang 115) in die Demokratische Republik aus und im Wert von 81 Millionen Euro (Rang 107; hauptsächlich Kupfer) von dort ein.

Es gibt nur wenige deutsche Firmen in der Demokratischen Republik Kongo. Ein bilateraler Investitionsschutz- und -fördervertrag besteht seit 1969. 

Kulturelle Beziehungen

Im Hochschulsektor vergibt die Bundesrepublik Deutschland Postgraduierten-Stipendien und empfängt Wissenschaftler aus der Demokratischen Republik Kongo zu Forschungsaufenthalten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert in Kinshasa ein Exzellenzzentrum für Mikrofinanzen (Centre Germano-congolaise de la Microfinance), das gemeinsam von der Université Protestante au Congo und der Frankfurt School of Finance and Management betrieben wird. Weitere Initiativen, zum Beispiel ein von der Universität Würzburg betreutes Stipendienprogramm, fördern den wissenschaftlichen Austausch zwischen den beiden Ländern.

Die kulturellen Beziehungen sind geprägt durch eine Vielzahl privater Kooperationsprojekte. Hervorzuheben ist dabei die durch das Auswärtige Amt geförderte Zusammenarbeit zwischen dem WDR-Rundfunkorchester und dem Orchestre Symphonique Kimbanguiste

Seit 2015 unterhält das Goethe-Institut ein Verbindungsbüro in Kinshasa. Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Hanns-Seidel-Stiftung unterhalten Büros in Kinshasa.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Die Demokratische Republik Kongo ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit.
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