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Somalia

Außenpolitik

Stand: März 2014

Rahmenbedingungen

Somalia ist Mitglied in den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, der Liga Arabischer Staaten, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC, früher Organisation der Islamischen Konferenz) und der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) 

Das Gebiet der ehemaligen britischen Kolonie Somaliland im Nordwesten des Landes hat sich 1991 als „Republik Somaliland“ für unabhängig erklärt, ist bislang international allerdings nicht anerkannt. Es bemüht sich nach wie vor, internationale Unterstützung für das Ziel der Anerkennung zu gewinnen. Gleichwohl bestehen unterhalb der Schwelle der förmlichen Anerkennung freundschaftliche Beziehungen zu Staaten in der Region (Äthiopien, Dschibuti) und darüber hinaus. Somaliland hat einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Afrikanischen Union (AU) gestellt. Es ist nicht zu erwarten, dass dieser Antrag in absehbarer Zeit positiv beschieden wird.

Beziehungen zu den Nachbarländern

Den Schwerpunkt der Außenpolitik der somalischen Bundesregierung bildet neben der Einwerbung finanzieller Unterstützung durch internationale Geber die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Äthiopien, Dschibuti und Kenia, insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung der radikalislamistischen Terrorgruppe al-Schabaab. Alle drei Nachbarländer stellen Soldaten für AMISOM, die Mission der Afrikanischen Union in Somalia, außerdem Uganda, Burundi und Sierra Leone. Die vom VN-Sicherheitsrat mandatierte AMISOM hat derzeit eine Truppenstärke von über 22.000.

Für die somalische Regierung unter Präsident Hassan Sheikh Mohamud sind auch die Beziehungen zu den benachbarten Golfstaaten von herausgehobener Bedeutung. Es besteht eine besondere Verbundenheit zu den Staaten auf der arabischen Halbinsel. Insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar sind bilateral stark in Somalia engagiert. Mit Jemen verbinden Somalia zudem Handelsverflechtungen.

Zudem bestehen vergleichsweise enge Verbindungen mit den früheren Kolonialmächten Großbritannien und Italien, aber auch mit den USA, Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen und den Niederlanden: In diesen Ländern gibt es eine gut organisierte und relativ große somalische Diaspora.

Die Europäische Union ist nach wie vor einer der größten Geber. Seit Jahren stellt sie umfangreiche Mittel für den Wiederaufbau und die Förderung innersomalischer Versöhnungs- und Friedensbemühungen sowie für AMISOM bereit.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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