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Äquatorialguinea

Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2015

Politische Beziehungen

Nach der Machtübernahme von Präsident Obiang 1979 verbesserten sich die Beziehungen Deutschlands zu Äquatorialguinea. Unter seinem Vorgänger, dem Diktator Macias, hatte es nur gelegentliche Kontakte gegeben.
Äquatorialguinea hat 2005 eine Botschaft in Berlin eröffnet. 2009 hat der damalige Außenminister Pastor Micho Ondo Bilé in Berlin Gespräche mit dem damaligen Außenminister Steinmeier, dem damaligen Wirtschaftsminister zu Guttenberg sowie dem Vorsitzenden der Parlamentariergruppe West- und Zentralafrika des Deutschen Bundestages Hartwig Fischer geführt.
Im September 2010 hat eine deutsche Botschaft in Malabo ihren Dienst aufgenommen.
Die damalige Staatsministerin Cornelia Pieper hat im November 2010 mit 30-köpfiger Wirtschaftsdelegation Malabo und Bata besucht.
Deutschland wird in Äquatorialguinea als Wunschpartner für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes gesehen.


Wirtschaftliche Beziehungen

Die bilateralen Handelsbeziehungen entwickeln sich wechselhaft, 2008 erreichten sie durch die Einfuhr von Erdöl einen Spitzenwert.
Während der deutsche Handel mit Äquatorialguinea sich 2005 noch auf 36 Millionen Euro belief, erreichte er 2008 127,7, 2009 26,8,  2013 wieder  107,1  Millionen Euro und 2014 81,6 Millionen Euro.
Die deutschen Ausfuhren beliefen sich 2014 auf rund 19,4 Millionen Euro, die Einfuhren auf rund 62,2 Millionen Euro. Deutschland exportiert hauptsächlich Getränke, Fabrikationsanlagen, Maschinen und Kraftfahrzeuge und importiert Erdöl und chemische Erzeugnisse aus Äquatorialguinea.
Die vom Erdölboom ermöglichten sehr hohen Staatsausgaben für Infrastruktur und Bauten aller Art bringen auch für deutsche Unternehmen Geschäftschancen, die jedoch mit Risiken verbunden sind. Auf dem äquatorialguineischen Festland, in der Nähe von Mongomo, hat eine deutsche Firma einen Flughafen errichtet. Ein Großprojekt im Bereich der Verflüssigung von Erdgas mit deutscher Beteiligung wurde 2010 vom deutschen Partner wieder aufgegeben.
An einer äquatorialguineischen Bank war ein deutsches Unternehmen beteiligt.
Im April 2008 hat die Lufthansa eine Flugverbindung nach Malabo eingerichtet und fliegt Malabo von Frankfurt aus seit März 2012 täglich mit Zwischenstopp in Abuja (Nigeria) an.
Deutsche Entwicklungshilfe wurde bis Mitte der 1990er Jahre geleistet. Seither ist Äquatorialguinea wegen seiner Erdöl- und Erdgaseinnahmen nicht mehr auf ausländische Finanzierung seiner Entwicklung angewiesen.


Kulturelle Beziehungen

Zwischen Äquatorialguinea und Deutschland bestehen kaum kulturelle Beziehungen. Es gibt kein Kulturinstitut, nur wenige ehemalige Stipendiaten und keinen Deutschunterricht an äquatorialguineischen Schulen oder Universitäten.
Die Deutsche Botschaft in Malabo hat in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstituten mehrere Filmwochen veranstaltet, einen Sprachkurs ins Leben gerufen, eine Ausstellung zur Geschichte deutschen Engagements in Äquatorialguinea entworfen sowie eine Mädchenfußballmannschaft mit Trikots und Bällen ausgestattet.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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