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Äquatorialguinea

Beziehungen zu Deutschland

Stand: November 2012

Nach der Machtübernahme von Präsident Obiang 1979 verbesserten sich die Beziehungen Deutschlands zu Äquatorialguinea. Unter seinem Vorgänger, dem Diktator Macias, hatte es nur gelegentliche Kontakte gegeben. Deutsche Entwicklungshilfe wurde bis Mitte der 1990er Jahre geleistet. Seither ist Äquatorialguinea wegen seiner Erdöl- und Erdgaseinnahmen nicht mehr auf ausländische Finanzierung seiner Entwicklung angewiesen.

Die bilateralen Handelsbeziehungen entwickeln sich wechselhaft, sie sind in 2011 durch die Einfuhr von Erdöl nach einer längeren Stagnation wieder angestiegen. Während der deutsche Handel mit Äquatorialguinea 2005 noch 36 Millionen Euro betrug, erreichte er 2008 127,7 , 2009 26,8, 2010 27,3 und 2011 65,7 Millionen Euro. Die deutschen Ausfuhren beliefen sich 2011 auf rund 36,4 Millionen Euro, die Einfuhren auf rund 29,4 Millionen Euro. Deutschland exportiert hauptsächlich Getränke, Fabrikationsanlagen, Maschinen und Kraftfahrzeuge und importiert Erdöl und chemische Erzeugnisse  aus Äquatorialguinea.

Die vom Erdölboom ermöglichten sehr hohen Staatsausgaben für Infrastruktur und Bauten aller Art bringt auch für deutsche Unternehmen Geschäftschancen, die jedoch mit Risiken verbunden sind. Auf dem äquatorialguineischen Festland, in der Nähe von Mongomo, hat eine deutsche Firma einen Flughafen errichtet. Ein Großprojekt im Bereich der Verflüssigung von Erdgas mit deutscher Beteiligung wurden 2010 vom deutschen Partner wieder aufgegeben.

An einer äquatorialguineischen Bank ist ein deutsches Unternehmen beteiligt.

Im April 2008 hat die Lufthansa eine Flugverbindung nach Malabo eingerichtet und fliegt Malabo von Frankfurt aus seit März 2012 täglich mit Zwischenstop in Abuja (Nigeria) an.

Äquatorialguinea hat 2005 eine Botschaft in Berlin eröffnet. 2009 hat der damalige Außenminister Pastor Micho Ondo Bilé in Berlin Gespräche mit dem damaligen Außenminister Steinmeier, dem damaligen Wirtschaftsminister zu Guttenberg sowie dem Vorsitzenden der Parlamentariergruppe West- und Zentralafrika des Deutschen Bundestages Hartwig Fischer geführt. Im September 2010 hat eine deutsche Botschaft in Malabo ihren Dienst aufgenommen. Staatsministerin Cornelia Pieper hat im November 2010 mit 30-köpfiger Wirtschaftsdelegation Malabo und Bata besucht.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.