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Sambia

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: September 2012

Bildungspolitik

Das in den ersten Jahren der Unabhängigkeit insbesondere im Grundschulbereich landesweit ausgebaute Erziehungssystem leidet immer noch unter dem wirtschaftlichen Niedergang von etwa 1970 bis 2000. Insbesondere in den ländlichen Gebieten gibt es große Probleme im Schulwesen. Die Gebäudeinfrastruktur ist vielerorts ungenügend, und es fehlt an Ausrüstungs- sowie Lehrmaterial. Lehrer sind von HIV/Aids besonders stark betroffen.

Das Schulgeld wurde für die Grundschulen abgeschafft, den Schulen aber keine zusätzlichen Mittel zugewiesen.

Im 6. Nationalen Entwicklungsplan und bei den Millenium Development Goals ist der Bereich Bildung und Erziehung von zentraler Bedeutung und wird von mehreren Gebern unterstützt.

Zugang zu einer weiterführenden Schule ist nur für zahlende Schüler möglich. Der Sekundar- und Berufsschulbereich sowie die mittlerweile fünf Landesuniversitäten, davon zwei für Lehrer/Lektorenausbildung (circa 10.000 Studenten) sind gleichfalls von Personal- und Ausstattungsengpässen betroffen.

Die Alphabetisierungsrate hat sich auf knapp über 70 Prozent verbessert.


Kultur

Das kulturelle Leben ist in Sambia auf Lokal- und Stammesebene vielfältig. Traditionen werden vornehmlich in Form von Tanz, Musik, Theater und Festivitäten (wie die Kuomboka Zeremonie) weitergegeben.

Öffentliche Kulturförderung findet aufgrund fehlender Mittel kaum statt.

Die sambische Musikszene ist größtenteils von südafrikanischen und kongolesischen Einflüssen geprägt und beschränkt sich vornehmlich auf Rock– und Popmusik.

In den letzten Jahren hat sich mit Unterstützung verschiedener Geber eine sambische Filmszene entwickelt.

Der Aufnahme nichtafrikanischen Kulturguts sind in Sambia enge Grenzen gesteckt. Westliche Kulturvorstellungen sind für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht relevant.

Sambia ist ein sportbegeistertes Land, insbesondere Fußball hat viele Anhänger. Im Februar 2012 hat Sambia zum ersten Mal in der Fußballgeschichte des Landes den African Cup of Nations gewonnen. Auf Lokalebene gibt es verschiedene größere und kleinere Sportvereine, die trotz des erheblichen Mangels an Sportmaterial und Sportausrüstung versuchen, den Jugendsport, insbesondere auch den Mädchensport, zu fördern. Das im Jahre 2010 in Lusaka neu eröffnete und vom Internationalen Olympische Komitee mitfinanzierte „Olympic Youth Development Centre“ soll verstärkt den Breiten- Jugendsport fördern.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.