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Der Klimawandel - eine außenpolitische Herausforderung

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und auch eine zentrale außenpolitische Aufgabe. Zwar hat sich das Klima im Verlauf der Erdgeschichte immer wieder verändert. Doch hat sich der Wandel seit der industriellen Revolution so stark beschleunigt, dass der Einfluss des Menschen auf das Strahlungsgleichgewicht der Erde - den sogenannten natürlichen Treibhauseffekt – nicht mehr zu leugnen ist. Der Mensch hat durch die Anreicherung der Atmosphäre mit Treibhausgasen (vor allem CO2) zu einer Erwärmung der Erdoberfläche beigetragen.

Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Häufung und Schwere von Missernten, Überschwemmungen, Dürren und Stürmen verdeutlichen die Abhängigkeit der Menschen von den klimatischen Bedingungen. Hinzu kommt eine zunehmende Verwundbarkeit der Menschheit durch Bevölkerungswachstum, weltumspannende Lieferketten und den Ausbau sensibler Infrastruktur. Klimaveränderungen haben massive Folgen für die Nahrungsmittel-, Wasser- und Energiesicherheit, für die Weltwirtschaft und die Beziehungen der Staaten untereinander.

Internationaler Klimaschutz als zentrale außenpolitische Aufgabe

Beim internationalen Klimaschutz geht es also nicht ausschließlich um umweltpolitische Fragen: auch die Wirtschafts-, Sicherheits-, Entwicklungs-, Gesundheits- und Verkehrspolitik vieler Staaten muss einbezogen werden. Gleichzeitig gilt es, mögliche außenpolitische Folgen zu bedenken. Klimaaußenpolitik strebt danach, diesen Aspekten in unseren bilateralen und multilateralen Beziehungen einen angemessenen Stellenwert zukommen zu lassen. Hierbei stimmt sich das Auswärtige Amt eng mit den anderen zuständigen Bundesministerien, insbesondere dem Bundesumweltministerium, ab.

Drei Ziele stehen im Zentrum der Klimaaußenpolitik des Auswärtigen Amts:

  • Unterstützung der internationalen Klimapolitik
  • Die Auseinandersetzung mit außen- und sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels unter dem Begriff Klima und Sicherheit
  • Dialog mit dem Ausland für mehr Klimaschutz

Internationale Klimapolitik

Das Auswärtige Amt unterstützt die vom Bundesumweltministerium geleitete Delegation bei den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen vor allem durch die Lieferung von Fakten und Analysen aus den deutschen Auslandsvertretungen. Diese Informationen helfen den deutschen Verhandlern, die Positionen anderer Staaten besser zu verstehen und Kompromisslösungen auszuloten.

Daneben flankiert das Auswärtige Amt die Arbeit der Verhandler, indem es Einzelaspekte in Gesprächen mit Regierungsvertretern anderer Staaten thematisiert und Veranstaltungen dazu durchführt. So war Außenminister Steinmeier Gastgeber eines Empfangs insbesondere für die vom Klimawandel besonders betroffenen Inselstaaten am Rande des Klima-Sondergipfels des VN-Generalsekretärs im September 2014 in New York. Die Rede von Außernminister Steinmeier beim Empfang finden Sie hier.  

Weitere Informationen

Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und Klimaverhandlungen

Das Kyoto-Protokoll

Der Weltklimarat (IPCC)


Stand 22.12.2014

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