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Senegal

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2016

Politische Beziehungen

Deutschland und Senegal verbinden gute politische Beziehungen. Eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit (einziger Schwerpunkt seit Ende 2015: Erneuerbare Energien) bildet dafür eine wichtige Grundlage. Im Juni 2015 nahm Staatspräsident Macky Sall am outreach-Teil des G-7-Gipfels auf Schloss Elmau teil, wo er unter anderem Bundeskanzlerin Merkel und den Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit Müller zu Gesprächen traf.

Deutschland ist mit zehn Institutionen, die mit öffentlichen Mitteln arbeiten, in Dakar vertreten. Hierzu zählen das Goethe-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und mehrere politische Stiftungen.


Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland war für Senegal über Jahrzehnte ein wichtiger Geber im Bereich der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Die Bundesregierung erließ Senegal 2006 knapp 120 Millionen Euro an bilateralen Schulden. Während seines Besuchs im Oktober 2015 verkündete der Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Günter Nooke, eine neue Zusage für die deutsch-senegalesische Zusammenarbeit in den Jahren 2015 bis 2018 in Höhe von 53,66 Millionen Euro. Senegal ist vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als "Kooperationsland" eingestuft. Die beiden Schwerpunkte Dezentralisierung und Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung wurden Ende 2015 eingestellt, die Zusammenarbeit konzentriert sich seitdem ausschließlich auf die Erneuerbaren Energien. Im August 2016 besuchte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, den Senegal.


Wirtschaftsbeziehungen

Der Handel zwischen Deutschland und Senegal ist vergleichsweise gering. 2015 wurden Waren im Wert von rund 15,7 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt, das Exportvolumen nach Senegal betrug  103,8 Millionen Euro. Die wichtigsten Ausfuhrgüter nach Deutschland sind Nahrungsmittel und Rohstoffe. Senegal importiert aus Deutschland Maschinen, Kraftfahrzeuge und –teile sowie chemische Erzeugnisse.
Seit 1966 besteht ein deutsch-senegalesisches Investitionsschutzabkommen. Es gibt keine Außenhandelskammer-Vertretung/-Delegierten vor Ort.


Kulturelle Beziehungen

Sympathieträger ist der Sport, insbesondere Fußball. Sachspenden und Trainerkurse in Deutschland erfreuen sich großer Beliebtheit.
Wichtigster Mittler für den Kulturaustausch ist das Goethe-Institut in Dakar. Kulturprogramme in den Bereichen Musik (Teilnahme deutscher Musiker an senegalesischen Festivals), Fotografie (Ausstellungen, Workshops), Bildende Kunst und moderner Tanz sind nur einige der Facetten eines regen Austauschs.

Neben der Zusammenarbeit im Hochschulbereich (Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Alexander von Humboldt-Stiftung) sind Städte- und Schulpartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Kirchengemeinden und Diözesen (Beispiel: Thies und Bamberg) wichtige Bereiche der Zusammenarbeit.
Die deutsche Sprache nimmt in den Schulen den vierten Platz im Fremdsprachenunterricht ein. An den Universitäten Saint Louis und Dakar bestehen Deutschabteilungen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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