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Senegal

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Mai 2015

Politische Beziehungen

Deutschland und Senegal verbinden gute politische Beziehungen. Eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit bildet dafür eine wichtige Grundlage. Im März 2014 verlieh der Besuch des senegalesische Staatspräsident Macky Sall in Berlin diesen guten Beziehungen Ausdruck. Er hatte Gespräche u. a. mit Bundespräsident  Gauck und Bundeskanzlerin Merkel.

Im Februar 2014 besuchte die Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen Senegal und das von Dakar aus operierende Kontingent der Bundeswehr in der Mali-Operation, die seit dem 1. Juli 2013 unter dem Namen MINUSMA von den Vereinten Nationen geführt wird (zuvor AU-Mission AFISMA).

Deutschland ist mit zehn Institutionen, die mit öffentlichen Mitteln arbeiten, in Dakar vertreten. Hierzu zählen das Goethe-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und mehrere politische Stiftungen.


Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist für Senegal ein wichtiger Geber im Bereich der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Die Bundesregierung erließ Senegal 2006 knapp 120 Millionen Euro an bilateralen Schulden. Bei den Regierungsverhandlungen im November 2012 sagte die deutsche Seite für die Zusammenarbeit Mittel in Höhe von 57 Millionen Euro für weitere drei Jahre zu (34 Millionen Euro für die finanzielle und 23 Millionen Euro für die technische Zusammenarbeit). Senegal ist vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als „Kooperationsland“ eingestuft.


Wirtschaftsbeziehungen

Der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Senegal ist vergleichsweise gering. 2014 wurden Waren im Wert von rund 15,9 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt. Das Exportvolumen nach Senegal betrug  100,1 Millionen Euro. Die wichtigsten Ausfuhrgüter nach Deutschland sind Fischprodukte und Gemüse. Senegal importiert aus Deutschland Maschinen, chemische Erzeugnisse und Kraftfahrzeuge.

Seit 1966 besteht ein deutsch-senegalesisches Investitionsschutzabkommen. Es gibt keine Außenhandelskammer-Vertretung/-Delegierten vor Ort.


Kulturelle Beziehungen

Sympathieträger ist der Sport, insbesondere Fußball. Sachspenden und Trainerkurse in Deutschland oder unter Leitung eines vom Deutschen Olympischen Sportbund entsandten Kurzzeitexperten erfreuen sich großer Beliebtheit.

Wichtigster Mittler für den Kulturaustausch ist das Goethe- Institut, das Ende 2008 in der Nähe der Universität Cheikh Anta Diop neue Räume bezog. Kulturprogramme in den Bereichen Musik (Teilnahme deutscher Musiker an senegalesischen Festivals), Fotografie (Ausstellungen, Workshops), Bildende Kunst und moderner Tanz sind nur einige der Facetten eines regen Austauschs.

Neben der Zusammenarbeit im Hochschulbereich (Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Alexander von Humboldt-Stiftung) sind Städte- und Schulpartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Kirchengemeinden und Diözesen wichtige Bereiche der Zusammenarbeit.

Die deutsche Sprache nimmt in den Schulen den vierten Platz im Fremdsprachenunterricht ein. An den Universitäten Saint Louis und Dakar bestehen Deutschabteilungen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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