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Kiribati

Wirtschaftspolitik

Stand: April 2015

Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bestimmt von der isolierten geographischen Lage der Inseln, der geringen Landmasse und der Ausbreitung über etwa 3,5 Mio. qkm Meeresfläche. Kiribati ist eines der ärmsten Länder der Region, gehört zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Staaten (LDC) und ist daher auf ausländische Unterstützung angewiesen. Auch der Klimawandel erweist sich zunehmend als Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung (häufige Überflutung der wenigen Straßen, Erosion der Küstenregionen, Versalzung der wenigen landwirtschaftlich nutzbaren Böden). In den letzten Jahren konnte das Wirtschaftswachstum nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten. Einen Großteil seiner Einnahmen erzielt Kiribati durch den Verkauf von Fischereilizenzen, Überweisungen von im Ausland lebenden Kiribatiern (insbesondere Seeleuten) und durch die Erträge des so genannten "Revenue Equalization Reserve Fund" (RERF). Darüberhinaus tragen der Tourismus und Entwicklungshilfeleistungen aus der EU, Großbritannien, USA, Australien, Neuseeland, Kanada und Taiwan zum BIP bei.


Wirtschaftslage

Viele kiribatische Seeleute arbeiten auf ausländischen Handels- oder Fischereischiffen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten auf den Inseln selbst sind sehr beschränkt. Auf den äußeren Inseln ist die Kopra-Industrie der größte Arbeitgeber. Über Ca. 32 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre.

Die wichtigsten Exportgüter sind Kopra, Fisch, Haifischflossen und Seetang. Importiert werden nahezu alle Güter, vor allem Nahrungsmittel, Maschinen, einfache Geräte und Brennstoff. Die wichtigsten Handelspartner sind Japan, Australien, Singapur und Fidschi. Die Handelsbilanz ist permanent negativ. Kiribati ist stark abhängig von Importen. Insgesamt betrug der Wert der Exporte im Jahr 2012 5,8 Mio. US-Dollar und derjenige der Importe 108,6 Mio. US-Dollar (Quelle: VN).

Die Bruttowertschöpfung erfolgte 2010 zu 66,5 Prozent des BIP im Dienstleistungssektor,  zu 25,3 Prozent in der Landwirtschaft und zu 8,2 Prozent im produzierenden Gewerbe.

Kiribati verfügt über einen Revenue Equalization Reserve Fund (RERF), um der Einnahmevolatilität entgegenzuwirken Dieser wurde 1956 von der britischen Kolonialregierung aus den Einnahmen aus dem Phosphatabbau etabliert und wird von professionellen Fondsmanagern verwaltet, die die Vermögenswerte ausschließlich im Ausland investieren. Heute fließen teilweise auch Einnahmen aus der Vergabe von Fischereilizenzen in den Fonds.


Verkehrswesen

Das Verkehrswesen ist in Kiribati wenig entwickelt. Es gibt nur auf der Hauptinsel Tarawa und auf Kiritimati (Weihnachtsinsel) hinreichend ausgebaute Straßen. Der interinsulare Fracht- und Personenverkehr wird mit kleinen, teilweise veralteten Schiffen abgewickelt, welche die einzelnen Inseln im Zweiwochenrhythmus anlaufen. Die Pacific Forum Line betreibt einen Zubringerdienst, der Kiribati in sechswöchigem Abstand mit Fidschi verbindet. Auf allen bewohnten Inseln der Gilbert-Gruppe gibt es Landepisten für kleinere Flugzeuge. Sie werden durch eine lokale Fluggesellschaft in unregelmäßigen Abständen angeflogen. Der internationale Flughafen in Tarawa wurde von China für Flugzeuge des Typs Boeing 737 ausgebaut. Die Anreise nach Kiribati ist dennoch zeitraubend und kostspielig, was auch der Entwicklung des Tourismus enge Grenzen setzt. Derzeit besuchen etwa 4.000 Touristen jährlich Kiribati. Die meisten Besucher kommen von Hawaii, um die Wildnis und die einzigartigen Angelmöglichkeiten auf der Kirimati Insel (Weihnachtsinsel) zu erleben. 


Umweltbedingungen

Durch das Bevölkerungswachstum, die zunehmende Konzentration der Bevölkerung auf Süd-Tarawa (ca. 4.905 Einwohner pro qkm) und die Abfallproblematik werden die Umweltbelastungen im "Ballungsraum" der Hauptstadt immer größer, während auf den anderen Inseln Umweltbelastungen noch kaum festzustellen sind. Das Land hat mit zunehmender Verunreinigung des Grundwassers, mit Überfischungsproblemen und Verunreinigung der Lagune von Tarawa sowie mit wachsenden Problemen durch Küstenerosion zu kämpfen. Da bis auf die Insel Banaba kein Punkt des Landes höher als 2 Meter über dem Meeresspiegel liegt, sieht sich Kiribati in ganz besonderem Ausmaß von den Folgen des Treibhauseffekts und Klimawandels bedroht.

Im Januar 2008 hat Kiribati entschieden, die Phoenixinseln zu einem der größen Naturschutzgebiete der Welt zu erklären. Das Gebiet zwischen Fidschi und Hawaii umfasst 408.250 km2 und beherbergt Unterwassergebirge, Korallenriffe und über 520 Fischarten. 2010 wurde es in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.


Umweltbedingungen

Durch das Bevölkerungswachstum, die zunehmende Konzentration der Bevölkerung auf Süd-Tarawa (ca. 4.905 Einwohner pro qkm) und die Abfallproblematik werden die Umweltbelastungen im "Ballungsraum" der Hauptstadt immer größer, während auf den anderen Inseln Umweltbelastungen noch kaum festzustellen sind. Das Land hat mit zunehmender Verunreinigung des Grundwassers, mit Überfischungsproblemen und Verunreinigung der Lagune von Tarawa sowie mit wachsenden Problemen durch Küstenerosion zu kämpfen. Da bis auf die Insel Banaba kein Punkt des Landes höher als 2 Meter über dem Meeresspiegel liegt, sieht sich Kiribati in ganz besonderem Ausmaß von den Folgen des Treibhauseffekts und Klimawandels bedroht.

Im Januar 2008 hat Kiribati entschieden, die Phoenixinseln zu einem der größen Naturschutzgebiete der Welt zu erklären. Das Gebiet zwischen Fidschi und Hawaii umfasst 408.250 km2 und beherbergt Unterwassergebirge, Korallenriffe und über 520 Fischarten. 2010 wurde es in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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