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Japan

Beziehungen zwischen Japan und Deutschland

Stand: März 2014

Grundlagen

Das bilaterale Verhältnis Deutschlands zu Japan ist traditionell freundschaftlich. In den vergangenen Jahrzehnten hat es sich zu einer engen außenpolitischen Zusammenarbeit verdichtet. 2011 feierten Deutschland und Japan den 150. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

Als Mitgliedsstaaten der G8 und G20 teilen Deutschland und Japan gemeinsame Werte und sind politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich miteinander verbunden. Als Partner in globaler Verantwortung arbeiten sie eng zusammen, bei Fragen der Abrüstung und Nichtverbreitung wie auch in Afghanistan und bei der Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias. Bei Überlegungen zur Reform des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gibt es eine enge politische Abstimmung im Rahmen der G4 (gemeinsam mit Brasilien und Indien). Die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereich zwischen zwei führenden Wirtschaftsmächten bietet ebenfalls großes Entwicklungspotenzial. Japan ist nach China wichtigster Wirtschafts- und Handelspartner Deutschlands in Asien. Besuche deutscher Parlamentarier in Japan haben in jüngerer Vergangenheit erneut zugenommen. Reisemöglichkeiten für japanische Politiker sind aufgrund der strikten Anwesenheitspflicht im japanischen Parlament dagegen erheblich eingeschränkt. Dennoch ist in jüngerer Zeit zum Beispiel Außenminister Kishida (LDP) im Februar 2014 für ein bilaterales Gespräch mit Bundesaußenminister Dr. Steinmeier am Rande der 50. Münchner Sicherheitskonferenz, insbesondere zu den Territorialkonflikten im Süd- und Ostchinesischen Meer, nach Deutschland gereist. Bilaterale Gespräche auf Staatssekretärsebene finden regelmäßig statt, zuletzt im Oktober 2013 in Tokyo.

Wichtigste multilaterale Foren für die Zusammenarbeit mit Japan sind die Vereinten Nationen, die G8- und die G20-Gruppe sowie die Europäisch-Asiatischen Gipfeltreffen (ASEM). Die EU ist darüber hinaus Mitglied im ASEAN Regional Forum (ARF), in dem sicherheitspolitische Fragen in Asien diskutiert werden. Die laufenden Verhandlungen für ein EU-Japan-Freihandelsabkommen einerseits und ein umfassendes politisches Rahmenabkommen andererseits zielen auf eine weitere Aufwertung der strategischen Wertepartnerschaft der Europäischen Union mit Japan.


Besuchsaustausch

Auf hoher und höchster Ebene herrscht ein regelmäßiger Besucheraustausch. Der höchstrangige deutsche Besuch in Japan in jüngerer Vergangenheit war die Reise des damaligen Bundespräsidenten Wulff im Oktober 2011. Der japanische Kaiser Akihito war zuvor 1993 zu einem Staatsbesuch in Deutschland. Kronprinz Naruhito besuchte im Juni 2011 Berlin. Im Dezember 2013 war Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder zu Besuch in Tokyo.

Die Außenminister treffen sich regelmäßig am Rande multilateraler Konferenzen. Mit seinem Japanbesuch vom 2. April 2011 unterstrich der damalige Bundesaußenminister Westerwelle deutsche Anteilnahme und Solidarität mit Japan nach der Erdbebenkatastrophe vom 11. März 2011. Gemeinsam mit seinem Kabinettskollegen Entwicklungsminister Niebel besuchte er Japan erneut im Juli 2012 im Rahmen der Tokyoter Afghanistan-Konferenz. Der damalige Außenminister Matsumoto war 2011 zweimal in Deutschland, anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz und des Berliner Ministertreffens der Nichtverbreitungs- und Abrüstungsinitiative. Im Februar 2014 nahm Außenminister Kishida an der 50. Münchner Sicherheitskonferenz teil.

Bundestagsabgeordnete besuchen ebenfalls regelmäßig das Land, in jüngster Zeit u.a. der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder, der seinerzeitige außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich und die atompolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sylvia Kotting-Uhl sowie der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos.

Im Mai 2013 reiste der baden-württembergische Ministerpräsident und seinerzeitige Bundesratspräsident Winfried Kretschmann nach Japan und wurde dort von Kronprinz Naruhito empfangen. Bei einem Besuch in der Präfektur Fukushima informierte er sich über den Stand des Wiederaufbaus in der von Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe 2011 betroffenen Region.

Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium der Verteidigung und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterhalten einen Beamtenaustausch mit ihren jeweiligen japanischen Partnern. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hält regelmäßige Konsultationen auf Leitungsebene mit dem japanischen Partnerministerium ab. Das Bundesministerium der Justiz führt jährlich rechtspolitische Konsultationen auf Staatssekretärsebene mit dem japanischen Justizministerium durch. Es findet zudem ein regelmäßiger Austausch von Richtern mit Praktika und Informationsbesuchen statt.


Wichtige bilaterale Foren und Gremien

Dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) kommt bei der Pflege der bilateralen Beziehungen besondere Bedeutung zu. Das JDZB ist ein Institut mit breitem Tätigkeitsfeld in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik. Es wurde 1985 auf Initiative von Premierminister Yasuhiro Nakasone und Bundeskanzler Helmut Kohl gegründet und wird von der Bundesregierung, dem Senat Berlin und der japanischen Regierung gemeinsam finanziert.

Neben hochkarätigen Symposien, Vortragsveranstaltungen, Ausstellungen und Konferenzen in Japan und Deutschland ist das JDZB deutsches Sekretariat des im jährlichen Wechsel in Deutschland und Japan tagenden „Deutsch-Japanischen Forums“ (zuletzt im Oktober 2013 in Tokyo). Das DJF unterbreitet den beiden Regierungen Vorschläge zur Gestaltung der bilateralen Beziehungen und zur gemeinsamen Wahrnehmung globaler Verantwortung. Ihm gehören unabhängige hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie den Medien an.


Wirtschaftsbeziehungen

Die Weltwirtschaft befindet sich angesichts der Lage in der Eurozone und der ungelösten Schuldenproblematik in den USA in einer schwierigen Situation; Japan hat darüber hinaus innenpolitisch weiterhin mit der Bewältigung der Katastrophe vom 11. März 2011 zu kämpfen. Die Folgen der Ereignisse in Japan für die weltweite Produktion, für den Welthandel und für die deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen scheinen geringer auszufallen als zunächst befürchtet. Die japanische Industrieproduktion hat sich über den Sommer 2011 schneller als erwartet erholt und zum Jahresende ihr Vorkrisenproduktionsniveau wieder erreicht. Im Jahr 2012 konnte ein Wachstum des BIP von 2% verzeichnet werden.

Nachdem der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Japan 2009 über 30% eingebrochen war, ist das Handelsvolumen 2012 im vierten Jahr in Folge gestiegen. Japanische Importe aus Deutschland betrugen 2012 rund 17,1 Mrd. USD, nach 15,1 Mrd. USD im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 13,2%. Japanische Exporte nach Deutschland hatten 2012 ein Volumen von 21,8 Mrd. USD, nach 23,6 Mrd. USD im Vorjahr, was einem Rückgang um 7,6% entspricht. Bei den deutschen Importen belegte Japan im Jahr 2012 Platz 16 aller Importeure und bei den Exporten Platz 15 aller deutschen Außenhandelspartner.

Im „Ease of Doing Business“-Index der Weltbank rangiert Japan vier Plätze hinter Deutschland auf Rang 24 (von 185 gelisteten Ländern). Allerdings schneidet der Inselstaat in den Kategorien „Starting a Business“ (Rang 114) und „Paying Taxes“ (Rang 127) unter den Industrieländern relativ schlechter ab als noch im Vorjahr.

Der Anteil Japans am Welthandel ist zwar mit 4,6% geringer als der Anteil Deutschlands (9,0%), liegt damit aber immer noch auf Platz vier der internationalen Vergleichsliste. Die vergleichsweise niedrigen Zahlen drücken aber nur unzureichend die Bedeutung Japans für die Weltwirtschaft und für die deutsche Produktion aus. Denn viele deutsche Produkte sind auf Komponentenzulieferungen aus dem Hochtechnologieland Japan angewiesen. Sie können kaum substituiert werden, denn je komplexer die Vorprodukte sind, desto schwieriger sind alternative Anbieter zu finden. Japanische Unternehmen besitzen auf einigen Produktmärkten, etwa für elektronische Steuer- und Speicherbausteine, eine weltweit herausragende Stellung.

Die Verflechtung beider Volkswirtschaften im Finanzsektor ist vergleichsweise gering. Aufsehen erregte 2011 der Kauf von europäischen EFSF-Anleihen im Umfang von rund 3 Mrd. Euro durch die japanische Regierung und die Ankündigung der Regierung in Tokyo, ggfs. weitere Anleihen des EFSF zeichnen zu wollen. Darüber hinaus hat die japanische Regierung zur Stützung des Euro ihre IWF-Einlagen deutlich aufgestockt.


Wissenschaftsbeziehungen

Seit 1974 besteht ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit auf wissenschaftlich-technologischem Gebiet. Schwerpunkte der öffentlich geförderten bilateralen Zusammenarbeit sind derzeit Meeresforschung, Geowissenschaften, Lebenswissenschaften, physikalische Grundlagenforschung und Umweltforschung. Neben dem Abkommen auf der Regierungsebene bestehen zur Zeit mehr als 300 Kooperationsvereinbarungen zwischen deutschen und japanischen Hochschulen, ergänzt durch zahlreiche Projektabkommen und Kooperationsvereinbarungen außeruniversitärer Forschungsinstitute wie der Fraunhofer Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. mit japanischen Partnerorganisationen. Im Februar 2013 wird zudem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sein Büro in Tokyo eröffnen. Die Kooperation wurzelt auch in dem regelmäßigen Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Rahmen von Stipendienprogrammen des DAAD und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung sowie durch die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekte in Zusammenarbeit mit der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS).

Um den deutschen Beitrag zur Internationalen Zusammenarbeit im Wissenschaftsbereich noch sichtbarer zu machen, wurde im Rahmen der „Initiative Außenwissenschaftspolitik“ (als Beitrag des Auswärtigen Amts zur Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung vom Februar 2008) auch in Tokyo ein Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) geschaffen. Konsortialführer für das Projekt in Tokyo sind die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (DIHKJ) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Am 6. Oktober 2010 fand in Tokyo das erste deutsch-japanische Wissenschafts- und Innovationsforum mit dem deutschen Nobelpreisträger Harald zur Hausen statt, eine ähnliche Großveranstaltung wird am 25./26. Oktober 2013 mit den Deutschen Wissenschaftstagen an der Universität Kyoto erneut stattfinden. 2011 und 2012 führte das DWIH eine Reihe von deutsch-japanischen Workshops zu wichtigen Feldern der bilateralen Kooperation (wie Nanomaterialien zum Einsatz im Energiebereich, Materialwissenschaften, neurodegenerativen Erkrankungen und „Healthy Ageing“) durch und unterstützte Studienreisen und Workshops deutscher Hochschulen in Japan. Mit dem 2008 geschaffenen „German Innovation Award – Gottfried Wagener-Preis“, hinter dem zwölf technologieorientierte deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in Tokyo stehen, wird das Ziel verfolgt, nachhaltige Netzwerke und Partnerschaften deutscher Unternehmen mit japanischen Forschungsinstituten und Hochschulen zu etablieren. Die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, hatte die Schirmherrschaft übernommen. Den Vorsitz der Jury hat Professor Dr. Masuo Aizawa (CSTP) inne.


Kultureller Austausch

Der kulturelle Austausch zwischen Deutschland und Japan ist intensiv und vielseitig. Das dichte kulturelle Netzwerk mit über 60 Japanisch-Deutschen Gesellschaften in Japan, 50 Deutsch-Japanischen Gesellschaften in Deutschland, 450 bilateralen Hochschulkooperationen, ca. 250 deutschsprachigen Lektoren, derzeit 66 Städtepartnerschaften (darunter fünf Präfektur-Partnerschaften) und den drei Zweigstellen des Goethe-Instituts in Tokyo, Osaka und Kyoto ist Basis und Ausgangspunkt vielfältiger Veranstaltungen. Nach Abschluss des Jubiläumsjahres zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1861 unter dem Motto „150 Jahre Freundschaft Deutschland-Japan“ im Frühsommer 2012 wurden die intensivierten Kulturbeziehungen beider Länder mit einer Reihe attraktiver und öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen weitergeführt.

Zahlreiche Konzerte prominenter deutscher Orchester und Musiker, u.a. der hochkarätige Auftritt von Anne-Sophie Mutter, sowie erstklassige Ausstellungen deutscher Museen und Sammlungen, wie die im National Art Center Tokyo gezeigte und vielbeachtete Retrospektive des Fotographen Andreas Gursky, geben dem künstlerischen Austausch Substanz. Ein besonderer Höhepunkt war das nunmehr zum zweiten Mal durchgeführte Deutschlandfest im Oktober 2013 mit fast 20.000 Besuchern, die das vielfältige deutsche Kulturprogramm und vor allem die kulinarischen Angebote wahrnahmen.

Das Jubiläum 50 Jahre Elysée-Vertrag wurde in Japan mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Projekten begangen, um der japanischen Öffentlichkeit insbesondere die daraus resultierende Erfolgsgeschichte eines friedlichen, stabilen und prosperierenden Europas deutlich zu machen.

Die Goethe-Institute in Tokyo und Osaka bieten Kultur- und Informationsprogramme, im Goethe-Institut Kyoto (Villa Kamogawa) wird seit dem Frühjahr 2011 ein „Artist in Residence“-Programm angeboten. Hinzu kommt das Angebot der Deutschen Gesellschaft für die Natur- und Völkerkunde Ostasiens (OAG) in Tokyo und Kobe. Wichtigste kulturelle Mittlerorganisationen Japans in Deutschland sind das Japanische Kulturinstitut in Köln und das gemeinsam betriebene Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin.

Zwischen deutschen und japanischen Universitäten findet im Rahmen zahlreicher Hochschulkooperationen ein reger wissenschaftlicher Austausch statt. An der renommierten Universität Tokyo ist Deutschland zudem mit einem geförderten “Zentrum für Deutschland- und Europastudien“ (seit 2000) und an der Universität Beppu auf Kyushu durch einen von der Universität Trier übernommenen Umweltstudiengang (seit 2006) präsent. Die Gesamtzahl der japanischen Studierenden in Deutschland ist seit Anfang der 90er Jahre um ca. 50% auf 2100, die Zahl deutscher Studierenden in Japan trotz der Sprachbarriere im Jahr 2010 auf rund 550 gestiegen. Nach einem vorübergehenden Rückgang durch die Ereignisse des 11. März 2011 hat die Zahl der deutschen Studenten zuletzt wieder zugenommen und nähert sich allmählich dem alten Niveau wieder an. Das DAAD-Büro Tokyo betreut eine Vielzahl von Stipendienprogrammen auch für die japanische Seite und vertritt die Alexander von Humboldt-Stiftung, die in Japan über eines der weltweit größten und aktivsten Alumni-Netzwerke verfügt. Das seit Herbst 2008 angebotene Alumni-Portal Deutschland ist Netzwerk, Kontaktbörse und Wissensvermittler zugleich.

Für die Förderung des Wissenschaftsaustauschs ist der seit 1979 jährlich vergebene, vom Bundespräsidenten persönlich überreichte und mit 50.000 Euro hochdotierte Philipp-Franz-von-Siebold-Preis besonders bedeutsam. Aktuelle Preisträgerin 2013 ist die Germanistin Prof. Dr. Aeka Ishihara von der Universität Tokyo.

Der rege Schüler- und Jugendaustausch ist seit den 70er Jahren institutionell etabliert. Er wird unter Federführung des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (Sportjugendsimultanaustausch: seit 1974 fast 10.000 Jugendliche), von den Japanisch-Deutschen und den Deutsch-Japanischen Gesellschaften, im Rahmen der Städtepartnerschaften und dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (Takenoko-Fonds für Schüleraustausch aus Mitteln von Mercedes-Benz und Young Leaders Forum aus Mitteln der Robert Bosch-Stiftung) organisiert.

Der Deutsche Film und das regelmäßig stattfindende Deutsche Filmfestival des Goethe-Instituts in Tokyo finden regen Anklang. Auch beim European Filmfestival wird regelmäßig ein deutscher Beitrag gezeigt, diesmal der extra mit japanischen Untertiteln versehene, eindrucksvolle Film „Deutschland von oben“, der ein Publikumsliebling wurde. Japan ist weltweit der zweitgrößte Filmmarkt und bietet dem Import deutscher Filme gute Chancen. Filmfestivals auf deutscher Seite gibt es darüber hinaus auch mit dem in Frankfurt am Main stattfindenden japanischen Filmfestival „Nippon Connection“; dieses wird seit 2000 jährlich von dem gemeinnützigen Verein Nippon Connection e.V. organisiert. Erstmals hat 2013 eine „Berlinale in Sendai“ stattgefunden, die aus einer Kooperation der Stadt Sendai mit den Berlinale-Veranstaltern hervorgegangen ist und sich besonders dem Jugendfilm widmet. Das Festival soll ausgebaut und zu einem jährlichen Event werden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.