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Mauretanien

Wirtschaft

Stand: Juli 2015

Aktuelle Wirtschaftslage

Im Zeitraum von 2006 bis 2012 wuchs das Bruttoinlandsprodukt Mauretaniens durchschnittlich um jährlich 4,1 Prozent, 2013 lag es laut Weltbank bei  6,7% . Allerdings zeigt der Weltentwicklungsbericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (Human Development Index), bei dem Mauretanien 2014 an 162. Stelle von 188 Ländern lag, dass das Wirtschaftswachstum weite Teile der Bevölkerung nicht erreicht hat. Grundlegende Probleme wie hohe Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Effizienz der öffentlichen Verwaltung und Korruption, mangelnde Diversifizierung der Wirtschaft sowie Defizite in der Basisversorgung und staatlichen Infrastruktur auf dem Land bestehen weiterhin. Internationale Organisationen drängen auf weitere Reformen sowie auf eine Diversifizierung der Wirtschaft.

Die Haupteinnahmen erzielt Mauretanien aus dem Export v.a. von Eisenerz und der Fischerei, und mit zahlreichen Staaten (u.a. der EU) hat Mauretanien Fischereiabkommen abgeschlossen. Durch gefallene Erzpreise, einen Streik bei der staatlichen Minengesellschaft SNIM und die erst im Juli 2015 erfolgte Verlängerung des Fischereiabkommens mit der EU ist es 2014/15 zu bedeutenden Einnahmeausfällen gekommen. Es gibt umfangreiche Phosphatvorkommen, die aber zum größten Teil nicht erschlossen sind. Über 80 Prozent des Landes besteht aus Wüste, bewässerbare Ackerflächen werden unzureichend genutzt. Mauretanien ist zu 70 Prozent von der Einfuhr von Nahrungsmitteln abhängig. Kaum vorhanden ist verarbeitendes Gewerbe.

Eine Modernisierung des mauretanischen Außenhandelsregimes (Zollwert, Investitionsschutz und öffentliches Beschaffungswesen) wurde ansatzweise in Angriff genommen. Die Reform des Handelsgesetzes im Jahr 2000 umfasste Grundregeln zum Wettbewerbsschutz und die Aufhebung von Preisfestsetzungen. Ein attraktives Investitionsförderungsgesetz und eine effiziente Verwaltung fehlen ebenso wie eine zuverlässige, unabhängige Justiz. Durch Verfügung des Handelsministeriums wurde im Februar 2015 eine Art Schiedsgericht (Cour d’Arbitrage) eingerichtet, dem allerdings ein internationales Element fehlt.

Umweltpolitik

Seit 2006 werden für Großprojekte der Infrastruktur und insbesondere für die Ölwirtschaft Umweltverträglichkeitsprüfungen gefordert. Außerdem wurde mit Unterstützung internationaler Geber ein nationales Aktionsprogramm für Umweltfragen und nachhaltige Entwicklung (Programme d’action national pour l’environnement et le développement durable – PANE) entworfen. Mauretanien hat zwei große Nationalparks (Parc National de Diawling im Süden des Landes an der Grenze zum Senegal und Parc National du Banc d’Arguin an der Westküste). 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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