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Mauretanien

Wirtschaft

Stand: März 2014

Wirtschaftslage, Wirtschaftsstruktur

Im Zeitraum von 2006 bis 2012 wuchs das Bruttoinlandsprodukt Mauretaniens durchschnittlich um jährlich 4,1%. Allerdings zeigt der Weltentwicklungsbericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (Human Development Index), bei dem Mauretanien 2012 an 155. Stelle von 187 Ländern lag, dass das Wirtschaftswachstum weite Teile der Bevölkerung nicht erreicht hat. Grundlegende Probleme wie hohe Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Effizienz der öffentlichen Verwaltung und Korruption, mangelnde Diversifizierung der Wirtschaft sowie Defizite in der Basisversorgung und staatlichen Infrastruktur auf dem Land bestehen weiterhin. Internationale Organisationen drängen auf weitere Reformen sowie auf eine Diversifizierung der Wirtschaft.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Die Haupteinnahmen erzielt Mauretanien aus dem Export v.a. von Eisenerz und der Fischerei, und mit zahlreichen Staaten (u.a. der EU) hat Mauretanien Fischereiabkommen abgeschlossen. Es gibt umfangreiche Phosphatvorkommen, die aber zum größten Teil nicht erschlossen sind. Über 80 Prozent des Landes besteht aus Wüste, bewässerbare Ackerflächen werden unzureichend genutzt. Mauretanien ist zu 70 Prozent von der Einfuhr von Nahrungsmitteln abhängig. Kaum vorhanden ist verarbeitendes Gewerbe.

Außenwirtschaft

Eine Modernisierung des mauretanischen Außenhandelsregimes (Zollwert, Investitionsschutz und öffentliches Beschaffungswesen) wurde ansatzweise in Angriff genommen. Die Reform des Handelsgesetzes im Jahr 2000 umfasste Grundregeln zum Wettbewerbsschutz und die Aufhebung von Preisfestsetzungen. Ein attraktives Investitionsförderungsgesetz und eine effiziente Verwaltung fehlen ebenso wie eine zuverlässige, unabhängige Justiz.

Umweltpolitik

Seit 2006 werden für Großprojekte der Infrastruktur und insbesondere für die Ölwirtschaft Umweltverträglichkeitsprüfungen gefordert. Außerdem wurde mit Unterstützung internationaler Geber ein nationales Aktionsprogramm für Umweltfragen und nachhaltige Entwicklung (Programme d’action national pour l’environnement et le développement durable – PANE) entworfen. Mauretanien hat zwei große Nationalparks (Parc National de Diawling im Süden des Landes an der Grenze zum Senegal und Parc National du Banc d’Arguin an der Westküste).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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