Hauptinhalt

Belarus

Belarus: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 27.12.2014
(Unverändert gültig seit: 15.10.2014)

Letzte Änderung:  

redaktionelle Änderung

Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Für Belarus/Weißrussland besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

www.auswaertiges-amt.de


Allgemeine Reiseinformationen

Verhaltensgrundsätze

Trotz der geographischen Nähe zur Europäischen Union begegnen Reisende in Belarus/Weißrussland einem System eigener Wertvorstellungen sowie gesetzlicher und administrativer Bestimmungen, die oft erheblich von westlichen Vorstellungen abweichen. Reisende sollten sich daher besonders intensiv auf den Aufenthalt in Belarus vorbereiten. Die Botschaft Minsk hält auf ihrer Internetseite http:www.minsk.diplo.de Merkblätter zu besonderen Problemstellungen bereit.

Das Auswärtige Amt weist zunächst und mit besonderer Deutlichkeit darauf hin, dass Reisende nach Belarus in ihrem eigenen Interesse strikt alle dort geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten sollten. Rechtsvorschriften und Strafmaß entsprechen häufig nicht Regelungen in den Staaten der Europäischen Union. Dies gilt insbesondere für Rauschgift- und Sexualdelikte, aber auch beim Führen eines Kfz durch Personen, die das Fahrzeug bei der Einreise nicht selbst deklariert haben.

Ausländische Staatsangehörige, insbesondere Angehörige der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, unterliegen der besonderen Aufmerksamkeit staatlicher Organe.

Gesellschaftliche Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist (noch) nicht vorhanden.

Reisen über Land

Aufgrund unzureichender notärztlicher Versorgung und hoher Unfallgefahr empfiehlt sich eine besonders vorsichtige Fahrweise. Von nächtlichen Autofahrten über Land wird wegen teilweiser schlechter Straßenverhältnisse abgeraten. Bitte informieren Sie sich über die Besonderheiten der Berechtigung zum Führen eines Kfz im belarussischen Straßenverkehr.

Ein deutscher Führerschein (EU-Format und ältere Führerscheine) berechtigt für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten zur Teilnahme am Straßenverkehr in Belarus.

Der Aufenthalt in militärischen Sperrgebieten, oft in Grenznähe gelegen, ist nur mit einer Sondergenehmigung erlaubt. Bitte erkundigen Sie sich im Zweifel bei Ihrem Gastgeber.

Ein- und Ausreise mit Pkw

Bei der Ein- und Ausreise mit dem Pkw über, aus und nach Polen bzw. Litauen kann es zu sehr langen Wartezeiten an der Grenze kommen. „Schleuser“ bieten immer wieder an, gegen Bezahlung den Grenzübertritt zu beschleunigen. Bei Problemen an der Grenze kann man unter einer zentralen Hotline-Nummer bei den belarussischen Grenztruppen in Minsk anrufen (+375 17 216 2281, russischsprachig).

Auf Straßen der Kategorien M und E und in Grenzgebieten können Fahrzeuge mit nicht-belarussischer Zulassung u. U. nur nach Zahlung der Tankrechnung in Devisen (Euro, US-Dollar, Russische Rubel) betankt werden.  

In Belarus besteht seit dem 1. August 2013 auf einigen Überlandstraßen Mautpflicht. Die Ausschilderung der mautpflichtigen Strecken ist nicht immer eindeutig. Bitte informieren Sie sich daher vor Reiseantritt eingehend über die Webseite www.beltoll.by, die unter anderem offizielle Informationen über die mautpflichtigen Strecken und die einschlägigen Grenzübergänge zur Verfügung stellt.

Die Bezahlung der Maut erfolgt ausschließlich elektronisch durch ein Gerät, das vor der Straßenbenutzung im Fahrzeug installiert werden muss (sog. On-Board-Unit, OBU). Vorher muss eine entsprechende Registrierung erfolgen. Es kam in der Vergangenheit immer wieder vor, dass die On-Board-Unit nicht einwandfrei funktionierte und dann trotz des vorhandenen Geräts hohe Strafzahlungen fällig wurden.  Nähere Informationen, auch zur Zahlungsweise, unter www.beltoll.by  

Mit einem vorübergehend eingeführten Fahrzeug darf ausschließlich die Person fahren, die das Fahrzeug nach Belarus eingeführt hat. Auch eine (einfache oder notarielle) Vollmacht berechtigt in Belarus nicht zum Führen eines Fahrzeuges, das durch eine andere Person eingeführt worden ist. Ein solches Zollvergehen wird in der Regel mit einer Konfiszierung des Fahrzeuges und einer Geldstrafe bestraft.

Landesspezifische Besonderheiten

Gesetzliche Vorschriften können sich durch Präsidialerlasse (Dekrete) schnell und ohne Vorankündigung ändern.

Es gibt in Belarus keine öffentlichen oder privaten Stellen, die ausländischen Touristen zur Behebung einer vorübergehenden Notlage, z.B. finanzieller Art, Hilfe gewähren.

Medizinische Versorgung in Notfällen

Die Verhältnisse in Krankenanstalten entsprechen oft nicht deutschen Standards, eine medizinische Grundversorgung ist jedoch gegeben.

Geld

Die Versorgung mit Geld ist durch Bankautomaten flächendeckend gewährleistet.

Über die Webseite www.minsk.diplo.de stehen weitere Informationen über Belarus zur Verfügung. 

Wichtige Telefonnummern

Feuerwehr: 101, auch vom Mobiltelefon

Polizei: 102, auch vom Mobiltelefon

Notarzt / Schnelle Medizinische Hilfe: 103, auch vom Mobiltelefon

Pannenhilfe: 116, auch vom Mobiltelefon

Adresse des Rechts- und Konsularreferats der Deutschen Botschaft:

Prospekt Gasety Prawda 11 D

220116 Minsk

Bürozeiten werktags zwischen 8 und 17 Uhr (freitags nur bis 14:00 Uhr)

In Notfällen außerhalb der Bürozeiten ist der Bereitschaftsdienst der Botschaft unter der Nummer + 375 29 651 50 16 (deutschsprachig) oder +375 29 651 50 17 (russischsprachig) zu erreichen. 


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Die Einreise für deutsche Staatsangehörige, die keine weiteren Staatsangehörigkeiten besitzen, ist mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bis drei Monate nach dem Reiseabschluss, in begründeten Ausnahmefällen bis zum Ablauf der Gültigkeit des belarussischen Visums, gültig sein.  
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Die rechtliche und administrative Ausgestaltung des Visum- und Aufenthaltsrechts für ausländische Staatsangehörige nach/in Belarus folgt einem dreistufigen Aufbau:

- Visum, zu beantragen bei den zuständigen belarussischen Auslandsvertretungen,

- Migrationskarte, auszufüllen bei der Einreise und stets mitzuführen bis zur Ausreise,

- Registrierung bei der zuständigen belarussischen Innenbehörde innerhalb von fünf (Werk-) Tagen nach Einreise (bei Hotelunterbringung erledigt das Hotel die Registrierung).

Zur Beantragung eines Visums wenden Sie sich bitte an:

Die Botschaft der Republik Belarus
12435 Berlin
Am Treptower Park 32
Telefon +49 30 53 63 59 32
Fax +49 30 53 63 59 24
 www.germany.mfa.gov.by  

oder an das Generalkonsulat der Republik Belarus
81549 München
Schwanseestraße 91a
Telefon +49 89 649 570 319
Fax +49 89 649 570 315 

Die Außenstelle der Botschaft der Republik Belarus in Bonn ist geschlossen worden.

Grundsätzlich ist ein Visum rechtzeitig vor Reiseantritt bei der zuständigen belarussischen Auslandsvertretung zu beantragen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Ausstellung eines Visums bei der Einreise am Flughafen. Dafür ist drei bis fünf Tage vor Reiseantritt eine Registrierung bei der Konsularabteilung des belarussischen Außenministeriums notwendig. Informationen über die genauen Ausstellungsmodalitäten und weitere Informationen zu den Visabestimmungen sind auch auf der Website des belarussischen Außenministeriums, auch in englischer Sprache, unter www.mfa.gov.by/en/ abrufbar.

Seit 01. Juli 2014 ist bei Beantragung eines Visums eine Krankenversicherung nachzuweisen. Bei Beantragung eines Visums zur zweifachen oder mehrfachen Einreise muss die Krankenversicherung für die erste Reise nachgewiesen werden (s.u.).

Ausländische Staatsangehörige müssen ausreichende Mittel für die Finanzierung ihres Aufenthaltes in der Republik Belarus sowie für die Ausreise von ca. 20  € pro Aufenthaltstag auf folgende Weise nachweisen (alternativ):

  • Bargeld in Nationalwährung der Republik Belarus bzw. in einer anderen durch die Nationalbank konvertierbaren Währung,
  • Dokumente, die den Erhalt von Zahlungsmittel ermöglichen,
  • eine durch Innenbehörden der Republik Belarus erstellte Einladung für einen befristeten Aufenthalt,
  • Nachweise über die Buchung und Bezahlung einer Unterkunft und der Verpflegung in der Republik Belarus,
  • Garantieschreiben eines Einzelunternehmens bzw. einer juristischen Person über die Übernahme aller im Zusammenhang mit dem Aufenthalt eines Ausländers entstehenden Kosten,
  • Vorhandensein eines Fahrzeuges bzw. von Rückfahrkarten in den Heimatstaat, zum Ort des ständigen Wohnsitzes bzw. in ein drittes Land.

Die Visumspflicht gilt auch für Transitreisende. Die Visumspflicht besteht ebenso für Reisende, die über ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis für einen anderen Nachfolgestaat der früheren UdSSR (z.B. für die Russische Föderation) verfügen. Die Visumspflicht bei Einreise in die Republik Belarus besteht trotz der Tatsache, dass bei Einreise aus der Russischen Föderation mangels Grenzkontrollen ein fehlendes Visum zunächst unbemerkt bleiben kann (insbesondere mit der Bahn von Moskau oder St. Petersburg).

Bei einer Einreise mit dem Flugzeug über Moskau oder einen anderen Flughafen innerhalb der Russischen Föderation kann das Gepäck nicht bis nach Minsk, sondern nur bis zum russischen Zielflughafen durchgecheckt werden. Bei einer Reise über die Russische Föderation benötigen deutsche Staatsangehörige ein russisches Visum.

Vom 09. bis 25. Mai 2014 findet in Minsk die Eishockey-Weltmeisterschaft statt. Personen, die im Besitz eines gültigen Tickets sind, können in der Zeit vom 25. April bis zum 31. Mai ohne Visum nach Belarus einreisen. Nach erfolgter Einreise muss jedoch auf jeden Fall eine Registrierung erfolgen (s.u.). Bei der Ausreise müssen neben dem Reisepass auch die behördliche Registrierung und das Ticket vorgelegt werden.
Die Pflicht zum Erwerb einer belarussischen Krankenversicherung besteht nach Angaben des belarussischen Außenministeriums in diesem Fall nicht. Trotzdem wird zum Abschluss einer belarussischen Pflichtkrankenversicherung geraten. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite des belarussischen Außenministeriums unter www.mfa.gov.by/en

Krankenversicherungspflicht

Bei Reisen nach Belarus besteht für Ausländer Krankenversicherungspflicht. Eine von Belarus anerkannte Krankenversicherung ist grundsätzlich bereits bei Beantragung des Visums nachzuweisen. Informationen über die für eine Anerkennung erforderlichen Kriterien können Sie auf der Webseite der Belarussischen Botschaft in Berlin abrufen: germany.mfa.gov.by/de/. Bei Beantragung eines Visums zur zweifachen oder mehrfachen Einreise muss eine anerkannte Krankenversicherung nur für die erste Reise nachgewiesen werden. Bei späteren Einreisen mit diesem Visum besteht weiterhin die Möglichkeit eine belarussische Pflichtkrankenversicherung bei Einreise an den Grenzübergängen abzuschließen. Der Versicherungsbeitrag für eine belarussische Pflichtkrankenversicherung beläuft sich auf ca. 0,50 € pro Aufenthaltstag. Die Belarussische Botschaft in Deutschland hält ein Merkblatt bereit, aus der die Ausnahmen von der Krankenversicherungspflicht zu entnehmen sind.

Es kam in der Vergangenheit vereinzelt vor, dass an kleineren Grenzübergängen keine Pflichtkrankenversicherung abgeschlossen werden konnte. Eine Einreise konnte dann nicht erfolgen.

Doppelstaater

Nach geltendem internationalem und innerbelarussischem Recht müssen Personen mit belarussischer Staatsangehörigkeit zur Einreise nach und zum Aufenthalt in Belarus im Besitz eines gültigen belarussischen Passes sein. Das gilt auch für Personen, die neben der belarussischen noch (eine) andere Staatsangehörigkeit(en) besitzen (Doppelstaater). Hierzu können insbesondere gehören: Kinder aus gemischt-nationalen Ehen oder Lebensgemeinschaften, auch dann, wenn sie nicht in Belarus geboren wurden; Spätaussiedler, die die deutsche Staatsangehörigkeit durch Aufnahme im Bundesgebiet erworben haben und Personen, die unter Hinnahme der Mehrstaatigkeit in den deutschen Staatsverband eingebürgert worden sind. Es wird diesem Personenkreis dringend geraten, sich rechtzeitig vor Reisebeginn bei der Botschaft der Republik Belarus in Berlin,  dem Generalkonsulat in München oder der belarussischen Passbehörde am Geburts- oder Meldeort genau und verbindlich nach dem möglichen Besitz der belarussischen Staatsangehörigkeit zu erkundigen.

Der Besitz der Staatsangehörigkeit ist unabhängig vom Besitz eines entsprechenden Nationalpasses. Auch Personen, bei denen der Besitz der belarussischen Staatsangehörigkeit erst nach Einreise in das Staatsgebiet festgestellt wird, können erfahrungsgemäß erst nach Erhalt eines belarussischen Passes bzw. nach der Entlassung aus der belarussischen Staatsangehörigkeit das Land wieder verlassen.

Für die Ausreise aus Belarus und die Einreise nach Belarus gelten für Minderjährige, die auch die belarussische Staatsangehörigkeit haben, seit dem 30. März 2010 veränderte Vorschriften. Danach wird in der Regel keine Zustimmungserklärung des anderen Sorgeberechtigten gefordert, wenn Minderjährige gemeinsam mit einem sorgeberechtigten Elternteil reisen. Aus gegebenem Anlass wird jedoch dringend angeraten, die notariell beglaubigte und mit Apostille versehene Einverständniserklärung beider Elternteile mit sich zu führen, um schnell und zweifelsfrei den Ausreisebehörden deutlich machen zu können, dass die Reise mit dem Einverständnis beider Elternteile erfolgt.

Migrationskarte

Im Fall des Verlustes der Migrationskarte wenden Sie sich bitte sofort an die nächstgelegene belarussische Ausländerbehörde (Verwaltung bzw. Abteilung für die Angelegenheiten der Staatsangehörigkeit und Migration). Für Transitreisende gilt, dass die Migrationskarten (identischen Formats) der Russischen Föderation und der Republik Belarus gegenseitig anerkannt werden.

Registrierung

Im Zusammenhang mit der Registrierung ist zu beachten:

Von allen Ausländern und Staatenlosen, die sich länger als fünf Werktage in Belarus aufhalten, wird eine Registrierung bei der Ausländerbehörde (Verwaltung für Angelegenheit der Staatsangehörigkeit und Migration) verlangt. Als Werktage zählen in diesem Kontext auch Samstage – nur Sonntage und belarussische Feiertage sind ausgenommen. Normalerweise wird die Registrierung von dem Hotel, in dem der Reisende untergebracht ist, vorgenommen. Bei Privatunterkunft muss der Reisende die Registrierung innerhalb von fünf Werktagen selbst vornehmen. Hierzu werden in der Regel benötigt: 

  • Pass
  • Migrationskarte
  • 2 Passbilder
  • 1 Kopie der wichtigsten Seiten des Reisepasses und des Visums
  • Krankenversicherung
  • 1 Antrag der einladenden Organisation mit Stempel und Unterschrift (gilt nicht für Privatbesuche)
  • 2 bei der Ausländerbehörde auszufüllende Formulare (nur auf russisch erhältlich)
  • Bankbescheinigung über die Einzahlung der zu entrichtenden Gebühren 

Die Registrierung kann üblicherweise innerhalb eines Tages erledigt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.


Besondere Zollvorschriften

Zollfrei dürfen Waren mit einem Zollwert von 1.500,- Euro und einem Gesamtgewicht von 50 Kg eingeführt werden, einschließlich 3 Litern Alkoholgetränke und Bier pro Person im Alter ab 18 Jahren und 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 Gr. Tabak bzw. o. g. Tabakerzeugnisse mit einem Gesamtgewicht von 250 Gr.

Zollfrei erfolgt die zeitlich begrenzte Einfuhr von Waren für den eigenen Bedarf, die nicht veräußert werden dürfen und die wieder ausgeführt werden müssen:

  • Schmuck (eine für die Aufenthaltsdauer angemessene Menge)
  • jeweils eine Foto,- Video,- Kinokamera und Zubehör
  • ein DVD-Player
  • zwei Mobiltelefone
  • ein Notebook
  • Zubehör für Sport, Tourismus und Jagd
  • tragbare Dyalysegeräte und ähnliche medizinisch notwendige Geräte mit Zubehör

Zollpflichtig dürfen eingeführt werden:

Waren für den eigenen Gebrauch (ausgenommen: Alkoholgetränke, Tabak und Tabakerzeugnisse, Schmuck, Fahrzeuge und Ersatzteile dazu), deren Zollwert über 1.500  Euro und/oder Gesamtgewicht über 50 kg liegt.


Die Zollgebühr beträgt  von 30% des Zollwertes, jedoch mindestens 4,- Euro pro 1 kg  Übergewicht und/oder 30% des Wertüberschusses.
Bei Äthylspiritus bis zu 5 Litern beträgt die Zollgebühr 22,- Euro pro Liter, bei Alkoholgetränken und Bier von 3 bis zu 5 Litern 10,- Euro pro Liter Überschuss.

Aus gegebenem Anlass weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass die belarussischen Zollbehörden selbst bei kleinsten Verstößen gegen die geltenden Vorschriften sehr harte Strafen bis hin zu mehrjährigen Haftstrafen beantragen. Eine Konfiszierung der betreffenden Gegenstände, unabhängig von ihrem Wert, erfolgt bei Verstößen in jedem Fall. Hierzu zählen auch die Bestimmungen über die erforderlichen Zolldokumente, die mit größtmöglicher Sorgfalt ausgefüllt werden sollten.

Auch Fahrzeuge, Maschinen und hochwertige Konsumgüter können von Beschlagnahmungen betroffen sein. Eine besonders strikte Kontrolle der Einhaltung geltender Vorschriften ist bei der vorübergehenden Einfuhr und dem Transit von Waren (insbesondere Fahrzeugen aller Art) zu beobachten. Erfahrungsgemäß wird eine vom Zoll veranlasste Konfiszierung unmittelbar anschließend gerichtlich bestätigt.

Auch Speditionen sollten – selbst wenn es sich nur um einen Transit des belarussischen Staatsgebiets handelt – genau auf Richtigkeit und Vollständigkeit aller dem Zoll vorzulegenden Unterlagen achten.

Weder das Auswärtige Amt noch die Botschaft Minsk können im Fall von Konfiszierungen auf administrative Zollverfahren oder auf gerichtliche Verfahren Einfluss nehmen. Es wird in solchen Fällen dringend geraten, sich sofort anwaltlich vertreten zu lassen. Auf der Internetseite der Botschaft Minsk finden Sie eine Liste hier bekannter Rechtsanwälte.

Devisenein- und –ausfuhr (Bargeld, Reisechecks)

Beträge in Höhe von über 10.000,- US $ müssen deklariert werden. Geringere Beträge können auf Wunsch ebenfalls schriftlich deklariert werden. 

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. 

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de  einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Die Promillegrenze beträgt in Belarus 0,3 Promille. Das Erreichen dieses Grenzwerts ist bereits strafbar.

Zuwiderhandlungen können zum Entzug des Führerscheines für die Dauer von bis zu drei Jahren und einer hohen Geldstrafe führen. Im Wiederholungsfall droht die Konfiskation des Fahrzeugs. Während der Durchführung des entsprechenden gerichtlichen Verfahrens kann eine Ausreisesperre verhängt werden.

Nach dem zum 01.01.2001 in Kraft getretenen belarussischen Strafgesetzbuch kann bei besonders schweren Verbrechen, wie u. a. bei Mord, terroristischen Akten, Hochverrat, die Todesstrafe verhängt werden. In den letzten Jahren wurde in mehreren Fällen die Todesstrafe sowohl verhängt als auch vollzogen. 


Medizinische Hinweise

Eine Auslandskranken- und eine Flugrettungsversicherung sollten abgeschlossen werden. Eine Reiseapotheke ist insbesondere für Reisen außerhalb von Minsk wichtig.

Infolge des Reaktorunglücks von Tschernobyl wurden Gebiete besonders in den südöstlichen Landesteilen stark radioaktiv belastet. Ein Aufenthalt in dieser Region ist aber inzwischen nach Auskunft des Bundesamts für Strahlenschutz unbedenklich. Aus Vorsorgegründen sollten jedoch Pilze, Beeren, Süßwasserfische und Wild gemieden werden.

Folgende Schutzimpfungen werden empfohlen: Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Aufenthalt unter Hygienemängeln, Jagd, Jogging u. a.) kann auch ein Impfschutz gegen Tollwut sinnvoll sein, ebenso gegen die durch Zecken übertragene Frühjahr-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME – Saison: April bis Oktober). Durch das Beachten von Hygieneregeln („peel it, boil it – or forget it“) und einen konsequenten Insektenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können bestimmte Infektionserkrankungen / Durchfälle vermieden werden. Die Behörden verlangen von Ausländern gelegentlich einen HIV-Test (i. d. R. nur bei Aufenthaltsdauer über 3 Monaten).

Der Genuss von Leitungswasser ist nicht zu empfehlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen und Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/ Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.


Weltweite Terrorwarnung

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.

Reisemedizinische Hinweise

FAQ

Bitte beachten Sie auch unsere Fragen und Antworten zum Thema "Sicherheitshinweise"

Mehr

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere