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Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland
Stand: Januar 2013
Politische Beziehungen
Die deutsch-brasilianischen Beziehungen sind politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich breit verankert. Sie basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen zur globalen Ordnung. Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland durch eine „strategische Partnerschaft“ verbunden ist. Im Aktionsplan dieser strategischen Partnerschaft (Mai 2008) haben beide Länder den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit im bilateralen und multilateralen Bereich vereinbart.
Die bilaterale Zusammenarbeit ist vielfältig. Sie umfasst u. a. Themen wie internationale Krisenbewältigung, Wirtschaft, Energie, Umwelt, Klima, Verteidigung, Arbeit und Soziales sowie Menschenrechte. Mit Mitteln des BMZ und der Internationalen Klimainitiative arbeitet Deutschland mit Brasilien beim Tropenwaldschutz in Amazonien, bei erneuerbaren Energien und der umweltschonenden Ausrichtung der kommenden sportlichen Großereignisse in Brasilien zusammen.Besondere Aufmerksamkeit widmen beide Länder dem wissenschaftlich-technologischen und kulturellen Austausch. Die historisch starke deutsche Einwanderung nach Brasilien wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus.
Es bestehen zahlreiche Kontakte zwischen Nicht-Regierungsorganisationen beider Länder.
Der Austausch politischer Besuche ist rege. Bundeskanzlerin Merkel besuchte das Land im Mai 2008 (Unterzeichnung des Aktionsplans der Strategischen Partnerschaft sowie des Energieabkommens). Beim Staatsbesuch von Präsident Lula in Deutschland Anfang Dezember 2009 wurden weitere Vereinbarungen geschlossen (Rechtshilfe; Sozialversicherung; öffentliche Sicherheit; Wirtschaftliche Zusammenarbeit, vor allem im Bereich der Infrastruktur und der Sicherheit, im Hinblick auf die Fußballweltmeisterschaft 2014, die XXXI. Olympischen Spiele und die XV. Paralympics 2016 in Rio de Janeiro; Bekämpfung des Klimawandels; Deutsch-Brasilianisches Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11). Beim Staatsbesuch des damaligen Bundespräsidenten Wulff im Mai 2011 übernahmen er und Staatspräsidentin Rousseff die gemeinsame Schirmherrschaft über eine Veranstaltungsreihe, mit der sich Deutschland 2013/14 in Brasilien allumfassend präsentieren wird: „Deutschland und Brasilien – wo Ideen sich begegnen“. Staatspräsidentin Dilma Rousseff eröffnete im März 2012 gemeinsam mit BK'in Merkel die CeBIT in Hannover, bei der Brasilien als Gastland eingeladen war. Zahlreiche Besuche von Bundesministern sowie Reisen von Parlamentariern und Landespolitikern tragen zu einem dichten Dialog und zur deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit bei.
In vielen Fragen der internationalen Agenda – vor allem der Reform der Vereinten Nationen einschließlich der Sicherheitsratserweiterung um neue ständige wie nichtständige Mitglieder und der Reform der globalen Finanzordnung – arbeiten Brasilien und Deutschland zusammen. Hierzu zählen auch die Zusammenarbeit in der internationalen Klimaschutz- und Umweltpolitik, in den G20 (Finanz-, Währungs- und Weltwirtschaftsfragen) und im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf.
Wirtschaftsbeziehungen
Brasilien ist mit 8,547 Mio. Quadratkilometern das fünftgrößte Land der Erde mit der fünftgrößten Bevölkerung (194 Mio.). Es ist ein junges Land mit einer wachsenden Bevölkerung. Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika.
Der bilaterale Außenhandel ist 2011 – nach einem zeitweisen Rückgang im Zuge der Wirtschafts- und Währungskrise - wieder gewachsen. Die deutschen Exporte nach Brasilien betrugen 2011 ca. 11,17 Mrd. EURO (+12,4% ggü. 2010). Auch die Einfuhren Deutschlands aus Brasilien lagen 2011 mit 11,2 Mrd. Euro um 19% höher als im Vorjahr. Brasilien lag damit 2010 als Abnehmer deutscher Waren auf Platz 20 und als Lieferland auf Platz 21. Das Jahr 2012 brachte einen deutschen Handelsbilanzüberschuss; konkrete Zahlen liegen noch nicht vor (die deutschen und brasilianischen statistischen Angaben unterscheiden sich z.T. nicht unerheblich wegen des sog. „Rotterdam-Effekts“).
Brasilien exportiert nach Deutschland vor allem Eisenerz, Soja und Sojaprodukte, Kaffee und Kaffeeprodukte, Kfz.-Teile, Zivilflugzeuge, Maschinen, Fleisch, Kupfer und Rohöl. Bei den brasilianischen Importen aus Deutschland dominieren Maschinen, Autos und Autoteile, chemische Grundstoffe und pharmazeutische Produkte.
Im Jahr 2011 erfolgten deutsche Direktinvestitionen in Höhe von geschätzt 1,1 Mrd. USD; insgesamt beläuft sich der Bestand der deutschen Direktinvestitionen unter Einschluss von Reinvestitionen auf über 25 Mrd. USD. In Brasilien beschäftigen rd. 1.400 deutsch-brasilianische Unternehmen ca. 250.000 Menschen. São Paulo ist mit ca. 900 deutsch-brasilianischen Unternehmen einer der großen Standorte der deutschen Wirtschaft weltweit. Brasilianische Direktinvestitionen in Deutschland waren bisher nur in geringem Umfang zu verzeichnen, nehmen aber zu. Die massive Präsenz deutscher Unternehmen in Brasilien und ihre Waren-/Güterproduktion im Lande erklären auch, warum das bilaterale Handelsvolumen nicht noch höher ausfällt.
Die deutsche Außenwirtschaft verfügt in Brasilien über deutsch-brasilianische Industrie- und Handelskammern mit Sitz in São Paulo, Rio de Janeiro und Porto Alegre, mit kleineren Repräsentanzen u.a. in Recife, sowie über einen Korrespondenten der Germany Trade and Invest (gtai) in São Paulo. Die Außenhandelskammern stellen umfangreiches Informationsmaterial für deutsche Exporteure und Investoren bereit, u. a. die Broschüren "Exporthandbuch Brasilien", "Investitionshandbuch Brasilien" sowie „Fit4Brazil“ und stehen für jegliche investitionsbezogenen Auskünfte zur Verfügung.
Zur Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen finden jährlich deutsch-brasilianische Wirtschaftstage mit Unternehmertreffen statt. Sie werden durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und den Brasilianischen Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria – CNI) organisiert. Damit verbunden tagt die Deutsch-Brasilianische Gemischte Kommission für Wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Die 30. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage (1.-3. Juli 2012) in Frankfurt standen unter dem Motto „Neue Strategien für veränderte Märkte“. Zentrale Themen waren Innovationskooperation, Transport/Infrastruktur/Logistik, Industrialisierung, Energie, Finanzierung, Zusammenarbeit von KMU's, Städtische Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Agrobusiness sowie Infrastrukturprojekte in Brasilien u.a. im Zusammenhang mit der FIFA-WM 2014 und der Olympiade im Mai 2016 in Brasilien. Die 31. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage werden 2013 in Sao Paulo stattfinden. Die Sitzung der gemischten Kommission unter Vorsitz der Staatssekretäre des BMWi und des bras. Außenministeriums fand 2012 ausnahmsweise nicht gleichzeitig mit den Wirtschaftstagen, sondern zu einem gesonderten Termin im Oktober statt.
Die positive Resonanz auf Auslandsmessen wie die vom 27./28.. Juni 2012 in São Paulo von der Deutsch-Brasilianischen Handelskammer veranstaltete Nachhaltigkeitsmesse ECOGERMA 2012 zu Zukunftsthemen wie u. a. Transport, urbane Entwicklung, Klimaschutz belegt das besondere deutsche Interesse an Brasilien und das Entwicklungspotenzial umweltfreundlicher, energieeffizienter Technologien in Brasilien.
Kulturelle und bildungspolitische Zusammenarbeit
Auch im Kulturbereich ist Brasilien ein wichtiger Partner für Deutschland. Umgekehrt besteht auch in Brasilien traditionell ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Deutschland. 1969 wurde ein Kulturabkommen, 2005 ein Zusatzabkommen über den Status der Kulturmittler abgeschlossen. Probleme für die dt. Kulturmittler bestehen aber nach wie vor wegen der vor Jahren erfolgten dt. Kündigung des Doppelbesteuerungsabkommens.
Schwerpunkte bei der Zusammenarbeit bilden der Bereich Deutsch als Fremdsprache, unter besonderer Berücksichtigung der Deutschen Schulen, die kulturelle Programmarbeit sowie der Wissenschafts- und Hochschulaustausch.
Die deutsch-brasilianischen Kulturbeziehungen werden durch das geplante Deutschlandjahr in Brasilien 2013/2014 weitere Impulse erhalten. Die Frankfurter Buchmesse hat Brasilien zum Schwerpunktland 2013 auserkoren. Deutschland wurde im Gegenzug von der Buchmesse 2013 in Rio de Janeiro als Gastland eingeladen.
Das Netzwerk des Goethe-Instituts in Brasilien umfasst die fünf Goethe-Institute in São Paulo, Rio de Janeiro, Salvador, Porto Alegre, Curitiba sowie das Goethe-Zentrum Brasília. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die Spracharbeit, die durch eine umfangreiche Programmarbeit flankiert wird. Im September 2012 feierten das Goethe-Insititut in Salvador-Bahia seinen 50., das Goethe-Institut in Curitiba seinen 40. Geburtstag.
Vor allem in den Siedlungsgebieten deutscher Einwanderer im Süden des Landes (Blumenau, Joinville, São Bento do Sul), aber auch im Nordosten (Recife, Fortaleza, Bélem) leisten deutsch-brasilianische Kulturgesellschaften einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Präsenz Deutschlands.
Die Stellung von Deutsch als Fremdsprache ist relativ stark. Deutsch wird als wichtige europäische Kultursprache, aber zunehmend v. a. auch als Schlüssel zu beruflichem und wissenschaftlichem Erfolg gesehen. Die Zahl der Deutschlerner in Brasilien hat in den letzten Jahren stetig zugenommen.
In Brasilien bestehen vier deutsche Begegnungsschulen, die zum deutschen Abitur führen (drei in São Paulo und eine in Rio de Janeiro). Mit ca. 11.000 Schülerinnen und Schülern - weit überwiegend brasilianische Staatsangehörige - ist die Porto-Seguro-Schule in São Paulo die größte deutsche Schule weltweit.
Hinzu kommen etwa 20 Schulen, an denen im Rahmen der Bildungskooperation schwerpunktmäßig Deutschunterricht stattfindet und die das deutsche Sprachdiplom anbieten. Seit 2008 haben sich 22 brasilianische Schulen der Initiative PASCH, Projekt Schulen – Partner der Zukunft, angeschlossen und bieten Deutschunterricht an.. Die Zentralstelle für Auslandsschulwesen betreut mit Regionalbüros in São Paulo und Porto Alegre auch über hundert kommunale Schulen in Süd-Brasilien, die Deutschunterricht anbieten.
Brasilien ist heute wichtigster Partner des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) in Lateinamerika, Deutschland für Brasilien der drittwichtigste Partner nach den USA und Großbritannien. Der DAAD (rio.daad.de) kooperiert auf Bundes- und Landesebene. Dabei sollen Doppelabschlüsse und -promotionen ermöglicht werden. Zu den wichtigsten Austauschprogrammen, die der DAAD gemeinsam mit seinen brasilianischen Partnern durchführt, zählt das Stipendienprogramm für brasilianische Doktoranden. Seit 1993 haben über 16.000 Studenten und Wissenschaftler DAAD-Stipendienprogramme in Anspruch genommen. Der DAAD wirkt auch in zentraler Funktion bei der Umsetzung des bras. Mobilitätsprogramms „Wissenschaft ohne Grenzen“ mit. Bis 2014 soll über 100.000 brasilianischen Studenten, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern ein Studien- oder Forschungsaufenthalt im Ausland ermöglicht werden, davon 10.000 an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen.
Derzeit sind neun entsandte DAAD-Lektoren in Brasilien eingesetzt (in Belém, Fortaleza, São Paulo, Curitiba, Porto Alegre und Belo Horizonte). Sie sind auch mit Studienberatung und Werbung für den Forschungs- und Hochschulstandort Deutschland betraut.
In der Arbeitsgruppe "Bildungszusammenarbeit" werden die Grundsätze und Schwerpunkte der Hochschulzusammenarbeit festgelegt und ständig angepasst. Viele deutsche Universitäten haben eigenständige Kooperationsabkommen mit brasilianischen Universitäten auf den unterschiedlichsten Fachgebieten. Es bestehen über 70 gemeinsame Projekte.
Forschungszusammenarbeit
Die deutsch-brasilianische Wissenschafts- und Technologiekooperation besteht seit über 40 Jahren. Sie basiert auf einem Rahmenabkommen von 1969, das 1996 erneuert wurde. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit bilden die Bereiche Umwelt und nachhaltige Entwicklung.
Brasilien ist Deutschlands wichtigster Partner in Bildung und Wissenschaft in Lateinamerika. Deutschland konnte mit dem „Deutsch-Brasilianischen Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/2011“ (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.dbwti.de) und der Einrichtung des „Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses“ in São Paulo (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.dwih.com.br) seine Präsenz in Brasilien weiter ausbauen. Im Laufe des Wissenschaftsjahres fanden weit über 100 Veranstaltungen statt, durch die die Innovationssysteme beider Länder enger vernetzt wurden. Dem Deutschen Wissenschaftshaus Sao Paulo haben sich zehn Wissenschaftseinrichtungen und Forschungsagenturen angeschlossen. Mit Moskau, New Delhi, New York und Tokio ist es der weltweit fünfte Standorte, an dem in dieser Form über deutsche Wissenschaft und Forschung informiert und für die Zusammenarbeit mit innovativen deutschen Organisationen und Firmen geworben wird.
Brasilien ist zum geschätzten Partner der projektbezogenen Zusammenarbeit geworden. Neben den bilateralen Kooperationen von Forschungseinrichtungen und Universitäten (z.Z. 381 Universitätspartnerschaften), engagieren sich in Brasilien besonders stark die Helmholtz Forschungsgemeinschaft (HGF) (www.helmholtz.de), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (www.dfg.de), die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) (www.fraunhofer.de) und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG; Externer Link, öffnet in neuem FensterwwExterner Link, öffnet in neuem Fensterw.mpg.de), die Alexander von Humboldt Stiftung (AvH; Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.humboldExterner Link, öffnet in neuem Fenstert-foundation.de) und die Leopoldina (www.leopoldina.org).
Gegenwärtig arbeiten Wissenschaftler beider Länder in folgenden großen Forschungsprojekten zusammen:
- DINARIO (u.a. FH Köln, Universitäten Leipzig, Jena und Bonn, EMBRAPA): integriertes Konzept zur Konservierung und nachhaltigen Nutzung des brasilianischen Küstenregenwalds,
- BRAGECRIM (u.a. DFG): Im Bereich Produktionstechnologie kooperieren 30 Wissenschaftsinstitutionen beider Länder,
- ATTO (u.a. MPI für Chemie Mainz): Bau eines 320 m hohen Klimaturms und Observatoriums in Amazonien zur Untersuchung der Klimafunktion des Regenwalds,
- AGUA-DF (u.a. UFZ, UnB, Caesb): Entwicklung eines integrierten Managmentkonzeptes für die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Brasilias,
- BRAMAR (u.a. Universität Göttingen und RWTH Aachen): Strategien und Technologien zur Reduktion der Wasserknappheit im semiariden Nordosten Brasiliens,
- CarBioCiol (u.a. Universitäten Göttingen, Hannover, Hamburg, Kassel, Freiberg, Berlin – HUB und FU -, Kiel, Hohenheim, UFZ Leipzig): Kohlenstoffoptimiertes Landmanagement im südlichen Amazonasgebiet,
- Innovate (u.a. TU Berlin, Leibniz-Institut für Fischerei Berlin, Potsdam Institut für Klimaforschung, Universität Hohenheim, FH Dresden): Verbesserung von Landwirtschaftserträgen, Reduktion von Treibhausgasen und Schutz der Biodiversität durch optimierte Mehrfachnutzung von Wasserspeichern zur Energieerzeugung und Bewässerung.
Weitere Kooperationsprojekte bestehen in den Bereichen Meeresforschung, Luft- und Raumfahrt sowie verstärkt zu den Themen erneuerbare Energie und Energieeffizienz - auch in Verbindung mit der technischen Zusammenarbeit.
Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung
Die Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zwischen Deutschland und Brasilien konzentriert sich auf die beiden Schwerpunkte „Schutz und nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes in Amazonien“ und „Erneuerbare Energien/Energieeffizienz“. Sie entfaltet unmittelbare Relevanz für die Bekämpfung des Klimawandels und den Schutz der Biodiversität. Deutschland ist auf diesen Gebieten der wichtigste bilaterale bilaterale Partner Brasiliens. Der Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist auch ein wichtiges Tätigkeitsfeld für spezialisierte deutsche Unternehmen Als Durchführungsorganisationen der staatlichen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung sind in Brasilien die GIZ, die KfW Entwicklungsbank, die DEG und CIM aktiv.
Neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ist seit 2008 auch das Bundesumweltministerium (BMU) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative in der bilateralen Zusammenarbeit mit Brasilien engagiert.
Beziehungen im Verteidigungsbereich
Die brasilianischen und deutschen Streitkräfte pflegen seit vielen Jahren u.a. einen regelmäßigen Personalaustausch im Bereich der Offizieraus- und weiterbildung. (Generalstabsausbildung, gem. Vorbereitung für UN-Missionen). Seit 2006 finden jährlich DEU – BRA Stabsgespräche auf Ebene BMVg – MinDef statt. Die bilateralen milpol/ mil Beziehungen folgen der im Zuge des Lateinamerikakonzepts der Bundesregierung (August 2010). Im November 2010 wurde ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit in Verteidigungsangelegenheiten auf Ministerebene unterzeichnet, auf dessen Grundlage die guten Beziehungen der Streitkräfte beider Länder ausgebaut und intensiviert werden sollen. Besonders ausgeprägt sind die Beziehungen zwischen der DEU und der BRA Marine, die seit 2011 jährlich Stabsgespräche durchführen. Hier liegt auch der Schwerpunkt der rüstungswirtschaftlichen Zusammenarbeit. Für 2013 ist die Vereinbarung zur jährlichen Durchführung DEU – BRA Heeresstabsgespräche ab 2014 geplant.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
