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100 Jahre DGIR: Deutschland setzt auf die Kraft des Völkerrechts

Seit 100 Jahren gibt es die Deutsche Gesellschaft für internationales Recht. Bei seiner Festrede machte Außenminister Gabriel klar, warum das Völkerrecht für Deutschland und die Welt unersetzlich ist.

100 Jahre "Deutsche Gesellschaft für internationales Recht" - Außenminister Sigmar Gabriel in Berlin

100 Jahre "Deutsche Gesellschaft für internationales Recht" - Außenminister Sigmar Gabriel in Berlin
© Florian Gärtner/photothek.de

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100 Jahre "Deutsche Gesellschaft für internationales Recht" - Außenminister Sigmar Gabriel in Berlin

100 Jahre "Deutsche Gesellschaft für internationales Recht" - Außenminister Sigmar Gabriel in Berlin

100 Jahre "Deutsche Gesellschaft für internationales Recht" - Außenminister Sigmar Gabriel in Berlin

Es war ein Signal voller Hoffnung, unbeeindruckt von einer erdrückenden Gegenwart: In ganz Europa tobte der erste Weltkrieg. Die Friedensordnung des Kontinents war zusammengebrochen. Und trotzdem gründeten deutsche Rechtswissenschaftler im Jahr 1917 die "Deutsche Gesellschaft für Internationales Recht (DGIR)". Ihre Vision: Mit vereintem Engagement können Wissenschaftler und Praktiker im Geist der internationalen Verständigung das Völkerrecht voranbringen. Seitdem leistet die DGIR einen wichtigen Beitrag, damit sich verbindliche und faire Regeln für das Zusammenleben der Staaten weltweit und auf allen Rechtsgebieten durchsetzen.  

Völkerrecht für Frieden und Gerechtigkeit

Außenminister Gabriel gratulierte im Rahmen eines Festakts im Auswärtigen Amt der DGIR und dankte den Völkerrechtlern für ihren Einsatz. Insbesondere hob er das Engagement der Mitglieder hervor, die sich als Richterinnen und Richter an internationalen Gerichtshöfen engagieren. "Die Stärkung des Völkerrechts ist ein Grundpfeiler deutscher Außenpolitik", erklärte Gabriel. Deutschland setzt sich weltweit dafür ein das Völkerrecht weiterzuentwickeln: Für die friedliche Beilegung von Konflikten und um die Globalisierung gerecht zu gestalten, sind feste und akzeptierte Regeln dringender denn je nötig. 

Gerade weil wir uns in einer Zeit befinden, in der die Gewichte sich in der Welt verschieben, müssen wir mehr denn je auf die ordnende Kraft des Rechts setzen. Nicht naiv. Sondern entschlossen und mit einem festen Blick für unsere Interessen und Werte.

Deutschland hat mehr als 6500 völkerrechtliche Verträge unterzeichnet und ratifiziert. Auf internationaler Ebene setzt sich die deutsche Außenpolitik intensiv ein, um internationale Gerichte zu stärken. Deutschland ist der zweitgrößte Beitragszahler für den Internationalen Strafgerichtshof und beherbergt als Gastland den internationalen Seegerichtshof in Hamburg.

Zum Weiterlesen:

Internationales Recht


Stand 16.03.2017

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