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Kulturprogramme im Ausland

Ob Thomas Mann oder die Popband "Mia": Künstler wecken im Ausland die Neugier auf Deutschland. Das Auswärtige Amt fördert den internationalen Austausch von Bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Literatur und Film.

Die Förderung kultureller Programmarbeit in den Bereichen Bildende Kunst und Ausstellungen, Musik, Theater, Tanz, Buch, Literatur und Film gehört traditionell zum Kernbereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Sie vermittelt im Ausland ein Bild von der hohen Qualität und großen Vielfalt des künstlerischen Schaffens in Deutschland und präsentiert unser Land als innovative und kreative Kulturnation. Die kulturelle Programmarbeit ist besonders geeignet, interkulturelle Begegnungen und Kommunikation auch jenseits des politischen Diskurses zu ermöglichen und damit das Verständnis füreinander und die Verständigung miteinander zu erleichtern und zu vertiefen.

Den Großteil der verfügbaren Fördermittel stellt das Auswärtige Amt den Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kulturpolitik, vor allem dem Goethe-Institut in München mit seinem dichten Netz von Kulturinstituten, und dem Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart sowie dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frankfurt, zur eigenverantwortlichen Durchführung ihrer Programme zur Verfügung. Des Weiteren fördert das Auswärtige Amt das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), der ausländischen Künstlern (Bildende Kunst, Literatur, Musik und Film) Stipendien für einen meist einjährigen Aufenthalt in Berlin gewährt.

Die beim Auswärtigen Amt verbleibenden Mittel dienen primär der Förderung größerer Kulturvorhaben von erheblicher außenkulturpolitischer Bedeutung mit internationaler Ausstrahlung. Hierbei legt das Auswärtige Amt neben der künstlerischen Qualität besonderen Wert auf regionale Schwerpunktsetzung, Nachhaltigkeit sowie partnerschaftliche Kooperation mit Institutionen und Persönlichkeiten im Gastland.

Bei der kulturellen Programmarbeit handelt es sich vor allem um

  • Förderung von Ausstellungen, Künstleraustausch und -kontakten, Informations- und Beratungsdienstleistungen;
  • Unterstützung von Gastspielen: Tourneen musikalischer Ensembles, von Theater- und Tanzgruppen im Ausland, die Instrumenten- und Musikalienspenden;
  • Buch- und Literaturförderung: Veröffentlichung von Kulturzeitschriften und Büchern; Versorgung deutscher Bibliotheken und Lesesälen im Ausland; Beteiligung an Buchmessen im Ausland, Förderung von Buchinformationszentren, Unterstützung von Übersetzungen, Lese- und Informationsreisen von Schriftstellern und Verlegern; bibliothekarische Verbindungsarbeit;
  • Filmförderung: neben der Förderung von Filmvorführungen und -verleih auch Teilnahme deutscher Regisseure an internationalen Filmfestivals, zahlreiche Koproduktionsabkommen, Hilfen zur Präsentation ausländischer Filme und Regisseure bei deutschen Filmfestivals (beispielsweise Internationale Filmfestspiele Berlin).

Neben der Präsentation deutscher bzw. aus Deutschland stammender Kunst und Kultureinrichtungen im Ausland hat sich auch der Austausch mit Vertretern ausländischer Kulturen als Aufgabe kultureller Programmarbeit etabliert. Gemäß dem Konzept der kulturellen "Zweibahnstraße" stellt das Auswärtige Amt Mittel, meist über das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen, für die Durchführung von Kulturvorhaben aus Entwicklungsländern bzw. die Teilnahme von Künstlern aus diesen Ländern an Kulturveranstaltungen in Deutschland bereit, welche sonst aufgrund unzureichender Ressourcen nicht stattfinden bzw. sich am Kulturaustausch nicht beteiligen könnten. In diesem Zusammenhang verdient das Haus der Kulturen der Welt in Berlin besondere Erwähnung, das auch mit Mitteln des Auswärtigen Amts vor allem Verbundprogramme mit Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Symposien etc. durchführt.


Stand 14.02.2013

Zeitschrift für Kulturaustausch

KULTURAUSTAUSCH,

die vierteljährliche Zeitschrift für internationale Perspektiven, ist eine Plattform, um über Wechselwirkungen von Politik, Kultur und Gesellschaft zu diskutieren. Herausgegeben vom Institut für Auslandsbeziehungen und dem ConBrio Verlag.

"Seiltänzer" von Trak Wendisch, Innenhof des Auswärtigen Amts in Berlin

"Kunst am Bau" im Auswärtigen Amt