Hauptinhalt

Côte d'Ivoire

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: März 2015

Das ivorische Bildungssystem ist in Struktur und Lehrinhalten stark dem französischen nachempfunden. Trotz obligatorischen Grundschulbesuches ist die Analphabetenrate noch immer hoch.

Die staatlichen Schulen leiden unter fehlenden Finanzmitteln. Es gibt jedoch einige wenige relativ gut ausgestattete staatliche und private Eliteschulen auf vergleichsweise hohem Niveau. In Côte d'Ivoire gibt es drei Universitäten. Die bedeutendste, die Universität Felix Houphouet-Boigny in Abidjan-Cocody, war während der politischen Krise für über zwei Jahre geschlossen und wurde danach mit Mitteln der EU großzügig saniert und vergrößert.

In Yamoussoukro arbeitet ein Polytechnikum mit sechs angegliederten Akademien ("Grandes Ecoles"). Ein System praxisorientierter Berufsbildung fehlt.

Das Erziehungsministerium strebt eine Verbesserung des Bildungssystems und die Lösung von der totalen Ausrichtung auf das französische System an. Im Hochschulbereich steuert man - in Kooperation mit anderen Ländern in Westafrika - das so genannte LMD-System (mit den Abschlüssen Licence, Master, Doctorat) in Annäherung an die Ausbildung in angelsächsischen Ländern an.

Verkehrssprache ist Französisch, erste Fremdsprache ist Englisch (obligatorisch in der Sekundarstufe), zweite Spanisch oder Deutsch. Es gibt über 60 einheimische afrikanische Sprachen.

Die Medienlandschaft ist vielfältig. Die wichtigsten Tageszeitungen sind "Fraternité Matin", "Le Jour", "Le Patriote", "Soir Info", "L'Elephant Déchainé","24 Heures", "Nord-Sud" und "Notre Voie".

Nationale Verbreitung hat der staatliche Rundfunk "Radio Télévision Ivorien" (RTI). Von besonderer Bedeutung sind die zahlreichen lokalen Radiosender, die für den größten Teil der Bevölkerung die wichtigste Informationsquelle sind. Wichtigste unabhängige Informationsquelle für die Eliten ist das französische Auslandsprogramm Radio France Internationale (RFI), das in den meisten Städten auch auf UKW empfangen werden kann.

Über zwei Millionen Ivorer haben einen Internet-Anschluß, zumeist über ihr Smart-Phone. Die Regierung möchte diese Zahl schnell steigern und baut dafür die entsprechende Infrastruktur - zum Beispiel Glasfaserkabel- verstärkt aus.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere