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Benin

Kultur und Bildung

Stand: April 2017

Kultur und Bildungswesen sind stark durch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich geprägt. Entsprechend groß ist auch der kulturelle Einfluss Frankreichs, dessen Sprache auch nach der Unabhängigkeit Benins Amtssprache geblieben ist. Es gibt allerdings einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung, der aufgrund fehlender Schulbildung schlecht, kaum oder gar nicht Französisch beherrscht.

Die Alphabetisierungsrate beläuft sich auf 38,4 Prozent bei den über 15-Jährigen und 42,27 Prozent bei den unter 15-jährigen Beninern (laut UNDP Weltentwicklungsbericht 2016).

Bildungswesen

Die Regierung hat sich vorgenommen, gemäß den Millenniumszielen der Vereinten Nationen bis zum Jahre 2015 eine hundertprozentige Einschulungsrate zu erreichen (etwa die Hälfte der Bevölkerung ist mittlerweile jünger als 16 Jahre). Das sehr hohe Bevölkerungswachstum und der Mangel an finanziellen Mitteln wirken sich jedoch negativ auf das Schulwesen aus. 

Es fehlt an Schulen, Lehrern und Lehrmaterial. Häufige Streiks der Lehrergewerkschaften machen die Lage nicht einfacher. Im Rahmen der Armutsbekämpfung sollen künftig verstärkt Mittel in den Erziehungsbereich fließen. Seit dem Schuljahr 2007/08 ist der Zugang zum Primarschulbereich kostenfrei. Fehlende Schul-Neubauten, um den steigenden Schülerzahlen Rechnung zu tragen, erschweren die Verhältnisse in den Schulen.

Gemeinsam mit der Expertin für Unterricht des Goethe-Instituts Lomé wird seit 2008 das Lycée Béhanzin in Porto Novo, eine Partnerschule im Rahmen des PASCH-Programms des Auswärtigen Amts, durch Jugendkurse, Fortbildung der Deutschlehrer und Material unterstützt.

Seit 2001 hat Benin zwei staatliche Hochschulen. Die frühere Université Nationale du Bénin wurde zur Université Abomey Calavi. Die zweite Universität hat ihren Hauptsitz in Parakou. Auch die Universitäten sind unzureichend ausgestattet. Es fällt schwer, qualifiziertes Personal zu halten. Gleichzeitig steigen die Studentenzahlen stark an. Seit Ende 2009 wird die Germanistik-Abteilung der Université Abomey Calavi durch eine Lektorin des DAAD unterstützt.


Kultur

Benin ist ein Land kultureller Vielfalt und hat einige Künstler von Weltruhm, wie etwa die Sängerin Angelique Kidjo oder die Künstler Romouald Hazoumé und Georges Adéagbo hervorgebracht. Daneben hat sich eine lebendige Künstlerszene mit einer Vielzahl talentierter jüngerer Künstler beispielsweise in der bildenden Kunst sowie im Bereich Musik entwickelt. Während beninische Musiker im eigenen Land sehr geschätzt sind, finden zeitgenössische bildende Künstler in Benin weniger Anerkennung als im Ausland.

Kulturelle Aktivitäten beruhen meist auf privaten Initiativen, da der beninische Staat kaum finanzielle Mittel zur Förderung der Kunst bereitstellen kann. 

Angesichts der wenigen öffentlichen Bühnen und Galerien bietet vor allem das französische Kulturinstitut in Cotonou beninischen Künstlern ein Forum. Benin ist eines der Heimatländer der traditionellen Voodoo-Religiosität, die bis nach Mittel- und Südamerika ausstrahlt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Benin ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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