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Gambia

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Februar 2013

Angesichts einer Analphabetenrate von rund 60 Prozent liegt die größte Herausforderung für die Regierung in der Förderung des Primar- und Sekundarschulbereichs. Obwohl die gambische Regierung etwa 20 Prozent ihres Gesamtbudgets dem Bildungssektor zur Verfügung stellt, bleibt das Bildungsniveau - auch bedingt durch die geringe Anzahl gut qualifizierter Lehrer - niedrig.

Das Schulsystem ist an das britische System angelehnt, Lehrsprache an den Schulen ist Englisch. In den Sekundarschulen wird Französisch, in Koranschulen auch Arabisch als Fremdsprache angeboten. Einzige internationale Schule in Gambia ist die Ecole Française de Banjul.

Der weitere Aufbau der 1998 gegründeten "University of The Gambia" bleibt eine Herausforderung. Zur Zeit kann dort ein Bachelor-Abschluss in Human-, Sozial- ,Wirtschafts- und Managementwissenschaften beziehungsweise Krankenpflege und öffentliches Gesundheitswesen abgelegt werden. Ferner kann ein Bachelor-Abschluss in Medizin erworben werden. Am staatlich finanzierten "Gambia College" werden neben Lehrern und Krankenschwestern beziehungsweise Geburtshelferinnen - auch Agraringenieure und Führungskräfte ausgebildet.

Im Laufe der nächsten Jahre soll die "University of the Gambia" um acht Fakultäten erweitert werden. Daneben sind der Bau einer Bibliothek und mehrerer Studentenwohnheime geplant. Entsprechende Mittel wurden von der Islamischen Entwicklungsbank, dem OPEC Fund, Saudi Fund, Kuwaiti Fund und der Afrikanischen Entwicklungsbank zugesagt.

Im Januar 2011 nahm die American International University West Africa (AIUWA) ihren wissenschaftlichen Betrieb in Gambia auf und bietet seitdem unter anderem die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie nach amerikanischen Lehrplänen an

Als englischsprachiges Land sind die kulturellen Interessen Gambias vor allem nach Großbritannien und den USA ausgerichtet. Gleichzeitig hat der Islam im öffentlichen Leben seit der Machtübernahme Präsident Jammehs an Bedeutung gewonnen. Er bleibt in seiner Praxis weitgehend moderat und tolerant.

Musik und Kunsthandwerk sind in erster Linie auf den Tourismus ausgerichtet.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.