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500 Jahre Reformation

Reformationsjubiläum

Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum wurde im Jahre 2008 feierlich die Lutherdekade eröffnet. Sowohl die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) als auch staatliche Institutionen konzipieren und organisieren die Dekade gemeinsam. Die Reformation ist ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung mit Wirkungen quer durch alle Kontinente. Die großen Reformatoren – Luther, Melanchthon, Zwingli, Calvin und andere – gehören kulturstiftend zu den großen Ideengebern der Religions- und Geistesgeschichte, die auch politische Wirkung genommen haben.

Lutherdekade

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Die Lutherdekade entfaltet das weite Themenspektrum der Reformation in Themenjahren. Zum einen wird an historische Gedenkjahre angeknüpft. So stand das Jahr 2010 unter dem Motto "Reformation und Bildung" und gedachte damit des 450. Todestags Melanchthons, dem "Praeceptor Germaniae"/"Lehrer Deutschlands". Zum anderen nimmt die Dekade Impulse der Reformation auf, die bis in unsere heutige Zeit reichen. Das Thema des Jahres 2013 "Reformation und Toleranz" setzt sich mit ökumenischer Gemeinsamkeit aber auch mit den intoleranten Seiten der Reformation, die nicht verschwiegen werden dürfen, auseinander.

Projekte des Auswärtigen Amts

Im Dezember 2011 fand auf Einladung von Staatsministerin Cornelia Pieper eine Besichtigungsreise mit ausländischen Botschafter(innen) zu Luthergedenkstätten in Thüringen (Wartburg, Erfurt) und Sachsen-Anhalt (Lutherstadt Wittenberg) und im Oktober 2012 zu Luthergedenkstätten in Sachsen (Zwickau, Leipzig, Torgau) und Sachsen-Anhalt (Halle) statt.

Im Juni 2012 übergab Staatsministerin Cornelia Pieper im Haus der nordischen Botschaften "Luther-Statuen" des Künstlers Ottmar Hörl an die Botschafter von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, und Schweden.

Im November 2012 organisierte die Botschaft der Bundesrepublik in Polen anlässlich der Eröffnung des Themenjahres "Reformation und Toleranz" eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Wege des Widerstands gegen Unrecht" mit Ministerpräsident a.D. Mazowiecki und dem früheren EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Huber im Beisein des inzwischen verstorbenen Kardinalprimas Glemp; Anlass war die jüngst erschienene deutschsprachige Übersetzung eines Buchs über den evangelischen, in Breslau geborenen Pastor Bonhoeffer "Ein Christ im Dritten Reich".


Stand 25.01.2013