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Abkommen zur Visumerleichterung

Die Europäische Union hat Visumerleichterungsabkommen mit folgenden Staaten abgeschlossen (Datum der Unterzeichnung):

  • Russische Föderation (25.05.2006)
  • Ukraine (18.06.2007)
  • Republik Moldau (10.10.2007)
  • Serbien (18.09.2007)
  • Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (18.09.2007)
  • Montenegro (18.09.2007)
  • Bosnien und Herzegowina (18.09.2007)
  • Albanien (18.09.2007)
  • Georgien (17.06.2010)

Das Visumerleichterungsabkommen mit Russland ist am 01.06.2007 in Kraft getreten, die übrigen Abkommen – mit Ausnahme des mit Georgien – zum 01.01.2008. Das Visumerleichterungsabkommen mit Georgien ist am 01.03.2011 in Kraft getreten.

Die sich in Inhalt und Struktur ähnelnden Abkommen gelten für geplante Aufenthalte im Schengenraum von bis zu 90 Tagen im Halbjahr (Kurzzeitaufenthalte). Sie gelten jeweils für die Staatsangehörigen dieser Länder weltweit.

Visumfreiheit für Staatsangehörige von Albanien, Bosnien und Herzegowina, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien

Zum 19.12.2009 wurde die Visumpflicht für Staatsangehörige der EJR Mazedonien, Montenegros und Serbiens für Aufenthalte im Schengenraum von bis zu 90 Tagen im Halbjahr aufgehoben, sofern sie Inhaber eines biometrischen Passes sind (vgl. Anhang II, Teil 1 der EU-VisaVO).

Zum 15.12.2010 wurde die Visumpflicht auch für Staatsangehörige von Albanien sowie Bosnien und Herzegowina für Aufenthalte im Schengenraum von bis zu 90 Tagen im Halbjahr aufgehoben. Auch diese Regelung gilt nur für Inhaber biometrischer Pässe.Für Staatsangehörige ohne biometrischen Pass besteht die Visumpflicht jedoch fort und die genannten Visumerleichterungsabkommen finden weiterhin Anwendung.

Staatsangehörige von Kosovo unterliegen weiterhin der Visumpflicht, auch wenn sie Inhaber eines serbischen Passes sind.

Wesentliche Inhalte der Abkommen

Die Schwerpunkte der Abkommen sind:

  • Erleichterungen beim Nachweis des Reisezwecks (Art. 4; zum Beispiel für offizielle Delegationen, Geschäftsleute, LKW-Fahrer, Journalisten, Schüler und Studenten sowie enge Familienangehörige)
  • Verstärkte Vergabe von unechten Jahres- und Mehrjahresvisa an privilegierte Personengruppen (berechtigter Personenkreis wie oben)
  • Grundsätzlich Festschreibung der Visumgebühr auf 35 Euro (Art. 6), dabei verschiedene Befreiungen von der Visumgebühr (beispielsweise für Verwandtenbesuche).
  • Regelbearbeitungszeit von 10 Kalendertagen nach Antragseingang (Art. 7)
  • Wegfall der Visumpflicht für Inhaber von Diplomatenpässen (Art. 10 oder 11)

Die Abkommen finden Sie unter den Links in der rechten Spalte.


Stand 15.12.2010

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