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Türkei

Am 23. Oktober 2011 führten Erdstöße der Stärke 7,3 in der osttürkischen Provinz Van zu Verwüstungen, bei denen zahlreiche Gebäude einstürzten. Darauf folgten viele Nachbeben. Die Zahl der Todesopfer wurde schließlich mit 601, die der Verletzten mit 4152 angegeben. 168 Verschüttete konnten geborgen werden. Über 5739 Gebäude wurden so zerstört oder beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Ca. 600 000 Menschen leben im unmittelbar vom Erdbeben betroffenen Gebiet.

Der schnelle Einsatz von Such- und Rettungsdiensten war unmittelbar nach dem Erdbeben die vordringlichste Aufgabe. Diese konnte von den zuständigen Stellen der Türkei zunächst selbst wahrgenommen werden. Engpässe zeigten sich dann aber wegen der hohen Zahl nicht mehr nutzbarer Wohngebäude im Bereich der Notunterkünfte. Am 26. Oktober stellte die türkische Regierung  dann ein internationales Hilfsersuchen bezüglich Not- und Übergangsunterkünften. Vor allem mit Blick auf den nahenden Winter war es wichtig, dafür zu sorgen, dass für alle Obdachlosen hinreichend Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden konnten. 

Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts

Beladung des LKW mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer in der Türkei

Beladung des LKW mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer in der Türkei
© ASB/A. Königstein

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Beladung des LKW mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer in der Türkei

Beladung des LKW mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer in der Türkei

Beladung des LKW mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer in der Türkei

Auf das Hilfsersuchen der türkischen Regierung reagierte die Bundesregierung schnell. Über das Rote Kreuz, das zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Türkischen Roten Halbmond in Verbindung stand, waren Einzelheiten zum humanitären Bedarf bekannt. Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amts in Höhe von 360.000 Euro konnte kurzfristig ein Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes mit 500 Zelten, 2.500 Decken und 14 Heizöfen für die die Menschen im Katastrophengebiet organisiert werden. 

Außerdem unterstützt das Auswärtige Amt drei Hilfsvorhaben der Diakonie, des Arbeiter- und Samariterbundes und von Arche Nova, um die Bevölkerung im Notstandsgebiet bei zunehmend winterlichen Verhältnissen zusätzlich mit Hilfsgütern auszustatten. 

Außenminister Westerwelle hatte direkt nach der Katastrophe seine Anteilnahme gegenüber der türkischen Regierung und dem türkischen Volk, insbesondere in der betroffenen Region Van zum Ausdruck gebracht und deutsche Hilfe angeboten: "Deutschland steht der Türkei in dieser schweren Stunde bei", sagte Westerwelle am 23. Oktober.


Stand 08.11.2011

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