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Jamaika

Beziehungen zwischen Jamaika und Deutschland

Stand: März 2015

Politik

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Jamaika sind seit Jamaikas Unabhängigkeit 1962 freundlich und problemfrei, wenn auch nicht besonders intensiv. Jamaika sieht Deutschland als wichtigen internationalen Partner und als einen der einflussreichsten Mitgliedsstaaten der EU.

Die früher sehr enge bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit (insgesamt Mittel in Höhe von rund 255 Millionen Euro) ist 2003 ausgelaufen, als Jamaika gemessen am Pro-Kopf-Einkommen zu einem Land mittleren Einkommens wurde. Jamaika bleibt jedoch Partner der regionalen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die EU ist größter internationaler Geber an Zuschüssen. Deutschland trägt mit ca. 20% am meisten zur EU-Hilfe bei.


Wirtschaft

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts beliefen sich im Jahr 2013 die deutschen Einfuhren aus Jamaika auf 76.307 Millionen Euro (vor allem Tonerde/Bauxit), die Ausfuhren nach Jamaika auf 43 Millionen Euro (insbesondere Fahrzeuge, pharmazeutische Produkte, Maschinen). Das Handelsbilanzdefizit beläuft sich auf - 33,3 Millionen Euro.

20143 reisten 21.346 deutsche Touristen nach Jamaika (Quelle: Jamaica Tourist Board), etwas mehr als im Vorjahr. Deutschland bleibt auf Platz 4 als Herkunftsland.

Nennenswerte deutsche Direktinvestitionen sind nicht vorhanden. Es gibt allerdings eine deutsche Beteiligung an der spanischen Hotelkette RIU, die in erheblichem Maße in Jamaika investiert.

Der deutsch-jamaikanische Investitionsschutz- und Förderungsvertrag ist am 29.05.1996 in Kraft getreten, hat allerdings bislang kaum praktische Bedeutung erlangt.


Kultur

Die seit 1966 bestehende "Jamaican-German Society" bietet mit finanzieller Förderung durch das Auswärtige Amt Deutschkurse an, die zu einem vom Goethe-Institut anerkannten Abschluss führen. Sie unterstützt die Botschaft auch bei kulturellen Programmen.

Im Stipendien-Angebot des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und der Humboldt-Stiftung sind jamaikanische Kandidaten mitunter erfolgreich. Das Interesse an der Kooperation mit deutschen Universitäten und Fachhochschulen ist groß.


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