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Guinea

Beziehungen zwischen Guinea und Deutschland

Stand: April 2014

Politische Beziehungen

Das bilaterale Verhältnis war in den ersten Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit Guineas (1958) Schwankungen unterworfen (Abbruch der Beziehungen 1970-1975). Die Beziehungen waren stets freundlich, trübten sich aber ab 2000 wegen der schlechten Regierungsführung unter Präsident Lansana Conté und besonders nach dem Militärputsch vom 23.12.2008. Seit der ersten demokratischen Präsidentschaftswahl 2010, aus der Prof. Alpha Condé als Sieger hervorging, haben sich die Beziehungen normalisiert. Deutschland genießt einen guten Ruf in Guinea.

Wirtschaftsbeziehungen

Der Außenhandel 2012 mit Guinea belief sich laut Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Oktober 2013 auf 157,4 Millionen Euro; Deutschland führte 2012 Waren aus Guinea im Wert von 102,1 Millionen Euro ein. Demgegenüber stehen Exporte (hauptsächlich Maschinen und Fahrzeuge) mit einem Wert von 55,3 Millionen Euro. Ein jüngst ratifizierter Investitionsschutz- und Förderungsvertrag bildet eine wichtige Voraussetzung für mehr privatwirtschaftliches Engagement deutscher Unternehmen.

Entwicklungszusammenarbeit

Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit war zwischen 1971 und 1979 unterbrochen. Als LDC (Least Developed Country) erhält Guinea seit 1979 nicht-rückzahlbare Zuschüsse. Seit 2000 wurden mit Guinea keine Regierungsverhandlungen mehr geführt, sondern im 2-Jahres-Rhythmus einseitige Zusagen für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit gemacht.

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit wurde seit dem 23.12.2008 wegen des Militärputsches suspendiert, aber auf geringem Niveau weitergeführt. 

Nach Durchführung der Parlamentswahlen am 28.09.2013 entschied die Bundesregierung die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Guinea analog zur EU wieder vollumfänglich aufzunehmen. Als erster Schritt hierzu wurden Ende November bislang eingefrorene Neuzusagen in Höhe von insgesamt 24,4 Millionen getätigt. 

Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Guinea konzentriert sich auf den Schwerpunkt "Soziale Grunddienste" und umfasst die folgenden Aktivitäten:

  • Finanzielle Zusammenarbeit: Förderung von Grundbildung, Förderung der reproduktiven und Familiengesundheit
  • Technische Zusammenarbeit: Reproduktive Gesundheit und Stärkung von Frauenrechten

Darüberhinaus gibt es einige private Initiativen, die sich in Guinea engagieren. Der Deutsche Volkshochschulverband führt Programme der Erwachsenenalphabetisierung durch, der Weltfriedensdienst soziale Projekte.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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