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Sri Lanka

Bildungs- und Kulturpolitik, Medien

Stand: März 2014

Kultur

Staatliche Kulturpolitik hat ihren Schwerpunkt in der Förderung und Erhaltung der buddhistischen Tradition und der Volkskunst.

Sri Lankas acht Welterbestätten (sechs kulturelle Stätten und zwei Naturstätten) werden auch aus touristischen Gründen gepflegt. Besonderer Anziehungspunkt ist das so genannte Kulturdreieck Kandy-Anuradhapura-Polonnaruwa.


Bildungssystem

Das Bildungssystem orientiert sich am englischen Vorbild und ist im Grundschulbereich flächendeckend entwickelt. Die Analphabetenrate (8,7 Prozent) ist im regionalen Vergleich einzigartig niedrig. Englisch wird neben Singhalesisch und Tamilisch (Amtsprachen) verstärkt gefördert, um die Verständigung zwischen den ethnischen Gruppen zu erleichtern und der Jugend Zugang zur internationalen Wirtschafts- und Wissenschaftsentwicklung zu geben. Präsident Rajapaksa hat eine Initiative zur Stärkung des Unterrichts von Englisch und IT-Kenntnissen an den Schulen ausgerufen. Andere Fremdsprachen werden nur vereinzelt in den Schulen angeboten.

Zugang zu den 13 Universitäten wird mittels Aufnahmeprüfungen gewährt, da Studienplätze nur für weniger als 20 Prozent der Zugangsberechtigten zur Verfügung stehen. Wegen Streiks und Unruhen unter Studenten kommt es mitunter zu vorübergehenden oder auch längerfristigeren Universitätsschließungen. Universitätsabgänger haben es häufig nicht leicht, eine angemessene und angemessen entlohnte Beschäftigung zu finden. Dies verstärkt das Problem der Abwanderung ins Ausland.

Universitätspartnerschaften gibt es zwischen den Universitäten Colombo und Gießen (Anglistik) sowie Heidelberg (Südasienwissenschaften). Im Frühjahr 2013 wurde zwischen der Universität Sabaragamuwa und der Universität Mainz ein MOU unterzeichnet. Mit Mainz und Gießen kooperiert auch die Universität Kelaniya, die im September 2013 mit Unterstützung von AA/ Botschaft ein Deutschlernzentrum eingerichtet hat.


Medien

Die größten Rundfunk- und Fernsehsender stehen unter Regierungskontrolle. Die Regierung ist auch Eigentümer des größten Verlagshauses. Unabhängige Medien dosieren kritische Berichterstattung und Kommentierung. Medien-Webseiten, die Themen mit Sri-Lanka-Bezug behandeln, müssen sich beim „Government Information Department“ registrieren lassen. Regierungskritische Online-Publikationen werden zeitweise gesperrt. Im World Press Freedom Index der Organisation Reporters without Borders ist Sri Lanka 2014 von Platz 162 auf Platz 165 von insgesamt 179 Staaten abgerutscht.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit


Mehr Informationen zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Sri Lanka finden Sie beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.