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Die UNESCO

Der Satz: "Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden" - ist die Leitidee der UNESCO. 

Aus der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges zog sie die Lehre, dass "ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden kann. Friede muss - wenn er nicht scheitern soll - in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden" (aus der Verfassung der UNESCO vom 16. November 1945).

Beitrag zur Friedenserhaltung

Die 1945 gegründete UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Ziel der UNESCO ist es, durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit beizutragen. Am 11. Juli 1951 trat die Bundesrepublik Deutschland der UNESCO bei, die DDR wurde 1972 Mitglied. Generaldirektorin ist seit November 2009 die Bulgarin Irina Bokova.

Hauptentscheidungsgremium der UNESCO ist die Generalkonferenz der 193 Mitgliedsstaaten. Sie tritt alle zwei Jahre in Paris zusammen und entscheidet über die grundsätzlichen Richtlinien sowie über Programm und Haushalt der Organisation. Ihre Aufgabe ist auch die Wahl des Exekutivrats, der sich aus 58 Vertretern der Mitgliedsstaaten zusammensetzt und zweimal jährlich tagt. Deutschland ist 2007 für vier Jahre in den Exekutivrat gewählt worden. Der Exekutiverat überwacht als politisches Lenkungsgremium der UNESCO die Durchführung des von der Generalkonferenz beschlossenen Programms.

Die UNESCO finanziert sich aus den Pflichtbeiträgen ihrer Mitgliedsstaaten sowie extrabudgetären Mitteln. Die extrabudgetären Zuwendungen betragen ca. 52 Prozent der gesamten finanziellen Mittel. Der reguläre Zweijahreshaushalt 2010/2011 betrug 653 Millionen US-Dollar. Der Haushalt wurde von der 35. Generalkonferenz verabschiedet.

Deutsche Vertretung bei der UNESCO in Paris

Die deutsche Ständige Vertretung bei der UNESCO in Paris unterhält den laufenden Arbeitskontakt zum UNESCO-Sekretariat und ist für die Pflege der Beziehungen zur UNESCO zuständig.

Deutsche Vertretung bei der UNESCO

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

Die UNESCO-Nationalkommissionen bilden ein im System der Vereinten Nationen einzigartiges Netzwerk. Ihre Aufgabe ist es, die Ziele der UNESCO in ihren Mitgliedstaaten zu fördern und in die Praxis umzusetzen. Sie beziehen die mit Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation befassten Organisationen und Institutionen des jeweiligen Landes in die Planung, Verwirklichung und Evaluierung des UNESCO-Programms ein. 

Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) wirkt als nationale Verbindungsstelle in allen Arbeitsbereichen der UNESCO. Als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik wird die Deutsche UNESCO-Kommission vom Auswärtigen Amt institutionell gefördert. Ihr gehören bis zu 100 Mitglieder an, darunter Beauftragte der Bundesregierung und der Länder (Kultusministerkonferenz) sowie von der Hauptversammlung gewählte Experten und Vertreter von Institutionen. Die Kommission hat ihren Sitz in Bonn.


Stand 25.10.2012

Kultur-Übereinkommen

Am 20. Oktober 2005 verabschiedete die 33. UNESCO-Generalkonferenz das "Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen". Die vorliegende UNESCO-Broschüre enthält die zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz abgestimmte deutschsprachige Fassung des Übereinkommens.

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