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Björn Barth

"Das Leben und Arbeiten im Ausland ist spannend, fordert einem aber auch ein hohes Maß an Flexibilität ab."

Nach Abschluss der Schule trat ich 1991 in den Bundesgrenzschutz ein. Nach der Ausbildung und einigen Monaten in einer Einsatzhundertschaft war ich ab 1994 als Kontrollbeamter an der Schweizer Grenze tätig. Meine Frau und ich entschieden uns 2001 gemeinsam für meinen Wechsel vom BGS zum Auswärtigen Amt. Zur Einstellung zogen wir nach Bonn. Als besonders reizvoll empfinden wir es, mit dem sicheren Hintergrund als Beamter und einer ständig wechselnden, vielschichtigen Tätigkeit quer durch die Fachgebiete deutscher Amtsstuben die ganze Welt so gut kennen lernen zu dürfen wie in kaum einem anderen Beruf. Meine Freude an Fremdsprachen kommt mir sehr zunutze, und die Konsulararbeit enthält viele Elemente meines ehemaligen Berufs, insbesondere in der Pass- und Visastelle.

Die Ausbildung im Einführungslehrgang in Bonn habe ich als zum Teil fordernd, aber stets am Bedarf orientiert und sehr praxisnah erlebt. Die Ausbilder kommen fast alle aus der Praxis, und es herrscht ein angenehmes Betriebsklima. Das anschließende zweimonatige Praktikum in der Zentrale in Berlin bot mir einen ersten Einblick in die Arbeitsweise eines Bundesministeriums.

Mein neunmonatiges Auslandspraktikum habe ich zusammen mit meiner Familie in Buenos Aires verbracht, wo auch unser zweites Kind geboren wurde. Das Leben und Arbeiten im Ausland ist spannend, fordert einem aber auch ein hohes Maß an Flexibilität ab, das viele Umziehen ist anstrengend. In Argentinien konnte ich erfahren, wie es ist, in einem Staat zu leben, der sich in seiner schwersten politischen und wirtschaftlichen Krise befindet.

Direkt nach der Ausbildung wurde ich für vier Jahre an die Botschaft Tallinn versetzt. Dort war ich zunächst für neun Monate als Registrator (Schriftgut- und Archivverwaltung) und Bürosachbearbeiter für Liegenschaften und Reisekosten sowie als ITB (IT-Betreuer-Ausland, d. h. erste Anlaufstelle für technische Probleme mit der EDV) eingesetzt. Danach wechselte ich in die Zahlstelle und Fernmeldestelle, die Aufgabe als ITB blieb mir erhalten. Seit ca. einem Jahr nun bin ich zusätzlich im RK-Referat als Visaentscheider und Passbeamter eingesetzt, die Fernmeldestelle wird von jemand anderen betreut.

So habe ich in nur drei Jahren das gesamte Spektrum des mittleren Dienstes auch in der Praxis kennengelernt und freue mich schon auf die Vakanzenliste in diesem Sommer, damit meine Familie und ich uns für die nächsten vier Jahre für ein neues Land und neue Arbeitsaufgaben bewerben können.

Bis jetzt kann ich nur sagen, dass der Dienst beim Auswärtigen Amt meine Erwartungen voll erfüllt und seitens des Auswärtigen Amts auch gut für die Familie gesorgt wird.


Björn Barth

Björn Barth