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Thailand

Außenpolitik

Stand: Februar 2014

Grundlagen der Außenpolitik

Die im August 2011 angetretene thailändische Regierung hat den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen in den Mittelpunkt ihrer Außenpolitik gestellt. Eine Vertiefung der Zusammenarbeit innerhalb der südostasiatischen Staatengemeinschaft  ASEAN, in der Thailand traditionell eine wichtige Rolle einnimmt, ist dabei, neben einer engagierten Politik im Rahmen der Vereinten Nationen, eines der wichtigsten politischen Langfristziele der thailändischen Außenpolitik. Viel Aufmerksamkeit nehmen die Vorbereitungen zur weiteren wirtschaftlichen Integration ASEANs zur ASEAN Economic Community (AEC) 2015 in Anspruch. Seit Amtsantritt der Regierung Yingluck im August 2011 hat Thailand intensive Reisediplomatie im ASEAN-Raum betrieben. Die Ministerpräsidentin besuchte auf ihrer ersten Europareise im Juli 2012 Berlin.

Insbesondere der Verbesserung des Verhältnisses zum Nachbarn Kambodscha gelten große Anstrengungen. Zwischen Thailand und Kambodscha gibt es mehrere ungelöste Fragen der Ziehung von Land- und Seegrenzen. Im Februar 2011 war es zu einzelnen bewaffneten Auseinandersetzungen um den Tempel Preah Vihear gekommen. Intensive diplomatische und militärische Gesprächskontakte seit dem Regierungswechsel in Thailand konnten die Beziehungen spürbar verbessern. Im November 2013 sprach der Internationale Gerichtshof in Den Haag einen Teil des umstrittenen Gebietes Kambodscha zu, ließ indes für den Großteil des Gebietes Raum für eine bilaterale Verhandlungslösung.

Die Regierung setzt auf den Demokratisierungsprozess im Nachbarland Myanmar. Thailand kann von einer Öffnung Myanmars politisch und wirtschaftlich profitieren.

Ein wichtiger Pfeiler der thailändischen Außen- und Sicherheitspolitik ist die traditionell enge Sicherheitspartnerschaft mit den USA. Thailand unterhält ebenfalls enge und gute Beziehungen zu China, mit dem es keine Territorialstreitigkeiten hat. Seit 2012 nimmt Thailand die Rolle des Länderkoordinators für die Beziehungen ASEANs zu China ein. Im November 2012 waren US-Präsident Barack Obama und der chinesische Ministerpräsident Hu Jintao an aufeinanderfolgenden Tagen in Bangkok zu Gast. Im Oktober 2013 besuchte der neue chinesische Ministerpräsident Li Keqiang Thailand.

Thailand hat traditionell eine führende Rolle im südostasiatischen Staatenbündnis ASEAN inne. Die thailändische Regierung setzt große Erwartungen in den Aufbau der gemeinsamen Wirtschaftszone ASEAN Economic Community, der 2015 erfolgen soll.



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