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Thailand

Außenpolitik

Stand: März 2016

Grundlagen der Außenpolitik

Ein wichtiger Pfeiler der thailändischen Außen- und Sicherheitspolitik ist die traditionell enge Sicherheitspartnerschaft mit den USA sowie die Ausgestaltung der Beziehungen zu den asiatischen Nachbarstaaten. Nach dem Militärputsch vom 22.05.2014 konzentrierte sich der Militärrat zunächst auf die Innenpolitik, seit September 2014 gibt es aber eine Übergangsregierung mit General a.D. Prayut Chan-o-Cha als Ministerpräsident.

Eine Vertiefung der Zusammenarbeit innerhalb der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN, in der Thailand eine wichtige Rolle einnimmt, ist - neben einer engagierten Politik im Rahmen der Vereinten Nationen – eines der wichtigsten politischen Langfristziele der thailändischen Außenpolitik. Mit Inkrafttreten der ASEAN Economic Community (AEC) am 31.12.2015 konnte auch eine weitere wirtschaftliche Integration ASEANs erreicht werden.

Thailand unterhält ebenfalls enge und gute Beziehungen zu China, mit dem es keine Territorialstreitigkeiten hat. Auch zu Japan hat Thailand enge politische und vor allem wirtschaftliche Beziehungen. Japan ist der größte ausländische Investor und wichtigste Handelspartner Thailands.

Thailand hat traditionell gute Beziehungen zur Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten und gilt als wichtiger Partner innerhalb der ASEAN. Im März 2013 wurden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Thailand begonnen, die jedoch nach dem Militärputsch nicht wieder aufgenommen wurden. Seit August 2015 ist Thailand Länderkoordinator für die Beziehungen ASEANs zur EU.

Das Verhältnis zum Nachbarn Kambodscha hat sich in den letzten Jahren verbessert. Auch die neue Übergangsregierung strebt enge Kontakte mit dem Nachbarland an, um eine Lösung für die bisher ungelösten Fragen der Ziehung von Land- und Seegrenzen zu finden. Im November 2013 sprach der Internationale Gerichtshof in Den Haag einen Teil des umstrittenen Gebietes um den Tempel Preah Vihear Kambodscha zu, ließ indes für den Großteil des Gebietes Raum für eine bilaterale Verhandlungslösung.

Thailand hofft von einer weiteren Öffnung Myanmars politisch und wirtschaftlich zu profitieren.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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