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Tuvalu

Außenpolitik

Stand: Januar 2014

Bilaterale Beziehungen

Aufgrund seiner geringen Größe unterhält Tuvalu nur zu wenigen Staaten diplomatische Beziehungen. Einzige Auslandsvertretungen des Landes sind die VN-Vertretung in New York, die Vertretung bei der EU in Brüssel und eine Botschaft (High Commission) in Fidschi und eine Botschaft in Taiwan.

Mit den USA wurde am 7. Februar 1979 ein Freundschaftsvertrag geschlossen, der unter anderem enge Konsultationen im Fischereibereich vorsieht. Die USA haben auch Fischereirechte in der Wirtschaftszone Tuvalus auf Grund eines regionalen Fischereiabkommens mit den Staaten des Pacific Island Forum (PIF). Auch Japan, Taiwan und die Republik Korea besitzen Fischereirechte in tuvaluischen Gewässern.

Enge Beziehungen bestehen zu Großbritannien, in der Region vor allem zu Australien und Neuseeland, die einen großen Teil der Entwicklungshilfeleistungen für Tuvalu aufbringen.

Auch die EU leistet im Rahmen des Europäischen Entwicklungsfonds substantielle Hilfe.

Mit dem neuseeländischen Pacific Access Scheme wird es jährlich bis zu 75 Tuvaluern ermöglicht, nach Neuseeland zu emigrieren. Außerdem arbeiten einige Gastarbeiter in Nauru im Guanoabbau.


Multilaterale Beziehungen

Im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligt sich Tuvalu an der Arbeit der Regionalorganisationen im Südpazifik. So ist es dem Rarotonga-Vertrag über die Schaffung einer nuklearfreien Zone im Südpazifik beigetreten. Auf internationaler Ebene setzt es sich besonders für die Belange der kleinen Inselstaaten ein, die aus Furcht vor dem Anstieg des Meeresspiegels als Folge der globalen Erwärmung für Reduzierung des Kohlendioxyd-Ausstoßes eintreten.

Tuvalu wurde am 6. September 2000 als 189. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen und unterhält eine Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York. Seit dem 1. September 2000 ist Tuvalu volles Mitglied des Commonwealth. Im Juni 2010 trat Tuvalu dem IWF bei. Weitere Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Asiatische Entwicklungsbank (ADB), Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (ACP), Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik (ESCAP), Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRCS – Beobachterstatus), Forum Pazifischer Inseln (PIF), Regionales Abkommen für Handels- und Wirtschaftskooperation im Südpazifik (SPARTECA), Regionales Umweltprogramm des Südpazifiks (SPREP), Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (SPC), UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), Weltgesundheitsorganisation (WHO), Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).

Tuvalu hat das Cotonou-Abkommen mit der EU unterzeichnet, in dessen Rahmen eine entwicklungspolitische Zusammenarbeit stattfindet.


Sicherheitspolitik

Tuvalu ist nicht Mitglied von militärischen Bündnissen. Es verfügt über keine eigenen Streitkräfte. Eine Überwachung der Hoheitsgewässer und der exklusiven maritimen Wirtschaftszone erfolgt durch gelegentliche Aufklärungsflüge der neuseeländischen Luftwaffe (ohne vertragliche Grundlage) und durch ein von Australien geliefertes Patrouillenboot.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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