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Kongo Demokratische Republik Kongo

Wirtschaftspolitik

Stand: September 2014

Kurzcharakterisierung der Wirtschaft

Trotz seiner wertvollen natürlichen Ressourcen (Bodenschätze, Holz, Wasserkraft, fruchtbare Böden) ist die Demokratische Republik Kongo ein armes Land, geprägt von Subsistenzwirtschaft. Die Landwirtschaft macht etwa 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Es gibt kaum mittelständische Industrie, Handel herrscht vor. 

Ein wachsender Wirtschaftszweig ist die Rohstoffindustrie. Der Bergbausektor (Kupfer, Kobalt, Gold Diamanten, Coltan, Kasserit, seltene Erden) trägt entscheidend zum Wirtschaftswachstum bei. Trotz starker Wachstumsraten in den letzten Jahren – der Internationale Währungsfonds prognostiziert 8,7 Prozent für 2014 – leben weite Teile der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Im "Index für menschliche Entwicklung" der Vereinten Nationen belegte die Demokratische Republik Kongo im Jahr 2013 gemeinsam mit Niger den letzten Platz.

Entschuldung/Haushalt

Der Haushalt 2014 sieht Ausgaben in Höhe von ca. 6,85 Milliarden Euro vor, die zu einem Viertel durch externe Geber finanziert werden sollen. Damit stehen pro Einwohner nur rund 100 Euro zur Verfügung.

Im August 2012 wurde ein internationaler Schuldenerlass für die Demokratische Republik Kongo abgeschlossen. Deutschland hat der Demokratische Republik Kongo mehr als 1 Milliarde Euro Schulden erlassen.

Geldpolitik

Der Franc Congolais ist frei konvertibel. Die Zentralbank (BCC) ist um Preisstabilität bemüht und nominell unabhängig. Der Wechselkurs des Franc Congolais zum Dollar hat sich bei ca. 920/1 stabilisiert, die Inflation lag 2013 statistisch unter 2 Prozent.

Investitionsklima – Strukturpolitik und Außenwirtschaftspolitik

Die Demokratische Republik Kongo als fragiler Postkonfliktstaat steht vor schwierigen strukturpolitischen Herausforderungen bei der Gestaltung eines attraktiven Wirtschaftsraumes. Hauptprobleme sind erstens mangelnde Infrastruktur – mangelhafte Stromversorgung, schlecht ausgebautes  Straßennetz, teure interne Flugverbindungen -; zweitens das Fehlen eines kaufkräftigen Binnenmarkts aufgrund der schwachen Kaufkraft der Bevölkerung – weniger als 10 Prozent sind in regulären Beschäftigungsverhältnissen verankert; sowie drittens die nach wie vor nicht unternehmerfreundliche Wirtschafts- und Finanzverwaltung, die die Neugründung von Unternehmen sowie das Wirtschaften erschwert.

Die Verbesserung des Investitionsklimas ist ein zentrales Anliegen der aktuellen Regierung sowie der internationalen Gemeinschaft. Durch den Beitritt zu OHADA (Organisation pour l'Harmonisation en Afrique du droit des affaires) im August 2012 wurde ein positiver Schritt hin zu einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas gemacht. Im "Doing-business"-Bericht 2013 der Weltbank rangiert die DR Kongo allerdings auf Platz 181 von insgesamt 185 Ländern. Im Indes der Korruptionswahrnehmung 2013 der Organisation "Transparency International" belegt die Demokratische Republik Kongo unter 177 Ländern Platz 154.  

Wirtschaftsdatenblatt

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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