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Kongo Demokratische Republik Kongo

Wirtschaftspolitik

Stand: September 2013

Kurzcharakterisierung der Wirtschaft

Trotz seiner wertvollen natürlichen Ressourcen (Bodenschätze, Holz, Wasserkraft, fruchtbare Böden) ist die Demokratische Republik Kongo ein extrem armes Land, geprägt von Subsistenzwirtschaft. Es überwiegt die Landwirtschaft, die circa 40% des Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Es gibt kaum mittelständische Industrie, Handel herrscht vor. Ein wachsender Wirtschaftszweig ist die Rohstoffindustrie. Der Bergbausektor (Kupfer, Kobalt, Gold Diamanten, Coltan, Kasserit, seltene Erden) trug im Jahr 2012 2% zum Wachstum der Gesamtwirtschaft der DR Kongo bei. Trotz starker Wachstumsraten in den letzten Jahren – der Internationale Währungsfonds prognostiziert ein Wachstum von rund 8% für 2013 – leben weite Teile der Bevölkerung nach wie vor unter der Armutsgrenze. Im „Index für menschliche Entwicklung“ der Vereinten Nationen belegt die DR Kongo im Jahr 2013 gemeinsam mit Niger den letzten Platz.

Entschuldung/Haushalt

Im August 2012 wurde ein internationaler Schuldenerlass für die DR Kongo abgeschlossen. Deutschland hat dem Kongo mehr als 1 Milliarde € Schulden erlassen.

Der Haushalt für das Jahr 2013 beträgt ca. 7078,2 Mrd. Franc Congolais (ca. 5,9 Mrd. €).

Geldpolitik

Der Franc Congolais ist frei konvertibel. Die Zentralbank (BCC) ist um Preisstabilität bemüht und nominell unabhängig. Im Jahr 2012 lag die Inflation laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds bei 5,7 Prozent, eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren.

Investitionsklima – Strukturpolitik und Außenwirtschaftspolitik

Die DR Kongo als fragiler Postkonfliktstaat steht vor schwierigen strukturpolitischen Herausforderungen bei der Gestaltung eines attraktiven Wirtschaftsraumes. Hauptprobleme sind erstens mangelnde Infrastruktur – es gibt kein Verkehrssystem, das die Provinzen und Distrikte dieses großen Landes untereinander vernetzt; viele Provinzen sind mit ihren internationalen Nachbarn besser verbunden als mit dem Rest des Landes; zweitens das Fehlen von Märkten aufgrund der schwachen Kaufkraft der Bevölkerung – weniger als 10 Prozent sind in regulären Beschäftigungsverhältnissen verankert; sowie drittens die ineffiziente Wirtschafts- und Finanzverwaltung, die die Neugründung von Unternehmen sowie das Wirtschaften grundsätzlich stark erschwert.

Die Verbesserung des Investitionsklimas ist ein zentrales Anliegen der aktuellen Regierung sowie der internationalen Gemeinschaft. Durch den Beitritt zu OHADA (Organisation pour l'Harmonisation en Afrique du droit des affaires) im August 2012 wurde ein positiver Schritt hin zu einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas gemacht. Im „Doing-business“-Bericht 2013 der Weltbank rangiert die DR Kongo allerdings auf Platz 181 von insgesamt 185 Ländern. Im Korruptionswahrnehmungindex 2012 der Organisation „Transparency International“ belegt die DR Kongo Platz 160 von 174 Ländern.  

Wirtschaftsdatenblatt



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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