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Kongo Demokratische Republik Kongo

Wirtschaftspolitik

Stand: August 2016

Wirtschaftsstruktur

Trotz seiner wertvollen natürlichen Ressourcen (Bodenschätze, Holz, Wasserkraft, fruchtbare Böden) ist die Demokratische Republik Kongo ein armes Land. Es ist geprägt vom Bergbau, von landwirtschaftlicher Subsistenzwirtschaft und Kleinhandel. Die Landwirtschaft macht etwa 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Demokratische Republik Kongo ist sehr schwach industrialisiert.

Die Rohstoffindustrie ist ein wachsender Wirtschaftszweig. Der Bergbausektor (Kupfer, Kobalt, Gold, Diamanten, Coltan, Kasserit, seltene Erden) trägt bedeutend zum Wirtschaftswachstum bei.

Trotz starker Wachstumsraten in den letzten Jahren  leben weite Teile der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.  Im "Human Development Index" der Vereinten Nationen belegte die Demokratische Republik Kongo im Jahr 2015 Platz 176 von 188 betrachteten Ländern.

2012 wurde ein internationaler Schuldenerlass für die Demokratische Republik Kongo abgeschlossen. Deutschland hat der Demokratischen Republik Kongo über 1 Milliarde Euro Schulden erlassen.

Internationale Verflechtung

Die Demokratische Republik Kongo als fragiler Postkonfliktstaat steht vor schwierigen strukturpolitischen Herausforderungen bei der Gestaltung eines attraktiven Wirtschaftsraumes. Hauptprobleme sind mangelnde Infrastruktur – mangelhafte Stromversorgung, schlecht ausgebautes  Straßennetz, teure interne Flugverbindungen – und die schwache Kaufkraft der Bevölkerung : Weniger als 10 Prozent sind in regulären Beschäftigungsverhältnissen. Außerdem erschwert die wenig unternehmerfreundliche Wirtschafts- und Finanzverwaltung die Neugründung von Unternehmen.  

Die Verbesserung des Investitionsklimas ist ein zentrales Anliegen der Regierung. Der Beitritt zur Organisation für die Harmonisierung des Handelsrechts in Afrika OHADA (Organisation pour l'Harmonisation en Afrique du droit des affaires) im August 2012 war ein positiver Schritt hin zu einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas. Im "Doing-business"-Bericht 2016 der Weltbank rangiert die Demokratische Republik Kongo allerdings auf Platz 184 von 189 betrachteten Ländern. Im Korruptionswahrnehmungsindex 2015 der Organisation "Transparency International" belegt die Demokratische Republik Kongo unter 147 Ländern Platz 168. 

Aktuelle Wirtschaftslage

2015 erreichte das Wirtschaftswachstum nicht die prognositizierten 8,7% sondern lediglich 7,7%. Der Einbruch der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie die mangelnde Diversifizierung der Wirtschaft hat negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum. 2016 erwartet der IWF ein Wachstum von lediglich 4,9%.

Der Haushalt 2016 sieht Ausgaben in Höhe von ca. 8,9 Milliarden US-Dollar vor, die zu einem guten Teil durch externe Geber finanziert werden. Die "Haushaltsrealisierung" ist in der Demokratischen Republik Kongo traditionell schwach und erreicht oft kaum mehr als 50% sowohl auf Einnahmen- als auf Ausgabenseite. Damit stehen pro Einwohner tatsächlich nur rund 60 US-Dollar zur Verfügung.

Der Franc Congolais ist frei konvertibel. Die Zentralbank (BCC) ist um Preisstabilität bemüht und nominell unabhängig. Der Wechselkurs des Franc Congolais zum Dollar liegt im Schnitt bei ca. 980 zu 1; die Inflation lag 2015 statistisch unter einem Prozent.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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