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Kongo Demokratische Republik Kongo

Wirtschaftspolitik

Stand: Februar 2015

Kurzcharakterisierung der Wirtschaft

Trotz seiner wertvollen natürlichen Ressourcen (Bodenschätze, Holz, Wasserkraft, fruchtbare Böden) ist die Demokratische Republik Kongo ein armes Land. Es ist geprägt vom Bergbau, von landwirtschaftlicher Subsistenzwirtschaft und Kleinhandel. Die Landwirtschaft macht etwa 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Demokratische Republik Kongo ist nur sehr schwach industrialisiert, in der Hauptstadt Kinshasa gibt es eine gewisse Bautätigkeit.

Ein wieder wachsender Wirtschaftszweig ist die Rohstoffindustrie. Der Bergbausektor (Kupfer, Kobalt, Gold, Diamanten, Coltan, Kasserit, seltene Erden) trägt entscheidend zum Wirtschaftswachstum bei.

Trotz starker Wachstumsraten in den letzten Jahren – der Internationale Währungsfonds prognostiziert 8,7 Prozent im Jahr 2014 – leben weite Teile der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Im "Index für menschliche Entwicklung" der Vereinten Nationen belegte die Demokratische Republik Kongo im Jahr 2014 den vorletzten Platz.

Entschuldung/Haushalt

Der Haushalt 2015 sieht Ausgaben in Höhe von ca. 9,1 Milliarden US-Dollar vor, die zu einem Viertel durch externe Geber finanziert werden sollen. Die "Haushaltsrealisierung" ist in der Demokratischen Republik Kongo traditionell schwach und erreicht oft kaum mehr als 50 Prozent sowohl auf Einnahmen- als auf Ausgabenseite. Damit stehen pro Einwohner tatsächlich nur rund 60 US-Dollar zur Verfügung.

Im August 2012 wurde ein internationaler Schuldenerlass für die Demokratische Republik Kongo abgeschlossen. Deutschland hat der Demokratische Republik Kongo mehr als 1 Milliarde Euro Schulden erlassen.

Geldpolitik

Der Franc Congolais ist frei konvertibel. Die Zentralbank (BCC) ist um Preisstabilität bemüht und nominell unabhängig. Der Wechselkurs des Franc Congolais zum Dollar hat sich bei ca. 920 zu 1 stabilisiert, die Inflation lag 2014 statistisch bei 1,2 Prozent.

Investitionsklima – Strukturpolitik und Außenwirtschaftspolitik

Die Demokratische Republik Kongo als fragiler Postkonfliktstaat steht vor schwierigen strukturpolitischen Herausforderungen bei der Gestaltung eines attraktiven Wirtschaftsraumes. Hauptprobleme sind erstens mangelnde Infrastruktur – mangelhafte Stromversorgung, schlecht ausgebautes  Straßennetz, teure interne Flugverbindungen -; zweitens das Fehlen eines kaufkräftigen Binnenmarkts aufgrund der schwachen Kaufkraft der Bevölkerung – weniger als 10 Prozent sind in regulären Beschäftigungsverhältnissen verankert; sowie drittens die nach wie vor nicht unternehmerfreundliche Wirtschafts- und Finanzverwaltung, die die Neugründung von Unternehmen sowie das Wirtschaften erschwert.

Die Verbesserung des Investitionsklimas ist ein zentrales Anliegen der aktuellen Regierung sowie der internationalen Gemeinschaft. Durch den Beitritt zu OHADA (Organisation pour l'Harmonisation en Afrique du droit des affaires) im August 2012 wurde ein positiver Schritt hin zu einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas gemacht. Im "Doing-business"-Bericht 2013 der Weltbank rangiert die Demokratische Republik Kongo allerdings auf Platz 184 von insgesamt 189 Ländern. Im Index der Korruptionswahrnehmung 2013 der Organisation "Transparency International" belegt die Demokratische Republik Kongo unter 177 Ländern Platz 154.  

Wirtschaftsdatenblatt

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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