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Benin

Außenpolitik

Stand: März 2016

Grundlinien der Außenpolitik

Die Außenpolitik Benins ist stark auf die Nachbarländer (Förderung der regionalen Stabilität) und die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ausgerichtet. Unter der seit April 2006 amtierenden Regierung Boni Yayi wurden die außenpolitischen Kontakte - auch um Investoren zu gewinnen - Richtung Asien und in die Golfstaaten erweitert. Benin ist Mitglied der Afrikanischen Union (deren Präsidentschaft es von Januar 2012 bis 2013 innehatte), der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (CEDEAO/ECOWAS), der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), und des Conseil de l’Entente (Benin, Togo, Niger, Burkina Faso, Côte d'Ivoire). Benin beteiligt sich derzeit (Stand Oktober 2015) mit 1477 Soldaten und Gendarmen an weltweit acht internationalen Friedensmissionen.

Außenpolitik im multilateralen Rahmen

Im Bereich der Vereinten Nationen spielte Benin eine aktive und konstruktive Rolle. Benin hat durch die von Januar 2012 bis Januar 2013 übernommenen Präsidentschaft der Afrikanischen Union eine hohe außenpolitische Sichtbarkeit als Stimme Afrikas bei bilateralen und multilateralen Treffen gezeigt.

Cotonou ist ein regelmäßiger Tagungsort für regionale und kontinentale Konferenzen (zuletzt im Juli 2014 für eine Regionalkonferenz zur Abschaffung der Todesstrafe, vom 28. bis 30. Juni 2014 für eine Regionalkonferenz der am wenigsten entwickelten Staaten (LDC) und im Mai 2015 für ein Internationales Symposium zum Interreligiösen Dialog).

Beziehungen zu den Nachbarstaaten

Ein ausgewogenes Verhältnis zum mächtigen Nachbarn Nigeria ist für Benin von zentraler Bedeutung. Mit Nigeria konnte Mitte 2006 ein Grenzabkommen paraphiert werden, das auch die Grenze auf dem Festlandsockel im Meer (wichtig für die Ausbeutung von Rohstoffen) festlegt. Umstritten ist noch die Grenzziehung in einem nur wenige Hektar großen Gebiet im Nord-Osten zwischen Koundji und Tounga rund um das Dorf Lolo. Benin ist sich seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit von Nigeria bewusst, zumal der Großteil der im Hafen Cotonou gelöschten Waren für den nigerianischen Markt bestimmt ist. Ebenso wie mit Nigeria gibt es im Verhältnis zu den übrigen Nachbarländern kaum Probleme. Zur endgültigen Festlegung der gemeinsamen Grenze mit Burkina Faso einigten sich beide Regierungen im September 2009 auf die Anrufung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Dieser hatte mit seinem Urteil vom 12. Juli 2005 bereits den langjährigen Grenzkonflikt mit Niger gelöst. Der Hafen Cotonou und ungestörte Transitverbindungen durch Benin sind für die Nachbarn Niger, Burkina Faso, aber auch für Mali von großer Wichtigkeit für die Versorgung mit Importgütern, besonders mit Treibstoffen.

Bei der Bekämpfung der im Golf von Guinea seit Beginn 2011 zunehmenden Piraterie gibt es Anstrengungen Benins und seiner Nachbarstaaten, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln (z.B. gemeinsame Patrouillen mit Nigeria). Da Benin in hohem Maße auf die Einnahmen des Hafens Cotonou angewiesen ist, engagiert es sich im Kampf gegen die Piraterie. Benin war Gastgeber mehrerer Konferenzen zu dem Thema.

Beziehungen zu weiteren Staaten

Das Verhältnis zur ehemaligen Kolonialmacht Frankreich ist eng. Gute Beziehungen werden zudem zu den großen Partnern der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gepflegt. Dies sind - neben Frankreich - Deutschland, Niederlande, Belgien die Europäische Union, USA, Schweiz und Kanada. Die USA und besonders China haben ihre entwicklungspolitischen Beziehungen zu Benin vor dem Hintergrund wirtschaftlicher, aber auch strategischer Interessen deutlich intensiviert. Dabei profilieren sie sich verstärkt als großzügiger Geber in den entwicklungspolitischen Beziehungen mit Benin. Auch Indien und seit Kurzem die Türkei bringen sich als Partner ins Spiel.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Benin ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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