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Hinweise für Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Bitte beachten Sie, dass die folgenden Informationen nur einen Überblick bieten und alle Angaben ohne Gewähr erfolgen!

Beförderung

Die Bundesregierung hat die Tätigkeit bei einer inter- oder supranationalen Organisation durch Verbesserungen beamtenrechtlicher Bestimmungen attraktiver gemacht. Die novellierte Bundeslaufbahnverordnung legt in § 33 II BLV fest, dass eine erfolgreich absolvierte Tätigkeit bei einer zwischen- oder überstaatlichen Einrichtung bei Beförderungen besonders zu berücksichtigen ist.

Damit Sie in Beförderungsentscheidungen Ihrer Heimatbehörde in gleicher Weise einbezogen werden wie anwesende Bedienstete, sollen Beurteilungen internationaler Organisationen einbezogen werden. Führen Sie auch hierzu ein Gespräch mit Ihrer Personalstelle.

Beihilfen, Kranken- und Pflegeversicherung

Bedenken Sie, dass Sie während Ihrer Tätigkeit bei einer internationalen Organisation keine Beihilfen, Unterstützungen und bestimmte andere Leistungen beanspruchen können (vgl. Anhang II zu den Entsendungsrichtlinien vom 15. April 2014 GMBL 2014 S. 634).

Besoldung

Sofern Sie nach Ihrem internationalen Einsatz in den öffentlichen Dienst zurückkehren, wird Ihnen eine von der internationalen Organisation nach Ihrem Ausscheiden gezahlte Versorgung auf die Besoldung in Deutschland nach § 8 BBesG angerechnet werden. Abfindungen dagegen werden auf die Besoldung nicht angerechnet. Es gibt die Möglichkeit, die Versorgungszahlung zu verschieben, sodass Ihre Besoldung nicht gekürzt wird, sondern die Anrechnung auf die Versorgungsbezuüge nach Eintritt in den Ruhestand erfolgt.

Lassen Sie sich rechtzeitig von der Besoldungsstelle Ihrer Heimatbehörde beraten.

Entsendung und Beurlaubung

Die Bundesregierung fördert den Einsatz bei zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen. Sie hat in der neu gefassten Entsendungsrichtlinie Bund klargestellt, dass die Wahrnehmung von Aufgaben in internationalen Einrichtungen, in der Verwaltung oder in öffentlichen Einrichtungen anderer Mitgliedstaaten der EU sowie in der Entwicklungszusammenarbeit durch Beschäftigte oder Soldatinnen und Soldaten im deutschen Interesse liegt. Die Entsendungen erfolgen daher "mit Rückfahrkarte" in Gestalt einer Beurlaubung oder einer Zuweisung/Abordnung (vgl. § 123a BRRG). Die Beurlaubung ist auf bis zu fünf Jahre befristet, Verlängerungen bis 10 Jahre sind möglich.

Entsenderichtlinien vom 16.02.2016 (PDF, 1 MB)

Entsenderichtlinien - häufig gestellte Fragen (PDF, 449 KB)

Weitere Informationen des Bundesministerium des Innern

Sie sollten nicht erst nach einer erfolgreichen Bewerbung, sondern schon frühzeitig Kontakt mit Ihrer Personalstelle aufnehmen, um die Frage Ihrer Beurlaubung zu klären. Auch das Auswärtige Amt und das BFIO geben gern Auskünfte zum internationalen Einsatz; im Auswärtigen Amt ist für allgemeine Fragen zu internationalen Organisationen Referat 1-IP (Koordinatorin für internationale Personalpolitik) zuständig (E-Mail: KIP(at)diplo.de).

Versorgung

Die Zeit Ihrer Beurlaubung ist ruhegehaltfähig. Bei den Organisationen erwerben Sie nach Maßgabe der jeweiligen Regelungen i.d.R. nach einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer eigene Renten- bzw. Pensionsansprüche (s.o.).

Bedenken Sie, dass eine Versorgung vonseiten der internationalen Organisation gemäß §§ 54, 56 BeamtVG die deutsche Versorgung - zur Vermeidung der Doppelalimentation - teilweise ruhen lässt.

Auch anstelle der internationalen Versorgung gezahlte Kapitalbeträge werden auf die deutsche Versorgung angerechnet. Sie können diese Kürzung Ihrer Versorgungsbezüge gemäß § 56 III BeamtVG abwenden, indem Sie den Kapitalbetrag innerhalb eines Jahres an Ihren deutschen Dienstherrn abführen.

Prüfen Sie, welche Regelung für Sie in Frage kommt und nehmen Sie rechtzeitig mit Ihrer Besoldungsstelle Kontakt auf. Bedenken Sie, dass die Rechtsvorschriften Anwendung finden, die zur Zeit des Eintritts in den Ruhestand gelten.

Zu Einzelfragen siehe auch Entsenderichtlinien vom 16.02.2016 (PDF, 1 MB)


Stand 01.03.2017

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