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Burkina Faso

Beziehungen zu Deutschland

Stand: November 2014

Politische Beziehungen

Die Bundesrepublik Deutschland und Burkina Faso unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen. Zur Festigung dieser Beziehungen tragen zahlreiche Städte- und Vereinspartnerschaften sowie Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen bei, die zu einem dichten Netz persönlicher und institutioneller Kontakte geführt haben.

Der damalige burkinische Präsident Blaise Compaoré und der seinerzeitige Außenminister Djibrill Bassolé hielten sich im Juni 2012 zu einem offiziellen Besuch in Deutschland auf. Im August 2012 kam Dirk Niebel, damals Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu einem Arbeitsbesuch nach Ouagadougou.

Entwicklungspolitische und wirtschaftliche Beziehungen

Schwerpunkt in den bilateralen Beziehungen ist die Entwicklungszusammenarbeit auf den Gebieten Landwirtschaft, Wasser und Dezentralisierung. Weitere Felder der Zusammenarbeit sind reproduktive Gesundheit, Menschenrechte, insbesondere für Frauen und Kinder, Budgethilfe sowie Unterstützung der Reform der öffentlichen Finanzen und makro-ökonomische Beratung. Die deutschen Zusagen in der Entwicklungszusammenarbeit betrugen bis Ende 2013 fast eine Milliarde Euro. Für den Zeitraum 2011 bis 2013 wurden im Rahmen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit 82 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere Mittelzusagen erfolgten 2012 nach der schlechten Ernte, u.a. für Maßnahmen zur Ernährungssicherung.

Die Durchführungsorganisationen der deutschen Zusammenarbeit, KfW und GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, 2011 aus der Fusion von Deutscher Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) entstanden) sind mit Büros vor Ort vertreten. Zahlreiche deutsche Nichtregierungsorganisationen engagieren sich gemeinsam mit burkinischen Partnern für die Entwicklung des Landes, oft mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung

Der kommerzielle Handelsaustausch ist sehr gering bei starken Überschüssen der deutschen Seite. Seit Oktober 2009 besteht ein Investitionsschutzvertrag zwischen Deutschland und Burkina Faso. Burkina Faso genießt Einfuhrpräferenzen im Rahmen des Cotonou-Abkommens der EU.

Kulturelle Beziehungen

Im Zentrum der kulturellen Beziehungen steht die Förderung der deutschen Sprache. Über 36.300 Deutschschüler werden an den Sekundarschulen von 235 einheimischen Lehrern unterrichtet. Seit 1982 besteht die Deutschabteilung an der Universität Ouagadougou, seit 1997 mit der Möglichkeit zur Erlangung einer Maîtrise. Über 400 Studenten sind eingeschrieben. Im Mai 2013 fand im Norden von Burkina Faso sowohl in Kaya als auch in Barcalogo ein von den örtlichen Deutschinspektoren initiierter Deutschsprachwettbewerb statt, deren Preisträger in Barcalogo feierlich geehrt wurden.

Seit September 2008 besteht in Ouagadougou ein Verbindungsbüro des Goethe-Instituts Abidjan. Zwei burkinische Gymnasien nehmen an der Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amtes und Goethe-Instituts teil. 2011 haben erstmals burkinische Schüler am Internationalen Preisträgerprogramm des PAD teilgenommen. Auch 2013 wurden 2 Schüler für die Teilnahme an diesem Programm ausgewählt.

Im universitären Bereich gibt es zahlreiche Kooperationsprojekte. Das Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität Ouagadougou ist seit 2007 wieder besetzt.

Ferner nehmen burkinische Trainer regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen der Universität Leipzig teil. 2011 hat erstmals seit 15 Jahren wieder ein deutsches Radsportteam an der Tour du Faso teilgenommen. Auch 2012 war wieder ein deutsches Radsportteam an der Tour de Faso beteiligt.

Anfang 2010 gründete der zwischenzeitlich verstorbene deutsche Künstler Christoph Schlingensief bei Ouagadougou ein "Operndorf"-Projekt, dessen angegliederte Schule im Oktober 2011 eingeweiht wurde. Seine Witwe ist bemüht, durch private Spenden das Projekt fortzuführen.

Im Mai 2013 fand sowohl in Ouagadougou als auch in Bobo Dioulasso eine europäische Filmwoche statt. Als deutsche Beiträge wurden die Filme "Sound of Heimat" von Arne Birkenstock und Jan Tengeler sowie "La maladie du sommeil" von Ulrich Köhler gezeigt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammen­arbeit

Burkina Faso ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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