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Burkina Faso

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2016

Politische Beziehungen

Die Bundesrepublik Deutschland und Burkina Faso unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen. Zur Festigung dieser Beziehungen tragen zahlreiche Städte- und Vereinspartnerschaften sowie Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen bei, die zu einem dichten Netz persönlicher und institutioneller Kontakte geführt haben.

Der frühere burkinische Präsident Blaise Compaoré und der seinerzeitige Außenminister Djibrill Bassolé hielten sich im Juni 2012 zu einem offiziellen Besuch in Deutschland auf. Im August 2012 kam Dirk Niebel, damals Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu einem Arbeitsbesuch nach Ouagadougou.

Entwicklungspolitische und wirtschaftliche Beziehungen

Schwerpunkt in den bilateralen Beziehungen ist die Entwicklungszusammenarbeit auf den Gebieten Landwirtschaft/Ernährungssicherung, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Dezentralisierung. Weitere Felder der Zusammenarbeit sind Gesundheit sowie Menschenrechte, insbesondere für Frauen und Kinder. Burkina Faso ist Zielland der "Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger" (SEWOH). Die deutschen Zusagen in der Entwicklungszusammenarbeit betrugen von Beginn der Kooperation 1961 bis Ende 2015 fast eine Milliarde Euro.

Die Durchführungsorganisationen der deutschen Zusammenarbeit, KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), sind mit Büros vor Ort vertreten. Zahlreiche deutsche Nichtregierungsorganisationen sowie die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) engagieren sich gemeinsam mit burkinischen Partnern für die Entwicklung des Landes, oft mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung.

Der kommerzielle Handelsaustausch ist sehr gering bei starken Überschüssen der deutschen Seite. Seit Oktober 2009 besteht ein Investitionsschutzvertrag zwischen Deutschland und Burkina Faso. Burkina Faso genießt Einfuhrpräferenzen im Rahmen des Cotonou-Abkommens der EU.

Kulturelle Beziehungen

Im Zentrum der kulturellen Beziehungen steht die Förderung der deutschen Sprache. Über 40.000 Deutschschüler werden an den Sekundarschulen von 270 einheimischen Lehrern unterrichtet. Seit 1982 besteht die Deutschabteilung an der Universität Ouagadougou. Über 400 Studenten sind eingeschrieben.

Seit September 2008 besteht in Ouagadougou ein Verbindungsbüro des Goethe-Instituts Abidjan. Zwei burkinische Gymnasien nehmen an der Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amtes (PASCH) teil. Seit 2011 nehmen burkinische Schüler regelmäßig am Internationalen Preisträgerprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes teil.

Im universitären Bereich gibt es zahlreiche Kooperationsprojekte. Das Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität Ouagadougou ist seit 2007 wieder besetzt.

Ferner nehmen burkinische Trainer regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen der Universität Leipzig teil. Auch 2015 war wieder ein deutsches Radsportteam an der Tour de Faso beteiligt.

Anfang 2010 gründete der zwischenzeitlich verstorbene deutsche Künstler Christoph Schlingensief bei Ouagadougou ein "Operndorf"-Projekt. Seine Witwe führt das Projekt fort, unterstützt durch private Spenden. Im Oktober 2011 wurde eine dem Operndorf angegliederte Schule eingeweiht, im Juni 2014 eine Krankenstation.

Im Mai 2013 fand sowohl in Ouagadougou als auch in Bobo Dioulasso eine europäische Filmwoche statt, in der deutsche Beiträge gezeigt wurden. Auch für das Festival 2016 ist eine deutsche Beteiligung vorgesehen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammen­arbeit

Burkina Faso ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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