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Usbekistan

Wirtschaft

Stand: März 2017

Wirtschaftsstruktur

Mit 32 Mio. Einwohnern ist Usbekistan das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. Es grenzt an alle zentralasiatischen Staaten und Afghanistan. Usbekistan ist reich an Bodenschätzen (Gold, Kupfer, Uran, Kohle, Erdgas) und an gut ausgebildeten Fachkräften. Gleichwohl gehört Usbekistan zu den ärmsten Ländern der GUS. Seine junge und wachsende Bevölkerung, die hohen Transportkosten wegen weit entfernter Seehäfen (2.900 km) und die Transformation der Wirtschaft bringen enorme wirtschafts- und entwicklungspolitische Herausforderungen mit sich. Mit einem Bruttonationaleinkommen pro Kopf von 2.149 US-Dollar - das nominelle Bruttoinlandsprodukt betrug laut offizieller usbekischer Statistik im Jahr 2015 66,67 Mrd. US-Dollar - zählt Usbekistan zu den 'lower middle income' Ländern der Weltbank-Klassifikation.

Auch im 25. Jahr seiner Unabhängigkeit befindet sich Usbekistan noch im Übergang von einer sowjetisch-zentralistischen Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten System. Wirtschaftsliberalisierung, Privatisierung und Strukturreformen werden nur langsam umgesetzt. Mit Präsidialdekreten zur Vereinfachung von Kontrollmechanismen und Unternehmensgründungen versucht die usbekische Regierung seit 2011, der privat­wirtschaftlichen Entwicklung (besonders bei den kleinen und mittleren Unternehmen) mehr Schwung zu verleihen. Das usbekische Bruttoinlandsprodukt wächst seit Jahren nach offiziellen Angaben mit etwa 8%, 2016 7,8%.

Wichtigste Wirtschaftszweige Usbekistans sind die Industrie, der Bergbau und die Landwirtschaft. Der Industriesektor ist offiziellen Angaben zufolge 2016 um 6% gewachsen. Hauptindustriezweige sind die Brennstoffindustrie, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Transportmittelbau und Elektrotechnik (in dieser Gruppe insbesondere die Auto-Industrie mit ihrem Aushängeschild, dem Werk 'GM-Uzbekistan' im Ferganatal), die Leichtindustrie sowie das Hüttenwesen (Metallurgie).


Außenhandel

Haupthandelspartner Usbekistans ist China mit einem Anteil von 17,2% am gesamten Außenhandel. Deutschland liegt auf Platz 7 der Außenhandelspartner mit einem Anteil von 2,1%. Russische, chinesische und koreanische Firmen haben in den letzten Jahren verstärkt in die Erschließung von usbekischen Erdgas- und Erdöl-Lagerstätten investiert. Ausländische Investoren sehen sich jedoch unverändert vielfältigen Problemen (Gewinnkonvertierung, bürokratische Willkür, mangelnde Rechtssicherheit) ausgesetzt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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