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Usbekistan

Wirtschaft

Stand: November 2014

Allgemeine Wirtschaftsstruktur und -lage

Mit 30,48 Mio. Einwohnern ist Usbekistan das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. Es grenzt an alle zentralasiatischen Staaten und Afghanistan. Usbekistan ist reich an Bodenschätzen (Gold, Kupfer, Uran, Kohle, Erdgas) und an gut ausgebildeten Fachkräften. Gleichwohl gehört Usbekistan zu den ärmsten Ländern der GUS. Seine junge und wachsende Bevölkerung, die hohen Transportkosten wegen weit entfernter Seehäfen (2.900 km) und die Transformation der Wirtschaft bringen enorme wirtschafts- und entwicklungspolitische Herausforderungen mit sich. Mit einem Bruttonationaleinkommen pro Kopf von 1.860 US-Dollar (Quelle: offizielle usbekische Statistik 2013) zählt Usbekistan zu den "lower middle income" Ländern der Weltbank-Klassifikation.

Auch im 23. Jahr seiner Unabhängigkeit befindet sich Usbekistan noch im Übergang von einer sowjetisch-zentralistischen Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten System. Wirtschaftsliberalisierung, Privatisierung und Strukturreformen werden nur langsam umgesetzt. Mit Präsidialdekreten zur Vereinfachung von Kontrollmechanismen und Unternehmensgründungen versucht die usbekische Regierung seit 2011 der privat­wirtschaftlichen Entwicklung (besonders bei den kleinen und mittleren Unternehmen) mehr Schwung zu verleihen. Das usbekische Bruttoinlandsprodukt wächst seit Jahren nach offiziellen Angaben mit ca. 8%. Die Politik der makro­ökonomischen Stabilisierung und weitgehenden Autarkie führte zu einer vergleichsweise geringen Auswirkung der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise auf die usbekische Wirtschaft.


Wirtschaftszweige

Wichtigste Wirtschaftszweige Usbekistans sind die Industrie/ Bergbau und die Landwirtschaft. Der Industriesektor ist offiziellen Angaben zufolge 2013 um 8,8% gewachsen. Hauptindustriezweige sind die Brennstoffindustrie, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Transportmittelbau und Elektrotechnik (in dieser Gruppe insbesondere die Kfz-Industrie mit ihrem Aushängeschild dem Pkw-Werk „GM-Uzbekistan“ im Fergana-Tal), die Leichtindustrie sowie das Hüttenwesen (Metallurgie).


Außenhandel

Haupthandelspartner Usbekistans bleibt Russland mit einem Anteil von 24,4% am gesamten Außenhandel. Deutschland liegt auf Platz 8 der Außenhandelspartner mit einem Anteil von 2%. Russische, chinesische, koreanische und malaysische Firmen investieren verstärkt in die Erschließung von usbekischen Erdgas- und Erdöl-Lagerstätten. Ausländische Investoren sehen sich jedoch unverändert vielfältigen Problemen (Gewinnkonvertierung, bürokratische Willkür, mangelnde Rechtssicherheit) ausgesetzt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Die EU und Zentralasien

Zentralasien gewinnt zunehmend strategische Bedeutung wegen seiner Energieressourcen, der Nähe zu Afghanistan und im Zusammenhang mit interkontinentalen Transportverbindungen.

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