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Mauretanien

Außenpolitik

Stand: März 2014

Grundlinien der Außenpolitik

Mauretanien stellt ein Brückenglied zwischen dem arabischen Norden und Subsahara-Afrika dar. Es gehört der Afrikanischen Union (AU), der Arabischen Liga (AL), der Organisation der Sahelstaaten (CEN-SAD) der Union des Arabischen Maghreb (UAM) und der "Organisation für die Nutzung des Senegalflusses" (OMVS) an. Im Januar 2014 übernahm Mauretanien den Vorsitz der Afrikanischen Union.

Beziehungen zum Maghreb und zur Arabischen Liga

Das Verhältnis zu Marokko war nach der Unabhängigkeit Mauretaniens nicht immer spannungsfrei. Heute ist Marokko ein wichtiger Handelspartner.

Nach dem mauretanischen Verzicht auf den südlichen Teil der Westsahara hat sich das Verhältnis Mauretaniens zu Algerien entspannt.

Die Beziehungen zu Tunesien sind freundschaftlich. Die Bemühungen Tunesiens zur Wiederbelebung der Union des Arabischen Maghreb (UAM) werden von Mauretanien unterstützt.

Nach dem Militärputsch 2008 hat Mauretanien Anstrengungen unternommen, um seine Beziehungen zu den Staaten der Arabischen Liga (AL) politisch und wirtschaftlich als Ausgleich zu der eingefrorenen Unterstützung seiner traditionellen europäischen Partner zu vertiefen.

Beziehungen zu afrikanischen Nachbarn und zur Afrikanischen Union

2007 wurde zwischen Mauretanien und Senegal ein Abkommen zur Rückführung noch im Senegal verbliebener Vertriebener, die von 1989 bis 1991 aus Mauretanien in das Nachbarland vertrieben wurden, unterzeichnet.

Mit den Ländern Mali, Niger und Algerien besteht eine Zusammenarbeit zur Verbesserung der Sicherheitslage in der Region und der Bekämpfung der Aktivitäten von Al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI).

Beziehungen zur Europäischen Union

Die Europäische Union ist wichtigster Partner Mauretaniens im Handel und in der Entwicklungszusammenarbeit. Das EU-Fischereipartnerschaftsabkommen ist eine der wichtigsten Devisenquellen Mauretaniens. Frankreich, Spanien und Deutschland sind in Nouakchott mit Botschaften vertreten.

Beziehungen zu anderen Staaten

Die USA unterhalten eine enge Zusammenarbeit mit Mauretanien in Sicherheitsfragen.

Japan ist zweitgrößter bilateraler Geber in der Entwicklungszusammenarbeit und einer der Hauptabnehmer der mauretanischen Fischvorkommen mit eigener Fangflotte in mauretanischen Gewässern.

Russland und China unterhalten vor allem wirtschaftliche Beziehungen zu Mauretanien. China ist neben der EU ein weiterer wichtiger Handelspartner Mauretaniens.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.