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Internationale Diplomatenausbildung

Miteinander, Füreinander, Weltweit - die Internationale Diplomatenausbildung ist eine Erfolgsgeschichte: Innerhalb von zwanzig Jahren ist das Angebot auf über fünfzehn Programme pro Jahr gestiegen. Beste Voraussetzungen für ein diplomatisches Netzwerk der Zukunft.


Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik. Weltweit setzt sie sich für Demokratie und Menschenrechte ein. Und das in dem Bewusstsein, dass die Herausforderungen unserer Zeit nicht im Alleingang, sondern nur gemeinsam gemeistert werden können. In einer zusammenwachsenden, sich vernetzenden Welt ist nicht nationale Interessenpolitik, sondern Zusammenarbeit gefragt. Genau hier setzt die Internationale Diplomatenausbildung an.

Miteinander

Die Internationale Diplomatenausbildung ist eine Einladung an junge ausländische Diplomatinnen und Diplomaten, schon am Beginn ihrer Karriere mit uns Erfahrungen auszutauschen, Positionen zu vergleichen und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Sie richtet sich an unsere Partner in der Welt, die in der Außenpolitik wie wir auf Weltoffenheit, Rechtstaatlichkeit und Partnerschaft setzen.

Ins Leben gerufen wurde die Internationale Diplomatenausbildung 1992 nach dem Ende des Kalten Krieges, als mit Programmen für Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa der Aufbau Auswärtiger Dienste in den jungen Demokratien gestärkt werden sollte. Später folgten u. a. Lehrgänge für Afghanistan, den Nahen und Mittleren Osten, für Lateinamerika, Irak, Afrika, Asien, China, Westbalkan, Belarus, und die Ukraine. Insgesamt werden inzwischen über fünfzehn Kurse für rund 180 Länder angeboten.

Die Internationale Diplomatenausbildung berücksichtigt dabei aktuelle Entwicklungen: so wurden 2011/2012 Lehrgänge für junge Kolleginnen und Kollegen aus Ägypten, Libyen und Tunesien sowie für den neu gegründeten Staat Südsudan eingerichtet. Auf die Öffnung Myanmars reagiert sie 2013 mit einem Programm für junge Diplomatinnen und Diplomaten aus diesem Land.

Jedes Jahr sind etwa 300 Diplomatinnen und Diplomaten aus aller Welt unsere Gäste in Berlin. Und immer noch übersteigt die steigende Nachfrage bei weitem die Kapazitäten.

Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt

Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt
© 1-DA

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Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt

Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt

Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt

Füreinander

Seminare und Workshops, Begegnungen mit deutschen Nachwuchsdiplomaten und Hospitationen im Auswärtigen Amt sind Teile der Programme. Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Bundesministerien und des Bundeskanzleramts, mit Parlamentariern des Deutschen Bundestags gehören genauso dazu wie Informationsbesuche bei politischen Stiftungen und Institutionen, in Unternehmen und Museen. Zudem werden je nach Lehrgang Studienfahrten nach Brüssel, Genf, Den Haag und Wien angeboten. Zusätzlich sind Exkursionen innerhalb Deutschlands nach Hamburg, Leipzig, Stuttgart, München, Frankfurt a.M. und Bonn ein weiterer wichtiger Bestandteil der Fortbildungsprogramme.

Durch praxisnahe Elemente wie Internationales Verhandlungstraining, Rhetorik- und Medientraining erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Grundlagen für ihre berufliche Laufbahn. Thematisch stehen im Mittelpunkt Staatsrecht, Föderalismus, die Weltpolitik im 20. und 21. Jahrhundert, die bilateralen Beziehungen der jeweiligen Länder zu Deutschland und der EU, Internationale Wirtschaftspolitik, sowie Friedenssicherung und Menschenrechte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Einblicke in Arbeitsabläufe und Strukturen der deutschen und internationalen Politik, Wirtschafts- und Medienlandschaft. Bei vielen Diplomatenlehrgängen zählt auch ein Deutsch-Kurs zum Programm.

Die Seminarleitung übernimmt zumeist ein ehemaliger, mit der jeweiligen Region vertrauter Botschafter.

Weltweit

Zu den Weiterbildungsprogrammen gehören nicht nur die jährlichen Fortbildungslehrgänge, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben. Auch berufsbegleitende Seminare für junge Diplomaten aus den Botschaften in Berlin im deutschsprachigen Diplomatenkolleg sowie im englischsprachigen International Diplomats Programme zählen zum Angebot. 2010 wurde ein EU-Kolleg mit einem europapolitischen Informationsangebot für in Berlin akkreditierte Diplomatinnen und Diplomaten aus den EU-Mitgliedstaaten eingerichtet.

Darüber hinaus gibt es regelmäßig Alumni-Veranstaltungen. Mehrmals jährlich werden für alle Ehemaligen, die in Deutschland auf Posten sind, Veranstaltungen in und um Berlin organisiert. Zurzeit sind etwa 200 Alumni an ihren jeweiligen Auslandsvertretungen in Deutschland tätig, darunter mehrere als Botschafter. 

2014 gab es darüber hinaus Alumni-Treffen in Warschau für die Alumni des Diplomatenkollegs und in Rio de Janeiro für alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in und aus der Region. Geplant ist ein weiteres Treffen in Addis Abeba.

Um den nachhaltigen Erfolg der Fortbildungsprogramme und den Fortbestand der Netzwerke zu sichern, bietet die Internationale Diplomatenausbildung mit einem Internetportal eine Informations- und Kontaktplattform für aktuelle und ehemalige Teilnehmer. Der monatlich erscheinende Newsletter "Brief aus Berlin" richtet sich an alle Alumni, Partner und Interessierten und enthält Artikel und Beiträge zu den Aktivitäten der Internationalen Diplomatenausbildung und des Auswärtigen Amts.

Die Facebook-Seite der Internationalen Diplomatenausbildung informiert über aktuelle und bevorstehende Programme und Veranstaltungen. In lehrgangsspezifischen Gruppen können sich aktuelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Alumni der jeweiligen Lehrgänge austauschen.

Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion

Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion
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Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion

Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion

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Partner

Zu den Kooperationspartnern des Auswärtigen Amts gehören das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Robert Bosch Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), das Goethe Institut und die Europäische Akademie Berlin sowie verschiedene Hochschulen.

Die Diplomatinnen und Diplomaten werden ausschließlich auf Einladung der jeweiligen Deutschen Botschaft von ihren Außenministerien zur Teilnahme vorgeschlagen. Voraussetzung sind je nach Lehrgang gute Deutsch-, Französisch- oder Englischkenntnisse. Die Teilnahme an der Internationalen Diplomatenausbildung ist kostenlos. Die Entsendestaaten tragen lediglich die Reisekosten der Teilnehmenden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.diplomatie.Alumniportal.com

www.facebook.com/TrainingForInternationalDiplomats

Den Newsletter "Brief aus Berlin" können Sie über den folgenden Link abonnieren:

Newsletter "Brief aus Berlin"


Stand 28.08.2014

Weitere Informationen

Bewerbungen für die Programme der Internationalen Diplomatenausbildung können ausschließlich auf Einladung erfolgen.
Mehr Informationen zu den Programmen finden Sie hier:

"Deutschland - Perspektiven erleben"

Diplomatenkolleg (PDF, 3 MB)

Eine Initiative des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, mit Unterstützung der DGAP

International Diplomats Programme (PDF, 11 MB)

Eine Initiative des Auswärtigen Amts und der BMW Stiftung Herbert Quandt, mit Unterstützung der DGAP

Fernando Tatagiba und Annisa Amrih Sophiany

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