Hauptinhalt

Jamaika

Wirtschaft

Stand: März 2014

Aktuelle Wirtschaftslage

Im Jahr 2013 wuchs die Wirtschaft nach 6 Quartalen mit negativem Wachstum erstmals wieder leicht um 0,4%. Für 2014 prognostiziert der IWF ein Anstieg des Wachstums auf 1,2%.

Die offizielle Arbeitslosenrate ist im Oktober 2013 wieder leicht auf 14,9 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit sogar auf 37,7 Prozent gesunken. Die Inflationsrate lag mit 9,7% im Dezember 2013 im Zielkorridor (8,5 10,5%) der Zentralbank. Das Leistungsbilanzdefizit ist leicht gesunken, während die Nettowährungsreserven wieder auf 1,047 Mrd. US$ gestiegen sind.

Sozial abfedernd wirken die Überweisungen der Auslandsjamaikaner (vor allem aus USA, Großbritannien und Kanada). Die wirtschaftliche Stagnation der vergangenen Jahrzehnte hat zur Auswanderung und damit zum Verlust vieler gut ausgebildeter Jamaikaner geführt. Ihre jährlichen Überweisungen an die Familien zu Hause haben 2013  zugenommen und leisten mit über 2 Milliarden US-Dollar neben dem Tourismus den größten Beitrag zur Wirtschaft Jamaikas. Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise war es 2009 zu einem starken Rückgang gekommen.


Wirtschaftsstruktur

Die jamaikanische Wirtschaft wird gestützt von den vier Säulen Tourismus, Überweisungen der Auslandsjamaikaner, Tonerde/Bauxit und dem informellen Sektor. Letzterer wird von der Weltbank auf ein Volumen von 43 Prozent des BIP geschätzt. Zwei Drittel des (formellen) BIP entfallen auf den Dienstleistungssektor, nur circa 27 Prozent auf Industrie, Landwirtschaft und Bergbau.


Außenhandel

Jamaika ist weltweit einer der größten Exporteure von Bauxit/Tonerde. Die Branche musste jedoch seit Mitte 2008 einen dramatischen Preisverfall und infolge der internationalen Wirtschaftskrise eine sinkende Nachfrage verkraften. Der Markt erholt sich nur sehr langsam. Bei der Dominanz des Dienstleistungssektors (Tourismus, Finanzen, Transport, Handel) und der Abhängigkeit von nur wenigen Exportgütern (Bauxit, Zucker, Kaffee, Rum) sorgt der hohe Bedarf an Konsum- und Investitionsgüterimporten (vor allem aus den USA) traditionell für eine stark negative Handelsbilanz. Importiert werden vor allem Konsumgüter, Rohstoffe, Kraftstoff und Kapital-/Investitionsgüter.

Die USA bleiben auch 2013 der mit Abstand größte Handelspartner.


Staatshaushalt/Verschuldung

Im Mai 2013 hat Jamaika mit dem IWF eine „Extended Fund Facility“ über 4 Jahre (2014-17) über ca. 2 Milliarden USD (davon WB und IDB je 510 Mio. USD) abgeschlossen. Mittlerweile konnte Jamaika seine Verschuldung von circa 147 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf jetzt unter 140 Prozent reduzieren. Das damit einhergehende erfolgreich angelaufene Reformprogramm soll Jamaika aus der Überschuldung heraus und auf den Weg eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums führen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere