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12. Deutsch-Russisches Jugendparlament eröffnet

"Geflüchtete und Gastarbejtery" – das ist der Titel des 12. Deutsch-Russischen Jugendparlaments, das am Montag (14.11.) offiziell im Auswärtigen Amt eröffnet wurde. Dabei kommen engagierte Jugendliche aus beiden Ländern zusammen, um gemeinsam Lösungsvorschläge für die aktuellen Herausforderungen durch Flucht und Migration zu entwickeln. Und natürlich auch deutsch-russische Völkerverständigung zu betreiben.

Partnerschaft der Gesellschaften

Russland und Deutschland – das sei "eine Partnerschaft, bei der es nicht nur auf die politische Ebene ankommt, sondern gerade auch auf Partnerschaft zwischen Universitäten und Schulen, zwischen Vereinen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen, zwischen Städten und Regionen", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier kürzlich über das Verhältnis der beiden Länder. Das Deutsch-Russische Jugendparlament ist für diese Partnerschaft ein gelebtes Beispiel.

Der Entfremdung entgegenwirken

Der Osteuropabeauftragte Andreas Peschke bei der Eröffnung

Der Osteuropabeauftragte Andreas Peschke bei der Eröffnung
© Jan Zaiser

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Der Osteuropabeauftragte Andreas Peschke bei der Eröffnung

Der Osteuropabeauftragte Andreas Peschke bei der Eröffnung

Der Osteuropabeauftragte Andreas Peschke bei der Eröffnung

Der Osteuropa-Beauftragte im Auswärtigen Amt, Andreas Peschke, unterstrich zum Auftakt der Veranstaltung: "In Zeiten, in denen die Risse auf politischer Ebene zwischen dem Westen und Russland unübersehbar und tief sind, kommt es umso mehr auf den Draht zwischen den Menschen an. Wir müssen der drohenden Entfremdung unserer Gesellschaften entgegenwirken. Auch dazu dient das Jugendparlament." Mit Blick auf die bevorstehenden Tage äußerte er die Hoffnung: "Vielleicht bilden sich hier Bekanntschaften, die sich in Freundschaften weiterentwickeln und von denen Sie noch lange zehren werden."

Mehrtägiges Planspiel

Die 50 Teilnehmenden durchlaufen über vier Tage ein aufwendiges Planspiel mit Fraktionssitzungen, Expertenanhörungen, Ausschussarbeit und am Ende einer großen Plenarsitzung, auf der die Ergebnisse vorgestellt und debattiert werden. Ausrichter der Veranstaltung ist die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendrat der Russischen Föderation. Das Thema Flucht und Migration hat auch in der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen eine wichtige Rolle gespielt: So fanden vor 100 Jahren diejenigen, die vor dem russischen Bürgerkrieg flohen, genauso Zuflucht bei den westlichen Nachbarn wie später die Verfolgten des Nationalsozialismus in Moskau.

Am Freitag (18.11.) reisen die russischen Gäste wieder zurück in ihre Heimat. Im Gepäck haben sie dann hoffentlich zahlreiche neue Freundschaften mit ihren deutschen Parlamentskollegen.

Zum Weiterlesen

Länderinformationen Russland

Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch


Stand 14.11.2016

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