Zentralafrikanische Republik
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Dezember 2009
Das Schul- und Bildungssystem ist nach französischem Vorbild aufgebaut. Unterrichtssprache ist französisch. Lerninhalte richten sich ausschließlich nach französischen Programmen. An zentralafrikanischen Schulen unterrichten derzeit sieben Lehrer die deutsche Sprache. Über die Einrichtung eines eigenständigen Studienfaches Deutsch an der staatlichen Universität von Bangui wird nachgedacht.
Es besteht allgemeine Schulpflicht zwischen 6 und 14 Jahren. Die Einschulungsquote liegt knapp über 50%; die Analphabetenquote bei Erwachsenen beträgt 57,3 Prozent (Männer: 46,2, Frauen: 68 Prozent), bei Jugendlichen 41 Prozent (Angaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen). Da Lehrergehälter oft monatelang nicht gezahlt werden, kam es in den letzten Jahren oft zu Streiks.
In der Zentralafrikanischen Republik herrscht Pressefreiheit. Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen zwei Jahren positiv entwickelt. Zwar haben nicht alle Einwohner Zugang zu Radio, doch gibt es inzwischen auch kleinere Sender mit einem regierungskritischen Programm (insbesondere Radio Hirondelle). In der Hauptstadt Bangui erscheinen mehrere Zeitungen, meist nicht mehr als vier bis acht Seiten. Die defizitäre Infrastruktur im Verkehrsbereich und in der Stromversorgung wirkt sich auch negativ auf den Zugang der Bevölkerung zu Informationen durch Medien aus, insbesondere außerhalb der Hauptstadt Bangui.
Hinweis
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