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Landesflagge Zentralafrikanische Republik
Beziehungen zu Deutschland

Stand: Dezember 2009

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zur Bundesrepublik sind grundsätzlich gut. Die deutsche Botschaft musste jedoch 1997 aus Budgetgründen geschlossen werden. Von zentralafrikanischer Seite wäre eine Wiedereröffnung wünschenswert.

Derzeit existiert in der Hauptstadt Bangui ein Verbindungsbüro der deutschen Botschaft Jaunde.

Die deutsche Unterstützung für den schwierigen Prozess der Demokratisierung und der Konfliktbewältigung in der Zentralafrikanischen Republik wird allgemein anerkannt. Insbesondere die Tätigkeit der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit der letzten Jahrzehnte hat auch heute noch einen sehr guten Ruf.

Wirtschaftliche Beziehungen und Entwicklungszusammenarbeit

Die gesamte, seit der Unabhängigkeit im Jahre 1960 bis Ende 1995 zugesagte deutsche Entwicklungshilfe für die Zentralafrikanische Republik beläuft sich auf rund 200 Mio. Euro. Das Land hat zum letzten Mal 1998/99 eine Zusage von 10 Mio. Euro für Technische Zusammenarbeit erhalten. Im Jahr 2000 beschloss die Bundesregierung, im Zuge der Konzentration der Entwicklungszusammenarbeit auf rund 70 Partnerländer für die Zentralafrikanische Republik keine Neuzusagen für Entwicklungshilfeprojekte mehr zu machen, sondern die laufenden Projekte abzuschließen.

Mit Restmitteln wird das Forst- und Naturschutzprojekt Dzanga-Sangha ganz im Südwesten, wo kein Konflikt herrscht, von der GTZ bis 2009 weitergeführt. Außerdem ist weiterhin je ein Berater an das Forstministerium sowie die CEMAC entsandt. In Bangui wird ein Jugendzentrum unterstützt, das einen wichtigen Beitrag zur HIV/AIDS-Beratung leistet. Regional unterstützt die Bundesregierung weiterhin Entwicklungszusammenarbeitsprojekte, die auch der Zentralafrikanischen Republik zugute kommen. So förderte Deutschland beispielsweise die erste Phase des PPSAC mit 10 Mio. Euro, für die Jahre 2009 bis 2012 ein CEMAC-Programm zur HIV/Aids-Bekämpfung mit 23 Millionen Euro.

Seit Februar 2009 unterstützt Deutschland den Aufbau der Polizei mit 800.000 Euro.

In der Region Boguila fördert die Bundesregierung ein von Ärzte ohne Grenzen durchgeführtes Projekt zur Verbesserung des Gesundheitssystems (400.000 Euro im Jahr 2008, 600.000 Euro im Jahr 2009).

Des Weiteren beteiligt sich die Bundesregierung an Projekten humanitärer Hilfe des Welternährungsprogramms, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und verschiedener Nichregierungsorganisationen.

Im Rahmen des multilateralen Entschuldungsprozesses (HIPC) hat Deutschland der Zentralafrikanischen Republik im Jahr 2009 Schulden in der Höhe von 780.000 Euro erlassen.

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Zentralafrikanischen Republik sind marginal. Der Wert von sowohl Ein- als auch Ausfuhr liegt jeweils unter 1 Millionen Euro.

Kulturelle Beziehungen

Deutsche Kultureinrichtungen oder Schulen bestehen in der Zentralafrikanischen Republik nicht.

Deutsch ist an den höheren Schulen zweite Fremdsprache.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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