Vanuatu
Außenpolitik
Stand: Oktober 2009
Grundlinien der Außenpolitik
Seit seiner Unabhängigkeit hat Vanuatu eine Politik der Blockfreiheit betrieben und die Zusammenarbeit mit den anderen Inselstaaten des Südpazifik gesucht. Dies äußert sich auch in der Mitgliedschaft im Pacific Island Forum (PIF), in der Pazifischen Gemeinschaft (SPC) und der Melanesian Spearhead Group (MSG), deren Zentrale sich in Port Vila befindet.
Traditionell enge Verbindungen bestehen zu Großbritannien, Frankreich, Australien und Neuseeland. Die genannten Staaten tragen mit erheblichen Mitteln zur Entwicklung des Landes bei. Auch erhält Vanuatu in letzter Zeit verstärkt Entwicklungshilfe von der Volksrepublik China.
Frankreich ist der einzige EU-Mitgliedsstaat, der eine Botschaft in Vanuatu unterhält. Großbritannien hat seine Vertretung in Vanuatu Ende 2005 geschlossen, unterstützt dort jedoch weiterhin Fördermaßnahmen auf den Gebieten Bildung, Verwaltung und Menschenrechte. Frankreich weitet seine bilateralen Beziehungen zu Vanuatu zunehmend aus und gewährt derzeit große Unterstützung bei wichtigen Infrastrukturprojekten, in der Landwirtschaft und im Bildungsbereich.
Die Beziehungen zwischen Vanuatu und der EU entwickeln sich gut. Die EU ist mit Projekten unter anderem im Bildungsbereich und im Forstsektor Vanuatus aktiv und hat den Bau von Windturbinen (aus deutscher Herstellung) zur Stromerzeugung in Vanuatu gefördert.
Mit den benachbarten südpazifischen Inselstaaten Fidschi, Nauru, Salomonen und Kiribati bestehen traditionell gute Beziehungen. Vanuatu unterhält zu insgesamt 74 Ländern diplomatische Beziehungen. Davon haben vier Länder Vertretungen in der Hauptstadt Port Vila: Australien, Neuseeland, Frankreich und die Volksrepublik China.
Die Inselrepublik unterhält vier Vertretungen im Ausland: Bei den Vereinten Nationen in New York, in Nouméa/Neukaledonien, in Peking und Brüssel. Darüber hinaus gibt es einige Honorarkonsuln.
Angehörige der Vanuatu Police Force und der Vanuatu Mobile Force waren an den VN-Friedensmissionen in Timor-Leste, Bosnien und Herzegowina sowie an den Internationalen Friedensschutztruppen auf den Salomonen (RAMSI) und in Bougainville (Papua-Neuguinea) beteiligt.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.