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Landesflagge Uruguay
Beziehungen zwischen Uruguay und Deutschland

Stand: März 2010

Allgemeines / Politische Beziehungen

Uruguay und Deutschland pflegen traditionell sehr gute Beziehungen. Der Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Guido Westerwelle, wird Uruguay am 9. März 2010 besuchen.

In Uruguay leben derzeit einschließlich der Doppelstaatler etwa 10.000 Deutsche; hinzu kommen etwa 40.000 Deutschstämmige. Im Verhältnis zur Größe des Landes ist dies ein ungewöhnlich hoher Anteil.

Deutsche Einwanderer haben seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wichtige Beiträge zur Entwicklung Uruguays geleistet. Ab 1935 bot Uruguay deutschsprachigen Juden Zuflucht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten deutsche Mennonitengemeinden nach Uruguay aus.
Führende Kräfte der uruguayischen Gesellschaft verfügen über gute Deutschland-Kenntnisse. Deutschland wird zugleich als wichtiger Teil der Europäischen Union wahrgenommen.

Deutschland verfügt in Uruguay neben der Botschaft mit einem Goethe-Institut, Büros der Friedrich-Ebert und der Konrad-Adenauer-Stiftung, einer Außenhandelskammer sowie einer Deutschen Schule über eine gute Präsenz, was den bilateralen Beziehungen zusätzliche Substanz verleiht.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland ist nach Brasilien, Argentinien, China, Russland, Venezuela und den USA auf Platz 7 der wichtigsten Abnehmerländer Uruguays, mit 161 Mio. USD Warenwert, 24,06% weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig steigerte Uruguay seine Importe aus Deutschland auf 178 Mio. USD, da sind ca. 25% mehr. Damit hat Deutschland zum ersten Mal seit mehreren Jahren eine positive Handelsbilanz mit Uruguay.

Die deutschen Direktinvestitionen in Uruguay erhöhten sich 2008 lt. Schätzung/Prognose der Deutsch-Uruguayischen Handelskammer auf 166 Mio. Euro, 2009 auf 191 Mio. Euro.

Zwei mittelständische deutsche Unternehmen produzieren in Uruguay im Bereich der Lederverarbeitung, ein deutsches pharmazeutisches Unternehmen und eine Reederei sind mit eigener Produktion bzw. Niederlassung vor Ort vertreten. Im übrigen versorgen deutsche Firmen den uruguayischen Markt durch lokale Repräsentanten/Partner, oder durch Vertriebsstellen in einem Drittland, sei es von ihren Produktionsstätten in Brasilien und Argentinien aus oder von außerhalb des Mercosur.

In Montevideo besteht seit 91 Jahren eine Deutsch-Uruguayische Handelskammer mit heute 374 Mitgliedern, davon ca. 40 im Ausland - auch Deutschland - ansässig. Sie ist der regionalen Kammer in Buenos Aires zugeordnet.

  • Bilaterale Verträge im Wirtschaftsbereich:
  • Handelsvertrag vom 18.04.1953 (Meistbegünstigung)
  • Rahmenabkommen über technische Zusammenarbeit vom 31.03.1971
  • Investitionsförderungsvertrag vom 04.05.1987, in Kraft am 18.06.1990
  • Doppelbesteuerungsabkommen vom 05.05.1987, in Kraft am 01.01.1991, wird seit Juli 2007 neu verhandelt, Unterzeichnung März 2010.

Nach dem Deutschland-Besuch von Präsident Vázquez 2005 wurde eine Partnerschaft zwischen den Häfen Hamburg und Montevideo vereinbart.

Deutsche kulturelle Präsenz in Uruguay

In Uruguay besteht ein Goethe-Institut mit profiliertem Veranstaltungsprogramm und Deutschkursen.
Die Deutsche Schule Montevideo, eine deutsche Begegnungsschule, konnte im Jahr 2007 ihr 150-jähriges Bestehen feiern und wird heute von rund 1.200 Schülern (einschließlich Kindergarten) besucht. Neben der uruguayischen Hochschulreife wurde modellhaft eine gemeinsame Hochschulreifeprüfung nach Abschluss der 12. Klasse eingeführt, die zum Hochschulzugang in beiden Ländern berechtigt. Wichtige Faktoren in den kulturellen Beziehungen sind darüber hinaus Konzerte deutscher Orchester und Musiker; kleine deutschsprachige Schulen der Mennoniten im Landesinnern und deutsche Klubs. Ein Kulturabkommen ist seit 08.05.1989 in Kraft.

Politische Stiftungen

Von den politischen Stiftungen sind die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung in Montevideo vertreten, wobei vorwiegend regional ausgerichtete Programme durchgeführt werden. Weitere Stiftungen (Friedrich-Naumann-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung und seit 2000 auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung) unterstützen verschiedene Projekte, ohne vor Ort vertreten zu sein.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

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Ansprechpartner in den Wirtschaftsdiensten der deutschen Auslandsvertretungen

Botschaft Montevideo
Sigrid Prause
Tel.: (00598) 2/902 5222
Fax: (00598) 2/902 3422 eMail
www.montevideo.diplo.de

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