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Landesflagge Uruguay
Außenpolitik

Stand: März 2010

Die Außenpolitik Uruguays setzt auf einen Ausbau der Handelsbeziehungen, eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und des internationalen Rechts sowie eine aktive Mitarbeit in den Vereinten Nationen. Die Beziehungen zu den Staaten der Europäischen Union einschließlich Deutschlands sind eng.

Beziehungen zum MERCOSUR

Uruguay ist neben Argentinien, Brasilien und Paraguay Gründungsmitglied des Mercado Comun del Sur (MERCOSUR; Vertrag von Asunción von 1991). Der Sitz des MERCOSUR-Sekretariats und seit 2007 auch des MERCOSUR-Parlaments ist in Montevideo.

Uruguay setzt sich für eine Öffnung der Märkte und eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des MERCOSUR auf dem Weg zu einem gemeinsamen Markt ein. Zugleich fordert es die großen Nachbarländer auf, die bestehenden wirtschaftlichen Asymmetrien abzubauen.

Mit einem kleinen Binnenmarkt ist Uruguay in seiner wirtschaftlichen Entwicklung deutlich stärker als Argentinien und Brasilien vom Export abhängig. Zusätzlich zu ihrem Einsatz für verbesserte Absatzmöglichkeiten innerhalb des MERCOSUR strebt die uruguayische Regierung auch nach einem Ausbau der Handelsbeziehungen zu Ländern außerhalb des MERCOSUR.

Die seit Ende 2005 immer wieder stattfindenden Sperrungen der Brücken zwischen Uruguay und Argentinien durch argentinische Demonstranten als Reaktion auf die Errichtung einer Zellulosefabrik auf der uruguayischen Seite des Grenzflusses stellen für Uruguay ein wirtschaftliches und außenpolitisches Problem dar. Zwischen beiden Ländern ist wegen der Zellulosefabrik ein Verfahren vor dem IGH anhängig. Eine IGH-Entscheidung wird für das laufende Jahr erwartet.

Das uruguayische Parlament hat den Vertrag über die Aufnahme Venezuelas als fünftes Vollmitglied des MERCOSUR ratifiziert.

Beziehungen zur EU und den USA

Die Beziehungen zur EU sind gut. Uruguay setzt sich für einen zügigen Abschluss der Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen zwischen dem MERCOSUR und der EU ein. Durch ein solches Abkommen erhofft sich Uruguay eine Steigerung seiner Agrarexporte in die EU. Anfang Februar fand in Montevideo das 7. Treffen der Gemischten Kommission EU-Uruguay statt.

Zum Ausbau der Handelsbeziehungen unterzeichneten Uruguay und die USA im Januar 2007 ein Handels- und Investitionsrahmenübereinkommen ("TIFA"). In ihrer bisherigen Rolle als wichtigster bilateraler Exportmarkt für Uruguay wurden die USA im Jahr 2007 aber durch Brasilien überholt. 

Uruguay in internationalen Organisationen

Uruguay ist Mitglied in allen wichtigen internationalen Organisationen. Als kleines Land ohne großes politisches, wirtschaftliches oder militärisches Gewicht setzt das Land auf die strikte Einhaltung der VN-Charta (Nichteinmischung). Uruguay stellt überproportional große Blauhelmkontingente (z.B. Haiti, Kongo).



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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