Uganda
Wirtschaftspolitik
Stand: Oktober 2009
Grundlinien der Wirtschaftspolitik
Seit Anfang der 1990er Jahre hat Uganda, dank enger Abstimmung mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die makroökonomischen Ziele, eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage erzielt. Die seit Jahren in Abstimmung mit den Gebern verfolgte Armutsbekämpfungsstrategie zeigt Erfolge; die Armutsrate wurde erheblich reduziert: Sie fiel von 56 Prozent (1992) über 35 Prozent (2000) auf 31 Prozent im Jahr 2007.
IWF, Weltbank und bilaterale Geber honorieren die entwicklungspolitischen Bemühungen Ugandas durch umfangreiche Neuzusagen, um das Land bei der Armutsbekämpfung zu unterstützen. Wichtigste Geber sind die Weltbank, UNDP (United Nations Development Programme), Europäische Union und Afrikanische Entwicklungsbank sowie bilateral USA, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande, Norwegen, Deutschland, Irland und Japan.
Wirtschaftliche Lage
Uganda verzeichnete in den letzten 20 Jahren ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 5 und 9 Prozent (2007/08: 8,7 Prozent). Die Inflationsrate konnte langfristig gesenkt werden (1990: 22 Prozent, 2007: 6,0 Prozent); derzeit liegt sie bei geschätzten 10 bis 12 Prozent. Das Land bemüht sich weiter um Konsolidierung des zu rund33 Prozent geberabhängigen Staatshaushalts.
Wirtschaftssektoren
Der in Hinsicht auf die Beschäftigung dominierende Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, in der rund 24 Millionen Ugander beschäftigt sind; da es sich vorwiegend um eine Subsistenzwirtschaft handelt, beträgt der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt nur ca. 16 Prozent. Die Landwirtschaft ist dennoch mit Abstand größter Devisenbringer des Landes. Über die Hälfte des BIP wird im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Erdölfunde entlang des Albert-Grabens lassen auf steigende Staatseinnahmen hoffen.
Außenhandel
Bei den Ausfuhrprodukten steht traditionell Kaffee (Robusta) an erster Stelle. Zum zweitwichtigsten Exportprodukt hat sich Fisch (Viktoria-Barsch) aus dem Viktoriasee entwickelt. Bedeutsam sind auch Tee, Baumwolle und Tabak; die Förderung neuer "nicht-traditioneller" Exportprodukte wie Honig, Trockenfrüchte, Vanille und Stecklingen trägt zur Diversifizierung bei. 2008 exportierte Uganda Waren im Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar,während der Wert des Imports 2,88 Mrd. US-Dollarbetrug.
Deutschland zählt zu den wichtigsten Außenhandelspartnern Ugandas.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.