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Landesflagge Tuvalu
Außenpolitik

Stand: November 2009

Bilaterale Beziehungen

Aufgrund seiner geringen Größe unterhält Tuvalu nur zu wenigen Staaten diplomatische Beziehungen, darunter zu Taiwan. Einzige Auslandsvertretungen des Landes sind die VN-Vertretung in New York, die Vertretung bei der EU in Brüssel und eine Hochkommission in Fidschi.

Mit den USA wurde am 7. Februar 1979 ein Freundschaftsvertrag geschlossen, der unter anderem enge Konsultationen im Fischereibereich vorsieht. Die USA haben auch Fischereirechte in der Wirtschaftszone Tuvalus auf Grund eines regionalen Fischereiabkommens mit den Staaten des Pacific Island Forum (PIF). Auch Japan, Taiwan und die Republik Korea besitzen Fischereirechte in tuvaluischen Gewässern.

Enge Beziehungen bestehen mit dem ehemaligen Mutterland Großbritannien, ebenso mit Australien und Neuseeland, die ein Großteil der Entwicklungshilfeleistungen für Tuvalu aufbringen. So stellte Neuseeland für das Jahr 2007/2008 etwa 2,3 Mio. NZD bereit.

Auch die EU leistet im Rahmen des 10. Europäischen Entwicklungsfonds substantielle Hilfe. Größter Geldgeber ist mit 5,6 Mio. AUD im Jahr 2006/2007 Australien. Die gesamten öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen an Tuvalu beliefen sich 2005 auf etwa 9 Mio. USD.

Mit dem neuseeländischen Pacific Access Scheme wird es jährlich bis zu 75 Tuvaluern ermöglicht, nach Neuseeland zu emigrieren. Außerdem arbeiten einige Gastarbeiter in Nauru im Guanoabbau. Der Staatsbankrott Naurus hat jedoch zu Lohnzahlungsrückständen geführt, sodass die Entwicklungshilfegeber für den Rücktransport und ausstehende Löhne der Gastarbeiter aufkommen mussten.

Multilaterale Beziehungen

Im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligt sich Tuvalu an der Arbeit der Regionalorganisationen im Südpazifik. So ist es dem Rarotonga-Vertrag über die Schaffung einer nuklearfreien Zone im Südpazifik beigetreten. Auf internationaler Ebene setzt es sich besonders für die Belange der kleinen Inselstaaten ein, die aus Furcht vor dem Anstieg des Meeresspiegels als Folge der globalen Erwärmung für Reduzierung des Kohlendioxyd-Ausstoßes eintreten.

Tuvalu wurde am 6. September 2000 als 189. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen und unterhält eine Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York. Seit dem 1. September 2000 ist Tuvalu volles Mitglied des Commonwealth.

Tuvalu hat das Cotonou-Abkommen mit der EU unterzeichnet, in dessen Rahmen eine entwicklungspolitische Zusammenarbeit stattfindet.

Sicherheitspolitik

Tuvalu ist nicht Mitglied von militärischen Bündnissen. Es verfügt über keine eigenen Streitkräfte. Eine Überwachung der Hoheitsgewässer und der exklusiven maritimen Wirtschaftszone erfolgt durch gelegentliche Aufklärungsflüge der neuseeländischen Luftwaffe (ohne vertragliche Grundlage) und durch ein von Australien geliefertes Patrouillenboot.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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